PS5- und Xbox Series X: US-Reseller haben offenbar über $58 Millionen gemacht

Ungefähr 10 bis 15 Prozent der US-Verkäufe von PlayStation 5 und Xbox Series X sollen auf Reseller zurückgehen, die damit wohl rund 58 Millionen US-Dollar verdient haben.

von David Molke,
02.02.2021 16:07 Uhr

PS5 & Xbox Series X wurden (zumindest in den USA) wohl nur zu einem Zehntel von Resellern auf- und wieder weiter verkauft. PS5 & Xbox Series X wurden (zumindest in den USA) wohl nur zu einem Zehntel von Resellern auf- und wieder weiter verkauft.

Die Scalper und Reseller waren nach dem Launch von PS5 und Xbox Series X in aller Munde: Sie haben anderen Leuten die Next Gen-Konsolen weggeschnappt und dadurch die Preise in die Höhe getrieben. Jetzt legt eine Untersuchung jeder Menge Daten nahe, dass das Problem nicht so groß war, wie es vielleicht den Anschein gemacht hat. Nur 10 bis 15 Prozent aller US-Verkäufe der PS5 und Xbox Series X sollen auf Reseller entfallen sein, die damit allerdings wohl stolze 58 Millionen US-Dollar Gewinn machen konnten.

10 bis 15 Prozente aller PS5- und Xbox Series X-US-Verkäufe sollen aufs Konto von Resellern gehen

Der Daten-Analyst Michael Driscoll setzt sich seit dem Launch von Xbox Series X und S sowie der PlayStation 5 mit den Verkaufszahlen auseinander, die auf sogenannte Scalper beziehungsweise Reseller entfallen. Seiner neuesten Schätzung auf Dev zufolge soll das insgesamt zwischen 10 und 15 Prozent aller Verkäufe in den USA betreffen.

Insgesamt 58 Millionen Profit: Mit der PS5 seien durch Resales laut Michael Driscoll 43,2 Millionen US-Dollar Profit erzielt worden. Dazu kommen 15,9 Millionen, die eBay, PayPal und StockX durch die Verkäufe erwirtschaftet haben. Bei der Xbox Series X und Xbox Series S seien es 14,57 Millionen Profit für Scalper/Reseller und 10,4 Millionen für eBay/PayPal/StockX gewesen.

So oder so ähnlich müssen diese fiesen PS5-Scalper aussehen. So oder so ähnlich müssen diese fiesen PS5-Scalper aussehen.

Woher kommen die Zahlen? Laut dem Daten-Analysten hat er die ganzen Informationen mit Hilfe eines selbst geschriebenen Skripts erhoben, das Verkäufe auf eBay und StockX auflistet. Allerdings nur solche, die auch tatsächlich zustande gekommen sind. Betrugsversuche oder Verkäufe von Accounts mit so gut wie keinem Feedback sowie zu niedrige Preise wurden herausgefiltert.

Besonders bemerkenswert fällt auch die Preisentwicklung aus. Offenbar hat sich der Preis der Digital Edition der PS5 in den USA bei rund 799 Dollar eingependelt, was ziemlich genau dem Doppelten der ursprünglichen Kosten entspricht. Die Disk-Version kostet im Schnitt hingegen 849 US-Dollar.

Die Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit der PS5 und Xbox Series X, Bots sowie den Resellern brechen nicht ab. Das Problem lässt sich wohl auch nur sehr schwer in den Griff bekommen:

Mit Vorsicht zu genießen: Die Daten von Michael Driscoll beruhen auf seinen Untersuchungen und nicht auf offiziellen Angaben. Wir wissen zum Beispiel immer noch nicht, wie viele PlayStation 5-Konsolen Sony bisher verkauft hat. Dementsprechend handelt es sich hierbei nur um (elaborierte) Schätzungen, die sich obendrein auch nur mit den Verkäufen und Resellern in den USA beschäftigen.

Wieviel Prozent könnten eurer Schätzung nach wohl auf Salper, Bots und Reseller entfallen?

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