Keine letzte Steam-Nachricht, einfach nichts: Spieler teilt traurige Geschichte um vermissten Koop-Partner - und Tausende können sie nachempfinden

Ein Steam-Spieler berichtet auf Reddit von seinem vermissten Koop-Freund – und viele teilen ihre eigenen Geschichten über Freundschaft, Verlust und Hoffnung.

Plattformen wie Steam sind oft mehr als eine Spielesammlung. Hier stecken richtige Geschichten hinter. Plattformen wie Steam sind oft mehr als eine Spielesammlung. Hier stecken richtige Geschichten hinter.

Manchmal verschwinden Online-Freunde einfach – ohne Abschied, ohne Erklärung. Ein Post auf Reddit zeigt, wie sehr solche Begegnungen nachhallen können. Zwischen Discord-Servern, Voicechats und Steam-Listen entstehen echte Freundschaften, aber manchmal endet der Kontakt so abrupt, dass nur noch ein letzter Login bleibt.

Contentwarnung: Dieser Artikel beschäftigt sich unter anderem mit Community-Posts rund um persönliche Probleme, Krankheit und Verlust.

Sieben Jahre Funkstille

Im Subreddit r/Steam teilte der Nutzer hallotest382 seine Geschichte über einen Mitspieler, den er seit mehr als siebeneinhalb Jahren nicht mehr gesehen hat. Der Freund habe ihm damals erzählt, dass er in großen Schwierigkeiten stecke – am nächsten Tag war er weg. Kein Logout, keine Nachricht, nichts.

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An dem Tag, an dem er zurückkehrt, werde ich so tun, als sei er nur für einen Tag weg gewesen – um ihn zu verwirren.

Der ehrliche, fast schon bittersüße Ton seines Posts löste eine Welle an Erinnerungen aus. Unter dem Thread erzählten Nutzer, was aus ihren eigenen Online-Freundschaften geworden ist – manche Geschichten endeten traurig, andere mit einem Happy End.

Geschichten, die berühren

Ein Nutzer erinnert sich an seinen Freund, der plötzlich verschwand – und Jahre später zurückkam:

Ich hatte einen Steam-Freund, bei dem es ähnlich war. Es stellte sich heraus, dass er von zu Hause rausgeworfen wurde, dann zur Schule ging, einen Job bekam und nach ein paar Jahren genug Geld für einen neuen PC gespart hatte. So ist das Leben.

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Andere berichten dagegen von Umständen, die kein Wiedersehen mehr zuließen.

Das hier ist der Steam-Account meines Bruders. Er ist am 20. Juli 2014 an Krebs gestorben. Sein letzter Login war meiner, um den PC zu säubern und die Festplatten zu formatieren. Ich vermisse ihn.

Und dann gibt es Geschichten, bei denen leider nur Zweifel bleiben:

Einer meiner ersten Steam-Freunde. Wir haben über ein Jahr lang täglich geredet. Am Release-Tag von Portal 2 wollten wir gemeinsam die Koop-Kampagne spielen. Er sagte, er habe Kopfschmerzen und müsse sich nach ein paar Stunden hinlegen. Seitdem ist er offline – 5150 Tage.

Die Antworten zeigen, wie sehr Gaming Menschen verbinden kann – und wie real diese Beziehungen werden, auch wenn sie digital beginnen. Viele schreiben, sie hätten noch alte Namen auf ihren Freundeslisten stehen, bei denen sie sich fragen, was wohl aus diesen Menschen geworden ist.

Posts, die auch an mir nicht vorbeigehen

Eigentlich wollte ich diese News recht neutral schreiben, aber leider kenne ich das Gefühl nur allzu gut, auch wenn die Freundschaft nicht online begonnen hat.

Während meines Studiums habe ich regelmäßig mit meinem besten Freund gezockt. Doch bedauerlicherweise geriet er irgendwann in finanzielle Schwierigkeiten und musste das Studium abbrechen. Danach schleppte er sich von Job zu Job und wurde zunehmend depressiver, auch wenn ich alles versucht habe, um ihm zu helfen.

Irgendwann zog er über Nacht zu seiner Schwester nach Berlin, ohne Adresse, nur ein kurzes Goodbye. Er wollte ein neues Leben beginnen. Das ist 15 Jahre her – auf meiner Freundesliste auf Steam und World of Warcraft steht er immer noch. Seit 5.400 Tagen Offline, aber nicht vergessen.

Ich hoffe, es geht ihm gut da draußen.

Habt ihr selbst schon Freundschaften durchs Gaming verloren – oder vielleicht jemanden nach Jahren wiedergefunden?


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