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The Pedestrian im Test - Der erste PS5-Held 2021 ist ein Strichmännchen

Mit The Pedestrian erscheint das erste PS4/PS5-Exklusivspiel im Jahr 2021, das uns im Test zum angestrengten Nachdenken angeregt hat und mit seinem Look aus der Masse der Knobelspiele hervorsticht.

von Dennis Michel,
01.02.2021 17:55 Uhr

The Pedestrian im GamePro-Test The Pedestrian im GamePro-Test

Falls ihr gerade voller Neugier auf den Test geklickt habt, jedoch nicht wirklich wisst, was euch hier erwartet, lasst es uns kurz erklären. Mit The Pedestrian ist Ende Januar das erste konsolenexklusive Spiel des Jahres für PS4 und PS5 im PS Store aufgeploppt. Wir hatten es aufgrund seiner doch recht ungewöhnlichen 2,5D Strichmännchen-Optik schon länger auf dem Wunschzettel - und vielleicht auch, weil wir von interessanten Rätselspielen einfach nicht genug bekommen können.

Nichts anderes als das ist The Pedestrian nämlich. Euch erwartet ein kreatives Knobelspiel mit minimalistischen Plattformelementen, aber ohne nennenswerte Story und sonstigem Schnickschnack, das unser Gehirn in gut fünf Stunden Spielzeit wieder aus dem Winterschlaf geholt hat.

Knobelspaß im Schilderwald

Der große Clou am Spiel ist, dass wir uns mit einem kleinen schwarzen Strichmännchen durch einen 2D-Schilderwald rätseln. Als Kulisse dienen die Straßenschluchten einer amerikanischen Großstadt, die im Hintergrund in 3D dargestellt wird und insgesamt einen wirklich schicken Eindruck macht. Doch die Optik ist in The Pedestrian als Rätselspiel natürlich nebensächlich, auf die kreative Puzzelei kommt es schließlich an.

Aller Anfang ist leicht. Verbinden wir die beiden Schilder, stapft unser Strichmännchen von einem Schild ins andere. Aller Anfang ist leicht. Verbinden wir die beiden Schilder, stapft unser Strichmännchen von einem Schild ins andere.

Wie funktionieren die Knobeleinlagen? Oberstes Ziel unseres innerhalb der Schilder und Hinweistafeln wandelnden Fußgängers ist stets eine mit Pfeilen markierte Tür, die uns ins nächste Knobelareal bringt. Um die zu erreichen, müssen wir meist fünf bis sechs Schilder so anordnen, verbinden und in Plattformermanier durch sie hindurch hüpfen, dass wir den Ausgang erreichen. Sind die Straßenschilder korrekt verbunden, rennen wir entweder durch eine nun geöffnete Tür ins nächste Schild oder klettern via Leiter hinein.

Was hier recht simpel klingt und auch recht einfach startet, verlangt uns im Verlauf des Spiels alles ab. Da müssen wir Laserbarrieren umgehen, Schlüssel finden um verschlossene Türen zu öffnen, Kästen durch die Schilder schieben um auf eine höhere Ebene zu gelangen, Portale korrekt platzieren und, und, und. Vorausschauendes und räumliches Denken sind hier der Schlüssel zum Erfolg.

Wer zwischen den einzelnen Rätselarealen Abwechslung in Form einer Geschichte sucht, der wird abseits des Environmental Storytellings allerdings nicht fündig. So wissen wir zwar durch die wechselnden Schauplätze, dass unser Männchen versucht, dem Großstadttrubel zu entkommen, wirklich präsent ist all das aber nicht.

Recht schnell steigt der Anspruch und wir müssen Schilder verschieben, mit Objekten in der richtigen Reihenfolge interagieren und tödlichen Laserfallen aus dem Weg gehen. Recht schnell steigt der Anspruch und wir müssen Schilder verschieben, mit Objekten in der richtigen Reihenfolge interagieren und tödlichen Laserfallen aus dem Weg gehen.

Einzig mit cinematischen Kameraschwenks von einem Schild zum nächsten werden wir durch die 3D-Umgebungen geführt. Das schaut im Spiel dann so aus, dass die Sicht beispielsweise entlang einer U-Bahn-Station raus auf eine Großstadt-Kreuzung schwenkt, wenn wir durch eine Ausgangstür im Schild gestapft sind. Alles ohne Ladezeiten und in einem Guss. Störend fanden wir nur, dass wir für den Schwenk stets die Richtungstaste gedrückt halten mussten. Das aber nur als kleine Auffälligkeit im Spieldesign.

Ohne Hilfen durchgerätselt

Die zwar simpel aufgebauten, über die Spieldauer jedoch immer knackiger werdenden Schilderrätsel haben uns im Großen und Ganzen gut gefallen. Auch die Rätselfans bestens bekannten Momente, in denen man sich nach der Lösung einer scheinbar unmöglichen Aufgabe vorkommt wie der schlauste Rätselfuchs der Welt, haben uns durchgängig motiviert.

Mit Genre-Highlights wie einem The Witness kann sich The Pedestrian aber nicht messen. Dafür ist zum einen die Inszenierung zu schwach, aber auch das Rätseldesign nicht abwechslungsreich genug. In seinem Schilderkosmos macht das Spiel viel richtig und kommt mit einer wirklich kreativen Idee daher, die große Genialität in Rätselform haben wir aber nicht gefunden.

Tech-Check und DualSense-Features: Beim technischen Zustand von The Pedestrian können wir uns kurzfassen. Das Spiel läuft sowohl auf PS4 als auch auf PS5 einwandfrei. Probleme bezüglich Bugs sind uns keine begegnet.

Cool ist, dass die PS5-Version das Rumble-Feature des DualSense sinnvoll nutzt. So spüren wir in unseren Händen, wie das kleine Strichmännchen durch den metallischen Schilderwald rennt. Schade ist hingegen, dass das Potenzial des Touchpads nicht ausgereizt wird. Zwar können wir durch Streichen den Mauszeiger bewegen, das Verbinden der Schilder ist so jedoch nicht möglich.

Aber das soll nicht negativer klingen als es ist. Schließlich wird das Strichmännchenkonzept clever durchgezogen und trägt die Rätselei über die vollen fünf Stunden. Die letzten Spielminuten kommen sogar mit einem Spin daher, den wir euch aber nicht verraten wollen. Nur so viel: Es würde uns wundern, wenn euch kein "Oho!" über die Lippen geht.

Damit es hier weitergeht, müssen wir erst mehrere Objekte in anderen Rätselarealen finden. Damit es hier weitergeht, müssen wir erst mehrere Objekte in anderen Rätselarealen finden.

Bevor ihr euch jetzt an die Rätsel macht, müssen wir eine wichtige Sache aber noch ansprechen. Wo die einen sagen "ist auch besser so", könnten die anderen abgeschreckt werden beziehungsweise frustriert die Flinte in den Schilderwald werfen.

The Pedestrian kommt komplett ohne Hilfen bzw. einer Tipp-Funktion daher. Zwar werden die wenigen Controllereingaben zum Start des Spiels gut erklärt und auch die Lernkurve ist angemessen, steckt ihr aber an einem Rätsel fest, dann hilft nur der Walkthrough auf YouTube. Hier wäre ein optionaler Rettungsanker oder gar eine limitierte Skip-Funktion sicher die bessere Wahl gewesen.

Könnt ihr euch aber damit arrangieren, liefert The Pedestrian das, wofür wir kleinere Indieprojekte so sehr lieben. Es trumpft mit einer kreativen Idee und einer ganz speziellen Optik auf, die wir in der Form noch nicht gesehen haben, und hebt sich so von der Masse an Rätselspielen ab. Seid ihr Rätselfans und habt noch ein paar Euro im recht Highlight-armen Jahresbeginn über, dann habt ihr hier unsere volle Empfehlung.

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