Neuer PS5-Hack 'Slopkit' macht eure Konsole angreifbar - und könnte Sony ganz schön ins Schwitzen bringen

Eine neue Sicherheitslücke wurde im Browser der PS5 entdeckt und betrifft offenbar jede PS5-Konsole.

Über den eingebauten Browser kann jetzt jede PS5 gehackt werden. Über den eingebauten Browser kann jetzt jede PS5 gehackt werden.

Viele wissen gar nicht, dass sich auf ihrer PS5 ein versteckter Web-Browser befindet. Aber es gibt ihn und er kann sogar ziemlich praktisch sein! Allerdings nicht nur für Spieler*innen, sondern auch für Hacker, die sich Zugang zum System der Konsole verschaffen wollen. Einem PS5-Spezialisten ist das jetzt gelungen und sein Hack hat sogar für Geräte mit aktueller Firmware Konsequenzen.

Webkit-Lücke macht alle PS5-Konsolen hackbar

Der Web-Browser der PS5 basiert – wie auch Apples Safari-Browser sowie Google Chrome in abgewandelter Form – auf der Open Source-Engine Webkit. Obwohl das Technikgerüst als sehr sicher gilt, werden allerdings immer wieder Lücken von Hacker*innen entdeckt.

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Dass sie auch auf aktuell gehaltenen Konsolen funktionieren, ist eigentlich eher unwahrscheinlich, da sie zum Software-Gerüst der Konsole passen müssen und zumeist schon vorab außerhalb des PS5-Kontexts gefunden und gepatcht werden. Eine Webkit-Lücke, die auf der aktuellsten Firmware läuft, gab es bei der PS5 daher noch nicht.

Der neue 'Slopkit'-Exploit des Hackers Jordy ist also eine Besonderheit. Er lässt sich laut Berichten aus der Modding-Szene bis hinauf zu Firmware-Version 13.60 nutzen:

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Da es sich bei 13.60 um die aktuelle Version der PS5-Systemsoftware handelt, bedeutet das, dass jede beliebige PS5-Konsole über eine modifizierte Web-Seite gehackt werden kann. Der Browser ruft sie auf und lädt dann den Exploit.

Das funktioniert beispielsweise über den Hilfe-Guide in den Systemeinstellungen der PS5, da dieser den im System eingebetteten Webkit-Browser nutzt. Damit das klappt, müssen aber erst von euch spezielle DNS-Parameter in den Netzwerkeinstellungen der Konsole hinterlegt werden.

Es ginge aber wahrscheinlich über eine Verlinkung in einer PSN-Nachricht, die dann ebenfalls den Browser aufruft.

Besteht für euch Gefahr?

Der Slopkit-Exploit hebelt ausschließlich die Sicherheitsfunktionen der Userland-Ebene der PS5 aus. Die Userland-Umgebung betrifft im Grunde genommen das, was ihr auf der Konsole seht und ausführt. Userland-Exploits dienen in der Folge als Einfallstor für weiterführende Attacken, die dann Zugriff auf den Systemkern erlauben.

Solch ein aktueller Kern-Exploit wurde wohl auch schon gefunden, wird aber noch von seinem Entdecker bewusst unter Verschluss gehalten:

Ohne einen passenden Kern-Exploit sind die Auswirkungen einer Webkit-Sicherheitslücke auf eine PS5 aber eher gering. Ein Hack via Webkit hat jedoch den Vorteil, dass schwerwiegendere Exploits leichter genutzt werden können, da der Browser im Vergleich zu manipulierten Spielständen beispielsweise hohe Systemprivilegien genießt.

In der Theorie wäre es somit möglich, dass über eine modifizierte Konsole mit bisher unbekannten Exploits das PSN angegriffen werden kann, so wie es dieser Hacker bewiesen hat, der von Sony eine außergewöhnliche 50.000 Dollar-Belohnung erhalten hat:

In der Praxis ist das allerdings extrem unwahrscheinlich, da die PSN-Server zusätzlich geschützt sind und deren Funktionen auf voneinander getrennte Systeme verteilt werden. Es bräuchte für eine PSN-Attacke also noch einmal eine ganz andere Expertise und weitaus mehr Aufwand.

Da bisher alle bekannten, öffentlichen Kern-Exploits gepatcht wurden, droht euch derzeit keine unmittelbare Gefahr. Lediglich von nicht klar identifizierbaren Links, die euch über PSN-Nachrichten geschickt werden, solltet ihr Abstand nehmen, bis die Webkit-Lücke gefixt wurde, da diese über den Browser geladen werden und mit einem bisher unbekannten Kernexploit kombiniert sein können.

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Hat der Slopkit-Exploit einen sinnvollen Nutzen?

Der Slopkit-Exploit könnte durch seine hohe Zugänglichkeit und der tiefen Verankerung im System Teil eines neuen PS5-Jailbreaks werden. Eine per Jailbreak geknackte PlayStation ermöglicht es, unter bestimmten Voraussetzungen beispielsweise Linux zu installieren oder Spiele für höhere Framerates und Auflösungen zu modden:

Allerdings ließen sich damit auch Raubkopien starten, von denen sich Modder und IT-Spezialisten wie Jordy deutlich distanzieren. Wir selbstverständlich auch, und wir weisen auch noch einmal darauf hin, dass Anfertigung, Verbreitung und Erstellung von Raubkopien mit langen Freiheitsstrafen geahndet werden.

Wie geht es weiter? Nun, da die Lücke gefunden und veröffentlicht wurde, wird es wohl nicht lang dauern, bis sie von Sony gepatcht wird. Dann wird sie auch nicht mehr auf einer neuen Firmware funktionieren und bei einem Jailbreak wäre man dann auch wieder vom PSN ausgeschlossen. Das PlayStation Network setzt nämlich voraus, dass ihr die jeweils aktuelle Systemsoftware installiert habt.


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