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The Elder Scrolls: Blades im Test - Skyrim Light oder stumpfer Grind?

Das Free2Play-Rollenspiel kombiniert minimales Basismanagement mit Dungeoncrawling. Aber fängt es auch das Elder Scrolls-Gefühl ein?

von Florian Zandt,
08.06.2020 18:00 Uhr

The Elder Scrolls: Blades im Test für Nintendo Switch. The Elder Scrolls: Blades im Test für Nintendo Switch.

Alle großen Elder Scrolls-Rollenspiele wie Morrowind, Oblivion oder Skyrim haben eines gemeinsam: Sie lassen uns freie Hand beim Erforschen ihrer Welten. Der neueste Ableger The Elder Scrolls: Blades geht einen eigenen Weg - technisch und inhaltlich.

Nicht nur, dass das Spiel zuerst für Android und iOS erschienen ist und so in Sachen Detailreichtum nicht mit dem Switch-Port von Skyrim mithalten kann. Auch die Freiheit wird im Action-RPG eingeschränkt. Statt eine offene Welt zu bereisen, erkunden wir auf Knopfdruck in sich geschlossene Dungeons. Und das soll noch Elder Scrolls sein?

Die Kämpfe sind der Kern von The Elder Scrolls: Blades und die dazugehörige Steuerung intuitiv und schnell erlernbar. Wenn die Prügeleien sich nur nicht so häufig wiederholen würden … Die Kämpfe sind der Kern von The Elder Scrolls: Blades und die dazugehörige Steuerung intuitiv und schnell erlernbar. Wenn die Prügeleien sich nur nicht so häufig wiederholen würden …

Zumindest die zugrundeliegende Story will den Vorgängern gerecht werden. Nach der überraschend umfangreichen Charaktererstellung landen wir als ehemaliges Mitglied der namensgebenden Klingen, der Ex-Leibgarde des Kaisers, in unserer alten Heimatstadt.

Diese liegt nach einer schief gelaufenen Steuereintreibung durch die Blutfallkönigin (einer orkischen Kriegsherrin) sowie einer folgenden magischen Explosion in Trümmern. Unser Job: Den wahren Grund für die Zerstörung herausfinden und unser Zuhause wiederaufbauen. Dabei treffen wir auf eine Handvoll interessante NPCs, die den ansonsten sehr gleichförmigen Spielablauf etwas erträglicher machen.

Kleine Abenteuer für die Mittagspause

Die Stadt ist allerdings nur auf den ersten Blick frei begehbar, denn eigentlich ist sie nur ein glorifiziertes Baumenü. Wir können diverse Quests annehmen und Upgrades wie eine Schmiede oder ein Alchemielabor zum Brauen von Heil- oder Manatränken errichten. Außerdem dürfen wir an vorbestimmten Punkten Dekorationen platzieren und kaputte Mauern und Tore reparieren, dadurch unsere Stadtstufe steigern und so neue Questgeber anlocken und Upgrades freischalten.

Stadt verschönern: Vorher Die eigene Stadt aufzuhübschen kann in The Elder Scrolls: Blades etwas Meditatives haben, auch wenn die Veränderungen zum großen Teil kosmetisch sind.

Stadt verschönern: Nachher Als Extramotivation hat das Team die Möglichkeit eingebaut, die Städte unserer Freunde besuchbar zu machen. Dieser Besuch beschränkt sich zwar auf einen Spaziergang, ist aber dennoch ein nettes kleines Feature.

Der Wiederaufbau unserer Heimat kostet nicht nur Gold, sondern auch Rohstoffe wie Kalkstein und Holz. Um das zu finanzieren, müssen wir uns durch für ein Handyspiel halbwegs hübsche, letztlich aber sehr eintönige Festungen, Ruinen, Wälder und Höhlen schlagen - im wahrsten Sinne des Wortes.

Denn mehr Interaktionsmöglichkeiten als Zuhauen bieten die jeweils etwa fünf- bis zehnminütigen einzelnen Quests nicht. Treffen wir auf einen der wackelig animierten Gegner, die von Spinnen über Skeever bis hin zu Trollen reichen, schaltet das Spiel in den Duellmodus. Dann schlagen wir mit unserer ausgerüsteten Waffe mit den Bumpern des Controllers von links oder rechts zu, blocken mit nach vorne gedrücktem Analogstick, oder setzen Zauber und Fähigkeiten ein.

Mit dem richtigen Timing sind auch kritische Treffer oder die Betäubung von Gegner beim Abwehren möglich. Ansonsten dürfen wir in den Dungeons nur herumliegende Ressourcen aufsammeln und vielleicht mal einen Geheimgang aufdecken, hinter dem sich eine Truhe mit zufällig ausgewürfelter Ausrüstung verbirgt.

In der Arena treten wir gegen andere Klingen in Online-Duellen an. Überraschung: Abwechslungsreicher als die normalen Kämpfe ist auch das nicht. In der Arena treten wir gegen andere Klingen in Online-Duellen an. Überraschung: Abwechslungsreicher als die normalen Kämpfe ist auch das nicht.

Grinden oder Geldbeutel rausholen

Haben wir genug Erfahrungspunkte gesammelt, steigen wir im Level und dürfen passive Talente wie mehr Schutz gegen Elementarschaden oder weitere aktive Fähigkeiten wie Doppelschläge und Zauber wie Feuerbälle erlernen. Wer etwas mehr Abwechslung sucht, kann sich im sogenannten Abgrund in Roguelike-Manier durch immer schwerere Ebenen kämpfen oder in der Arena online gegen andere Klingen antreten. Aber auch das wird schnell eintönig.

Vor allem deshalb, weil wir nach spätestens drei, vier Stunden auch die noch langweiligeren "Töte X Gegner"-Quests grinden müssen, um das Material für das nächste Haus oder das nächste Waffenupgrade zusammenzukratzen. Das lässt sich durch - Überraschung! - den Kauf von Truhen und Materialien mit Echtgeld-Edelsteinen etwas beschleunigen.

Für eine Handyspiel-Umsetzung ist der Fähigkeitenbaum relativ gut ausgebaut und in passive Talente, Zauber und aktive Fähigkeiten eingeteilt. Für eine Handyspiel-Umsetzung ist der Fähigkeitenbaum relativ gut ausgebaut und in passive Talente, Zauber und aktive Fähigkeiten eingeteilt.

Das typische Free2Play-Modell also: Entweder wir investieren Geld oder jede Menge Zeit, immerhin gibt es aber kein Pay2Win. Ob jedoch die tolle Soundkulisse und die in Ansätzen durchaus vorhandene Skyrim-Atmosphäre dafür auf Dauer motivierend genug sind, ist mehr als fraglich. Ein Glück: Weil das Spiel gratis ist, kann das jeder für sich ausprobieren, ob er mit der Grinderei etwas anfangen kann.

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