GameStar Plus Logo
Weiter mit GameStar Plus

Wenn dir gute Spiele wichtig sind.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe für Rollenspiel-Helden, Hobbygeneräle und Singleplayer-Fans – von Experten, die wissen, was gespielt wird. Deine Vorteile:

Alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Frei von Banner- und Video-Werbung
Jederzeit online kündbar
Inhaltsverzeichnis

Oxenfree 2 in der Preview: Weniger Teenie-Drama, aber genauso viel Horror-Mystery

Mit Oxenfree 2: Lost Signals bekommt das Mystery-Adventure einen Nachfolger mit neuen Charakteren, neuem Setting, aber dem gleichen Fokus auf Horror und Charaktere.

von Eleen Reinke,
05.10.2021 15:20 Uhr

In Oxenfree 2: Lost Signals schlüpfen wir diesmal in die Rolle von Riley. In Oxenfree 2: Lost Signals schlüpfen wir diesmal in die Rolle von Riley.

Oxenfree war zum Release 2016 ein echter Indie-Überraschungshit. Das Mystery-Adventure schaffte es gekonnt, eine Coming of Age-Story mit einem Horror-Mystery-Plot zu verknüpfen. Fünf Jahre später hat uns das Entwicklerteam von Night School Studio nun einen ersten Einblick in den Nachfolger Oxenfree 2: Lost Signals gewährt. In einer Hands-off Präsentation und einem Interview mit dem Entwicklerteam konnten wir uns ein erstes Bild von den Neuerungen des zweiten Teils machen.

So viel sei schon mal gesagt: Uns erwartet wohl weniger Teenie-Drama, aber genauso viel Mystery wie schon im ersten Teil.

Neue Charaktere, neues Mysterium

Worum geht’s in Oxenfree 2? Oxenfree 2 spielt fünf Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils. Obwohl die Handlung auf der von Oxenfree aufbaut und sogar in einer nahegelegenen Stadt spielt, müssen wir den ersten Teil nicht gespielt haben. Diesmal bekommen wir es nämlich mit einem komplett neuen Cast an Charakteren zu tun, allen voran unserer Protagonistin Riley. Anders als Teenagerin Alex aus dem ersten Teil ist Riley bereits in ihren 30ern und kehrt als Umweltforscherin in ihre Heimatstadt Camena zurück, um merkwürdige Radiosignale zu untersuchen. Trotz des deutlich älteren Casts soll auch der zweite Teil wieder eine Art Coming of Age-Story enthalten, und auch die Horror- und Mystery-Elemente kehren zurück.

Denn Riley merkt schnell, dass etwas übernatürliches in der Stadt vor sich geht. Ein Kult namens Parentage versucht, einen Riss in der Realität zu öffnen, um eine mysteriöse Entität in unsere Welt zu ziehen. Riley versucht das natürlich zu verhindern und muss dazu (Stör-)Sender an höher gelegenen Orten um die Stadt aufstellen.

Einen Eindruck vom Gameplay könnt ihr euch im Trailer zum Spiel machen:

Oxenfree 2: Lost Signals - Teaser kündigt den zweiten Teil des Adventures an 0:55 Oxenfree 2: Lost Signals - Teaser kündigt den zweiten Teil des Adventures an

So nehmen wir Einfluss auf die Story

Zum Glück ist Riley dabei nicht allein, denn ihr steht mit Jacob ein Bekannter aus High School-Tagen zur Seite. Wie schon im ersten Teil können wir uns erneut unterwegs per Dialograd mit unserem Begleiter unterhalten. Unsere gewählten Antworten beeinflussen dabei nicht nur, wie Jacob Riley sieht, sondern können auch einen Einfluss auf die Handlung haben. So können wir Jacob beispielsweise zwischenzeitlich gar zurücklassen oder ihn erst viel später im Handlungsverlauf treffen, wenn wir ihn anfangs ignorieren.

Mittels unserer Entscheidungen können wir also mitbestimmen, wie Riley vorgeht und welches der verschiedenen Enden wir letztlich erhalten. Wie schon im ersten Teil soll es dabei nicht nur größere sondern auch jede Menge kleinerer Abweichungen geben, die wir beeinflussen können.

Riley und Jacob reden unterwegs miteinander. Je nachdem, wie wir antworten, ändert sich auch Jacobs Meinung zu Riley. Riley und Jacob reden unterwegs miteinander. Je nachdem, wie wir antworten, ändert sich auch Jacobs Meinung zu Riley.

Hier hat das Entwicklerteam ordentlich Arbeit reingesteckt, um noch mehr Variationen ins Spiel zu packen. So soll das Geschehen jetzt auch noch mehr davon beeinflusst werden, in welcher Reihenfolge wir Orte aufsuchen. Alles sollen wir in einem einzigen Spieldurchlauf wohl nicht zu sehen bekommen können.

Das ist neu am Gameplay

Obwohl wir auch im zweiten Teil wieder viel mit Umherlaufen beschäftigt sein werden (das Areal um Camena soll diesmal knapp doppelt so groß werden wie Edwards Island aus dem ersten Teil), soll es auch wieder jede Menge kleinerer und größerer Rätsel zu lösen geben. In der Präsentation konnten wir einen Blick auf das Gameplay etwa eine Stunde nach dem Beginn des Spiels werfen. 

Riley und Jacob sind darin gerade auf dem Weg, um den ersten Sender aufzustellen. Zuvor mussten sie bereits Kletterausrüstung samt Seil aus der Stadt stibitzen, um die höher gelegenen Areale überhaupt erreichen zu können. Hier können wir als Riley bereits mitbestimmen, wie wir vorgehen wollen: versuchen wir, über einen Abhang zu springen, während Jacob ängstlich versucht, uns davon abzuhalten, oder sind wir doch lieber auf der sicheren Seite und klettern runter? Letztlich erweist sich der Sprung an dieser Stelle als zu weit und Riley und Jacob sind gezwungen, einen anderen Weg durch die Minenschächte um Camena zu finden. 

In Oxenfree 2 können wir durch Zeitrisse auch in die Vergangenheit oder Zukunft springen. In Oxenfree 2 können wir durch Zeitrisse auch in die Vergangenheit oder Zukunft springen.

Nach einer kurzen Schrecksekunde, als Riley eine unheimliche Vision (ähnlich denen im ersten Teil) hat, treffen wir hier auch auf unseren ersten Zeitriss - der Name verrät es schon, ein Riss in der Zeit, durch den Riley in die Vergangenheit und sogar Zukunft springen kann. Mittels eines Radios kann Riley den Riss öffnen und hindurch schreiten. Das erlaubt es ihr etwa, den eigentlich bereits eingestürzten Minenschacht gefahrlos zu durchqueren. Naja, fast gefahrlos, denn gerade als Riley und Jacob den Schacht über den Aufzug verlassen wollen, stürzt der um sie ein und beide müssen sich beeilen, um heil herauszukommen. Ob sie einfach nur Pech mit dem Zeitpunkt hatten oder Rileys Eingreifen in die Zeitlinie den Einsturz vielleicht sogar verursacht hat, wollte uns das Entwicklerteam noch nicht verraten.

Neu in Oxenfree 2 ist auch das Walkie-Talkie. Damit können wir etwa von anderen Charakteren angefunkt werden und (sollten wir den Funkspruch annehmen) zum Beispiel Nebenaufträge bekommen. Helfen wir anderen Leuten, können wir sie im Gegenzug im Verlauf der Story ebenfalls anfunken, um etwa Informationen oder Hilfe von ihnen zu bekommen.

Ob und welche Funksprüche wir annehmen und ob wir den Leuten aus der Stadt dann auch helfen, soll ebenfalls einen Einfluss auf das Ende haben. Zugleich können wir aber auch hier in einem Spieldurchlauf nie alles erleben, da unsere Entscheidungen etwa dafür sorgen, dass wir nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, um einen bestimmten Funkspruch überhaupt zu bekommen.

Über das Walkie Talkie sind wir für andere Charaktere erreichbar und können sie ebenfalls anfunken. Über das Walkie Talkie sind wir für andere Charaktere erreichbar und können sie ebenfalls anfunken.

Ein langsames Mystery-Abenteuer

Oxenfree 2: Lost Signals baut auf der Formel auf, die bereits den ersten Teil bei Fans beliebt machte - Ein Mystery-Adventure, das seinen Fokus auf die Interaktionen der verschiedenen Charaktere legt und hier und da kleine aber beunruhigende Horrormomente einstreut. Obwohl Riley bereits um einiges kompetenter als Teenagerin Alex ist und es entsprechend auch mehr actionreiche Passagen im Spiel geben soll, müssen wir uns aber dennoch wie bereits im ersten Teil auf ein eher langsames Spieltempo einstellen. Auch wie sich die Zeitrisse und Gespräche über das Walkie Talkie auf das Gameplay genau auswirken bleibt natürlich abzuwarten.

Oxenfree soll 2022 für PlayStation-Konsolen, Nintendo Switch und PC erscheinen.

1 von 2

nächste Seite


zu den Kommentaren (6)

Kommentare(6)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.