Als The Witcher 3 vor mittlerweile sieben Jahren auf der Nintendo Switch erschien, glich das einem kleinen technischen Wunder. Um das riesige Rollenspiel auf den schon etwas älteren Handheld zu bringen, bedurfte es zwar etlicher Kompromisse, aber es funktionierte.
Und auch der Switch 2-Port von Cyberpunk 2077 hat eindrucksvoll gezeigt, was sich alles aus der im Vergleich zu den stationären Konsolen schwachen Hardware herausholen lässt.
In eine ähnliche Kerbe schlägt jetzt das Remaster vom dritten Hexer-Abenteuer für die Switch 2. Es liefert ein eindrucksvolles Grafik-Upgrade, das allerdings auch einen offensichtlichen Makel hat.
Die Switch 2 macht technisch fast alles besser
Zuerst einmal zum Offensichtlichen. Die Optik macht allein aufgrund der im Vergleich zur ersten Switch weitaus leistungsfähigeren Switch 2-Hardware einen gigantischen Sprung.
Also in wirklich jeglicher Hinsicht:
- Texturen sind viel höher aufgelöst
- die Beleuchtung wirkt ein gutes Stück realistischer
Trotz gleicher Tageszeit wirkt die Beleuchtung im Switch 1-Original, als wäre ein Dunstschleier drübergezogen, Farben wirken zudem weitaus gesättigter. Im Remaster erscheint die Spielwelt heller, einladender und viel glaubwürdiger schattiert.
- der Detailgrad der Umgebung und der Charaktere wurde erhöht
Die Switch 1 schlägt sich wacker, aber vor allem die Vegetation wirkt feiner und detailreicher, genau wie das Hausdach. Die Rüstungen und Waffen sind zudem besser texturiert.
Es ist einfach offensichtlich, dass zwischen den beiden Versionen eine ganze Generation liegt. Und dass die Switch 2-Portierung auf dem technisch verbesserten Remaster beruht, das auch für PS5, Xbox Series X|S und PC erscheint.
In dieser Szene zeigt sich beispielsweise auch im Vergleich zur PS4 Pro-Fassung, dass im Remaster zusätzliche Vegetation dargestellt und sogar auf größerer Distanz realistisch schattiert wird:
In dem Beispiel zeigt sich zudem die viel höhere Lichtausbeute, die glaubwürdige Schattenverläufe entstehen lässt. Beispielsweise wirken die Silhouetten der Pferde nicht so hart, sondern angenehm weich. Details in der Umgebung wie Felsen wurden außerdem komplexer modelliert und die Weitsicht stark erhöht. Letzteres sorgt dann auch dafür, dass es viel weniger Pop-In gibt.
Kurzum: Das schaut alles verdammt gut auf der Switch 2 aus!
11:16
The Witcher 3 Remaster: Das steckt im Gratis-Upgrade!
Vor allem dann in Kombination mit dem neuen HDR-Support, der ein kontrastreiches Bild liefert. Allerdings sei dabei gesagt, dass es sich wohl nicht um eine komplette HDR-Neuentwicklung, sondern eine SDR-Konvertierung handelt, ähnlich wie beispielsweise bei Metroid Prime 4.
Soll heißen: Als Basis für die angestrebten Spitzenhelligkeiten werden die Farbdaten von Bildelementen genutzt. Das führt zum Beispiel dazu, dass der weiße Marmor in Beauclair so hell Licht abstrahlt, wie in anderen Spielen Lampen.
Im Umkehrschluss werden dunkle Flächen aber eben auch schön dunkel dargestellt, wodurch der hohe Kontrast entsteht. In dunklen, verregneten Nächten schafft es der Titel auch gern mal auf 0 Nits, also einen richtig guten Schwarzwert.
Echtes, von Grund auf neu entwickeltes HDR wäre sicher dennoch die bessere Variante gewesen, um die Helligkeitsabstufungen realistischer erscheinen zu lassen, für eine Konvertierung ist das aber dennoch ein solides Ergebnis!
Auf der zweiten Seite des Artikels geht es weiter mit den zuvor angesprochenen Kritikpunkten und dem Handheld-Modus.

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