"Er hat mir viel über Wohltätigkeit beigebracht" - Snape-Darsteller Alan Rickman "schmuggelte" kranke Kinder ans Set und gab sie als seine Cousinen und Freunde aus

Zum zehnten Todestag von Alan Rickman erinnern sich Weggefährten an einen Schauspieler, der weit mehr war als nur Professor Snape.

Ein Rückblick auf Alan Rickmans leben zeigt, wie der Schauspieler auch zehn Jahre nach seinem Tod immer noch Kollegen- und Freundeskreis bewegt. Ein Rückblick auf Alan Rickmans leben zeigt, wie der Schauspieler auch zehn Jahre nach seinem Tod immer noch Kollegen- und Freundeskreis bewegt.

Alan Rickman ist seit zehn Jahren tot – und doch tauchen immer wieder Geschichten auf, die zeigen, warum er bis heute so vielen Menschen fehlt. In einem bewegenden Rückblick des The Guardian erzählen Kolleginnen und Kollegen, was den Schauspieler abseits der Kamera ausmachte. Besonders eindrücklich sind dabei die Erinnerungen von Tom Felton.

"Wir sind alle gleich"

Felton, der über elf Jahre hinweg in den Harry Potter-Filmen an Rickmans Seite den Draco Malfoy spielte, beschreibt zunächst seine Ehrfurcht vor dem Schauspieler. Für ihn war Rickman der erste “echte Star“ am Set – noch vor Richard Harris oder Maggie Smith, die ihm als Kind überhaupt nichts sagten.

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Diese Distanz hielt allerdings nicht lange. Rickman habe sich nie über andere gestellt, erzählt Felton. Während viele Darsteller*innen ihr Essen in den Trailer geliefert bekamen, stand Rickman ganz selbstverständlich in voller Snape-Montur in der Kantine an – hinter Handwerkern, Setbauern und Kameraleuten.

Die stille Botschaft dahinter habe Felton erst Jahre später verstanden: Wir sind hier alle gleich.

"Er nannte sie seine Cousinen"

Am bewegendsten ist jedoch eine andere Erinnerung. Rickman brachte regelmäßig Besucher ans Set, die er gegenüber der Produktion als Freunde oder Verwandte ausgab. In Wahrheit handelte es sich oft um schwerkranke oder sterbenskranke Kinder und deren Familien.

Rickman wollte ihnen ermöglichen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen – und vor allem eines zu erleben: Professor Snape.

Felton beschreibt, dass Kinder keine Schauspielenden treffen wollen, sondern Figuren. Während er selbst die jungen Besucher freundlich begrüßte und sie damit eher verwirrte, schlüpfte Rickman sofort in seine Rolle. Er schnauzte sie an, wies sie zurecht, spielte den strengen Lehrer – zur sichtlichen Freude der Kinder.

Er selbst habe dabei nie gelächelt, schreibt Felton. Aber rückblickend sei er sich sicher: innerlich hat er es getan.

Ein Rückblick, den wir euch ans Herz legen

Der Guardian-Artikel versammelt noch viele weitere Stimmen, unter anderem von Sigourney Weaver, Brian Cox oder Kevin Smith, und zeichnet das Bild eines Menschen, den wir wohl alle gern in unserem Leben hätten.

Wer Alan Rickman nur als Snape kennt, sollte sich diesen Rückblick unbedingt im Ganzen anschauen.

Welche Filmfigur verbindet ihr am stärksten mit Alan Rickman?


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