Seite 2: Pokémon: Schwarz und Weiß 2 im Test - Die Hosentaschenmonster sind wieder los!

Was hat sich in der alten Welt getan?

Nach dem ganzen Gemecker über mangelnde frische Pokémon muss man dem Titel aber zugutehalten, dass es durchaus einige Neuerungen zu entdecken gibt. So besuchen wir neben bereits bekannten Orten neue Gebiete wie den Unterseetunnel oder den Janusberg. Dieser Vulkan unterscheidet sich zudem in den beiden Versionen. In der schwarzen Variante ist er erloschen, in der weißen noch aktiv.

In den Pokéwood Filmstudios treten wir vor Greenscreen Kulissen auf. In den Pokéwood Filmstudios treten wir vor Greenscreen Kulissen auf.

Bei den größtenteils bekannten Arenaleitern, denen wir wie immer Orden abluchsen, gibt es auch ein paar Neuzugänge. Hier treffen wir wiederum ein vertrautes Gesicht, nämlich Cheren, der im ersten Teil noch ein konkurrierender Trainer war, es nun aber zum Arenaleiter der neuen Stadt Eventura City gebracht hat. Wo wir gerade bei alten Bekannten sind: Auch das böse Team Plasma treibt wieder sein Unwesen und möchte abermals die Weltherrschaft erlangen.

Es ist durchaus spannend, zu sehen, was aus den alten Freunden beziehungsweise Feinden geworden ist, und wie sich die Einall-Region in den letzten zwei Jahren entwickelt hat. Unter anderem wurden die Pokéwood Studios eröffnet. Hier werden wir zu Filmstars und spielen in Kurzfilmen mit, indem wir Pokémonkämpfe nach Drehbuch bestreiten und bestimmte Anweisungen erfüllen sowie Dialogzeilen auswählen.

Bei den Turnieren des Pokémon World Tournament treten wir gegen Arenaleiter und Champions aus älteren Titeln an. Hier gibt es zum Beispiel ein Wiedersehen mit Rocko und Misty aus dem allersten Pokémon. In der Mitte der Weltkarte finden wir die Einklangspassage. Dabei handelt es sich um ein anfangs leeres Einkaufszentrum, das wir nach und nach bevölkern, indem wir Passanten als Geschäftsleiter anwerben.

Auch die Avatare der Spieler, mit denen wir uns im Mehrspielermodus vergnügt haben, bevölkern danach den Shopping-Tempel. Eine kleine Zusatzmotivation stellen die Medaillen dar, also Achievements, die wir für bestimmte Leistungen erhalten. Die Neuerungen sind gelungen und fügen sich gut ein, wirklich bahnbrechend sind sie aber nicht.

Optisches Déjà-Vu

Grafisch hat sich nicht viel getan, und Pokémon Schwarz und Weiß 2 liegt auf dem Niveau des Vorgängers. Das ist für Nintendo-DS-Verhältnisse gut, allerdings hätten wir uns die Kämpfe weniger statisch gewünscht. Man denke da etwa an die Dynamik eines Dragon Quest IX, in dem die Charaktere nicht wie festgewachsen auf ihrer jeweiligen Seite stehen, sondern dem Feind ordentlich zu Leibe rücken.

Dafür gibt es aber schöne Effekte zu bestaunen. Der Soundtrack dudelt gewohnt fröhlich und stets passend vor sich hin. Für sich genommen wäre Pokémon Schwarz und Weiß 2 ein ausgezeichneter Titel, jedoch haben wir zu vieles schon im ersten Teil gesehen. Bei einer Reihe, die generell an Innovationsarmut leidet, durchaus ein Problem.

Pokémon: Schwarz/Weiß 2 - Trailer 2:05 Pokémon: Schwarz/Weiß 2 - Trailer

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