PS Plus Premium packt Demos wohl hinter eine Paywall und das stinkt mir

Die teuerste PS Plus-Variante soll wohl Demos für Spiele über 33 Euro beinhalten. So ein Feature hinter einer Paywall zu verstecken, stößt Eleen aber sauer auf.

von Eleen Reinke,
30.04.2022 13:00 Uhr

PS Plus Premium soll jede Menge Demos bekommen - die sind aber nicht wirklich kostenlos. PS Plus Premium soll jede Menge Demos bekommen - die sind aber nicht wirklich kostenlos.

Eigentlich sind Demos ja eine schöne Sache. Sie lassen Interessierte neue Spiele kostenlos ausprobieren, bei denen sie noch unsicher sind oder die sie schlicht nicht auf dem Plan hatten, die dann aber trotzdem ihr Interesse geweckt haben. Auch alle, die sich schon unglaublich auf einen bestimmten Titel freuen, können mit Demos einen Vorgeschmack auf das bekommen, was sie erwartet. 

Dementsprechend klingt es erstmal vielversprechend, dass es in Zukunft auf PlayStation angeblich für alle Spiele über 33 Euro Demos geben soll – allerdings nur für Abonnent*innen von PS Plus Premium. Und genau damit habe ich ein Problem.

Eleen Reinke
@ottadice

Eleen hat eigentlich nie genug Zeit für all die Spiele, die sie spielen will. Umso schöner findet sie kostenlose und frei zugängliche Demos, mit denen sie vorab ausprobieren kann, welche Spiele sie sich wirklich holen will. Und auch für alle, die nicht genug Geld haben, um sich jedes Spiel zum Vollpreis zu holen, ist es eine nützliche Möglichkeit, vorzusortieren.

PlayStation-Demos stecken wohl künftig hinter einer 119,99 Euro-Paywall

Das überarbeitete PS Plus-Abo soll im Juni hierzulande an den Start gehen und je nach gewählter Option (Essential, Extra oder Premium) verschiedene Vorteile bieten. Die meisten davon bekommt ihr natürlich mitder teuersten Option PS Plus Premium, das neben einer Spielebibliothek mit über 740 Titeln auch Probeversionen von AAA-Spielen enthalten soll. Wie genau diese Demos aussehen sollen, hat Sony zwar noch nicht bekannt gegeben, es gibt aber bereits Leaks darüber, dass zweistündige Probeversionen für alle Spiele über 33 Euro verpflichtend sein sollen. Mehr dazu könnt ihr auch hier nachlesen:

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Für Sony ergibt das durchaus Sinn, immerhin ist PS Plus Premium mit 119,99 Euro im Jahr nicht gerade günstig , besonders im Vergleich zur Essential-Version, die gerade einmal die Hälfte kostet. Die teuerste Variante muss also ordentlich etwas bieten, um für Spieler*innen attraktiv zu sein. Während die Spielebibliothek aber durchaus ein schmackhafter Bonus ist, stößt mir die Demoregelung  eher sauer auf. Denn dadurch, dass die Anspielmöglichkeiten nur in Premium enthalten sind, befinden sie sich effektiv hinter einer Paywall.

Dabei sind die meisten Demos bisher ja nicht umsonst kostenlos, obwohl sie durchaus mit Entwicklungsaufwand verbunden sind. Immerhin sind sie eine Werbemaßnahme, die im besten Falle die Verkäufe von Spielen steigern sollen. Wenn ich an diese Probeversionen aber nur noch mit PS Plus Premium rankomme, habe ich das Gefühl, ich würde für die Werbung auch noch zahlen müssen. Auch Sony möchte ja schließlich, dass ich mir die angespielten Titel danach im besten Fall kaufe. Dass ich also Geld bezahlen muss, damit ich Sony dann noch mehr Geld geben kann, wirkt auf mich ein wenig merkwürdig.

Wenn ihr euch noch mal darüber informieren wollt, was in den verschiedenen PS Plus-Optionen konkret steckt, findet ihr hier die Übersicht:

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Wenn kostenloses Ausprobieren nicht kostenlos ist

Dass Demos nicht nur als Werbung für Spiele sondern auch Services oder Konsolen genutzt werden, ist leider auch nicht neu. Zuletzt hatte etwa Resident Evil 8 mehrere Demos, die exklusiv auf PS4 und PS5 spielbar waren. Dass die Probeversionen dann auch noch ziemlich kurz verfügbar waren, darüber habe ich mich schon zur Genüge beschwert.

Zwar verstehe ich einerseits durchaus, dass Sony den neuen Service verkaufen will, indem es eben möglichst viele Vorteile anbietet – zugleich widerspricht dieses Vorgehen aber dem, was zumindest nach meinem Verständnis Demos sind. Natürlich ist es ein Service, wenn ich Spiele testen kann, ohne den Vollpreis zahlen zu müssen – aber es ist eben auch eine Verkaufsmaßnahme, aus der sich die Entwickler*innen Gewinne versprechen. Quid pro Quo sozusagen. Wenn ich aber für ein Spiel mittels Abo effektiv schon bezahle, bevor ich es überhaupt habe, fühlt sich das für mich falsch an. Und sorgt dafür, dass die PS Plus Premium-Demos dann eben doch keine so schöne Sache mehr sind. 

Was denkt ihr darüber, mögt ihr Demos in Aboservices auch nicht oder seht ihr sie eher als zusätzliches Goodie an?

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