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Rainbow Six Extraction angespielt und wir sind immer noch skeptisch

Seit der Verschiebung von Rainbow Six Extraction war es ruhig um den Koop-Shooter. Nun konnten wir das Spiel kurz vor Release nochmal anspielen. Zumindest scheint sich die Verschiebung gelohnt zu haben.

von Eleen Reinke,
07.01.2022 16:00 Uhr

Wir konnten Rainbow Six Extraction kurz vor Release noch einmal anspielen. Wir konnten Rainbow Six Extraction kurz vor Release noch einmal anspielen.

Ursprünglich wurde der neue Taktik-Shooter von Ubisoft Montreal 2019 noch unter dem Namen Rainbow Six Quarantine angekündigt. Dann kam die Corona-Pandemie und brachte nicht nur eine Namensänderung, sondern auch mehrere Verschiebungen für den mittlerweile Rainbow Six Extraction heißenden Titel mit sich.

Zuletzt hatten wir im Mitte 2021 Gelegenheit, das Spiel genauer unter die Lupe zu nehmen und waren zwar neugierig, aber noch nicht vollends überzeugt. Nun konnten wir kurz vor dem Release am 20. Januar erneut einige Stunden in Rainbow Six Extraction reinspielen und können sagen: Die zusätzliche Entwicklungszeit hat sich definitiv gelohnt, der Shooter dürfe aber trotzdem nicht für jeden etwas sein.

Darum geht es im Spiel

In Rainbow Six Extraction hat eine Alien-Invasion Nordamerika überrannt und breitet sich mit ihren Sporen und "Archaeen" genannten Monstern aus. Zur Bekämpfung der Eindringlinge wird die Spezialeinheit REACT gegründet, die versucht, die Aliens Stück für Stück zurückzudrängen.

Im Spiel selbst bekommen wir von der Story nur wenig mit. Zwar gibt es einige kurze Zwischensequenzen, wenn wir etwa das Spiel oder das Tutorial starten, während der Missionen selbst bekamen wir aber keine weiteren Storyschnipsel zu Gesicht.

So spielt sich Extraction

In Rainbow Six Extraction sind wir in Teams aus drei Personen unterwegs. Sollten sich nicht genug Spieler*innen finden, sollen wir im fertigen Spiel auch mit Bots unterwegs sein können. Allerdings können wir noch nicht sagen, wie gut sich die KI-Begleiter schlagen, da die Option in unserer Anspielversion noch fehlte.

Die verschiedenen Operator haben je eine Spezialfähigkeit. Ela etwa kann eine Mine werfen, die Gegner betäubt. Die verschiedenen Operator haben je eine Spezialfähigkeit. Ela etwa kann eine Mine werfen, die Gegner betäubt.

Die Missionen an Schauplätzen wie New York, San Francisco oder Alaska sind jeweils in drei Areale unterteilt, die je ein eigenes Missionsziel haben. Wir können dabei jederzeit extrahieren und auch eines der Ziele nicht zu schaffen bedeutet kein automatisches Game Over - Das bekommen wir nur, wenn alle Mitglieder unseres Teams kampfunfähig werden.

Hier gilt es, gemeinsam abzuwägen. Nach klassischem Risk-Reward-System sammeln wir mehr Punkte, je weiter wir kommen. Gleichzeitig riskieren wir bei einem schlechten Durchlauf aber auch, Erfahrungspunkte und Operatoren zu verlieren, die wir dann zurückholen müssen. Hier übermütig zu sein, kann uns schnell mal in den Hintern beißen.

Rainbow Six Extraction: Trailer stellt euch alles Wissenswerte zum Koop-Shooter vor 4:54 Rainbow Six Extraction: Trailer stellt euch alles Wissenswerte zum Koop-Shooter vor

Viele der Missionsziele laufen dabei darauf hinaus, dass wir bestimmte Gegner eliminieren müssen, ein wenig Abwechslung streut Extraction aber ebenfalls ein. Hier sind einige der Missionsziele, die uns erwarten können:

  • Jagd: Ein Elite-Ziel ausschalten
  • Abschaltung: Sprengladungen besorgen und an einem Nährknoten anbringen
  • Rettung: Eine Zielperson evakuieren
  • Biopsie: Ein bestimmtes Ziel unbemerkt mit dem Messer ausschalten
  • Probeexemplar: Ein Elite-Ziel zum Extraktionspunkt locken, um es zu fangen

Trotz der großen Variation kommt es hier natürlich zwangsläufig zu Wiederholungen. Bereits in unserer mehrstündigen Anspielsession kamen einige Ziele doppelt vor. Dazu kommt, das wir neue Maps, Operatoren und Tech erst im Verlauf des Spiels mittels Erfahrungspunkten freischalten. Besonders am Anfang ist unsere Auswahl also beschränkt.

Pro Missionsziel haben wir je 15 Minuten Zeit, sodass eine komplette Runde nie länger als 45 Minuten dauert. Auf dem mittleren der drei Schwierigkeitsgrade haben wir durchschnittlich 20 Minuten gebraucht. Obwohl die Runden also schnell vorbei sind, fühlt sich das Spiel dennoch eher langsam an.

Denn methodisches Vorgehen ist wichtig. Bevor wir etwa einen Punkt verteidigen, schalten wir am besten Spawn-Nester in der Umgebung aus und stellen Barrikaden auf. Ist das Ziel erfüllt, suchen wir noch die Karte nach Munitionsreserven und Medkits ab, bevor wir uns in den nächsten Abschnitt wagen. Wer in Extraction also eher auf actionreiches Gameplay aus ist, wird vermutlich nicht wirklich auf seine Kosten kommen.

Neben den Nahkampf-Grunts bekommen wir es auch mit Feinden wie dem Bloater, der toxisches Gas freisetzt, oder dem Lurker zu tun, der sich und andere Aliens unsichtbar macht. Richtig fies ist der Tormentor, der sich durch den Boden bewegen und Raketengeschosse abfeuern kann. Neben den Nahkampf-Grunts bekommen wir es auch mit Feinden wie dem Bloater, der toxisches Gas freisetzt, oder dem Lurker zu tun, der sich und andere Aliens unsichtbar macht. Richtig fies ist der Tormentor, der sich durch den Boden bewegen und Raketengeschosse abfeuern kann.

Die Ökonomie mit den Operatoren

Zusätzlich zu den regulären Missionen gibt es auch das Ziel "Vermisst". Das taucht allerdings nur auf, nachdem wir einen Operator im Gefecht verloren haben. Geht ein Mitglied unseres Dreierteams zu Boden und kann nicht von den anderen zum Extraktionspunkt geschafft werden, wird der betroffene Operator nämlich in Stase versetzt und bleibt zurück. Dann steht uns der Charakter so lange nicht zur Verfügung, bis wir ihn oder sie gerettet haben.

Und selbst wenn wir Operatoren zurückgeholt haben, müssen sie sich danach erstmal ein paar Missionen erholen, bis sich ihre Lebenspunkte auffüllen. Erst dann stehen sie wieder zur Verfügung. Auch Operatoren, mit denen wir aus dem Einsatz zurückgekehrt sind, können manchmal verletzt sein und müssen dann aussetzen oder mit verringerter Lebensenergie in den Kampf ziehen.

Das passiert, wenn wir keine Operatoren mehr haben: Selbst wenn alle unsere Operatoren kampfunfähig oder "missing in action" sind, soll es eine Option geben, die uns dennoch weiterspielen lässt. Wie genau die aussehen wird, wurde noch nicht verraten.

Das verpasst dem Spiel eine interessante taktische Komponente, die dafür sorgt, dass wir uns nicht nur auf unseren Lieblingsoperator fokussieren können. Zudem hat jeder Operator auch eine eigene Spezialfähigkeit, die uns je nach Missionstyp einen Vorteil verschaffen kann. Pulse ist dank seines Herzschlagsensors etwa besonders geeignet für Missionen, wo wir Nester oder vermisste Personen aufspüren müssen. Ela dagegen kann mit ihren Grzmot-Minen Gegner betäuben und so dafür sorgen, dass wir auch ein alarmiertes Ziel mit dem Messer ausschalten können. Andere Operatoren wie Doc, der das Team heilen kann, sind immer nützlich. Grundsätzlich empfiehlt es sich, die Operatoren aufeinander und im Idealfall auch auf die unterschiedlichen Missionsziele abzustimmen.

In Extraction kann es auch schnell hektisch werden, wenn wir überrannt werden. Schaffen wir es nicht, bewusstlose Operatoren zum Extraktionspunkt zu bringen, gelten sie als vermisst. In Extraction kann es auch schnell hektisch werden, wenn wir überrannt werden. Schaffen wir es nicht, bewusstlose Operatoren zum Extraktionspunkt zu bringen, gelten sie als vermisst.

Dank des flüssigen Gameplays und guten Waffengefühls spielen sich die Runden in Rainbow Six Extraction rund und machen im Koop auch ordentlich Laune. Alleine mit Bots dürfte der Spaß aber merklich abfallen, besonders in den langsamen Abschnitten.

Die verschiedenen Missionsziele und Gegnertypen sorgen zumindest vorerst für genügend Abwechslung, um uns bei der Stange zu halten, auch wenn wir uns etwas mehr Story gewünscht hätten. Dank der kurzen Missionen kommt immerhin schnell ein "Ach, eine Mission geht doch noch"-Gefühl auf. Ob das auch für die Langzeitmotivation reicht, bleibt abzuwarten, lange dauert es bis zu unserem finalen Eindruck aber nicht mehr.

Denn Rainbow Six Extraction erscheint am 20. Januar 2022 für PS4, PS5, Xbox One und Xbox Series X/S.

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