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Too Human im Test - Review des Xbox 360-Rollenspiels

Fehler sind menschlich. In Too Human verkörpert ihr zwar einen Gott, trotzdem strotzt das Spiel nur so vor Design-Mängeln. Hier der ausührliche Test.

von Gamepro Redaktion,
01.09.2008 16:30 Uhr

Den Zusatz »Rollenspiel« verdient sich das auf Action getrimmte Too Human eigentlich kaum. Weder Story noch Spielwelt und Charaktere schaffen es, euch in eine glaubwürdige Welt hineinzuziehen. Ihr seid Baldur, Sohn von Odin, dem Hauptgott der nordisch- germanischen Mythologie. Baldur ist eine wahre Kampfmaschine und hat sich als Krieger bei den Asen einen Namen gemacht. So werden die in der Himmelsstadt Asgard hausenden Götter genannt. Entwickler Silicon Knights (Eternal Darkness) verfrachtet die nordischen Sagen kurzerhand in ein Science-Fiction- Szenario und erzählt eine reichlich verworrene Story. Die Kurzform: Durch eine List des bösen Loki wurde Baldur vom eigenen Bruder umgebracht, und seine Frau Nana, beging vor Trauer Selbstmord. Jetzt ist Baldur wieder da – und stellt sich Lokis Tochter entgegen, die aus Rache alle Asen auslöschen will. Nordische Götter wie Thor, Heimdall oder Freya, deren komplexe Beziehungen untereinander, ein Auftritt von Grendel aus dem altenglischen Epos »Beowulf «, minutenlange Zwischensequenzen – wer bei Too Human durchblicken möchte, muss voll bei der Sache sein. Oder viel Hintergrundwissen mitbringen. In den meisten Cutscenes passiert außer Palaver zwar nichts, dank solider deutscher Synchronisation klingt das Gerede aber wenigstens gut.

Viel Action

Die Handlung ist also – wenn wir ehrlich sind kein – Glanzstück. Ist im Grunde aber egal, denn der Hauptbestandteil von Too Human sind die Kämpfe gegen allerlei futuristische Roboter-Gegner. Nach der Wahl der Charakterklasse (siehe Kasten) findet ihr euch in frei begehbaren 3D-Levels wieder. Auf eine Karte müsst ihr allerdings verzichten, also heißt die Devise: Da, wo frische Monster sind, wird’s schon weitergehen. Mit Schwertern, Hämmern und Stäben für den Nahkampf sowie Pistolen oder Blaster-Gewehren für Distanzangriffe rückt ihr der feindlichen Brut auf die Metall-Pelle. Ihr steuert Baldur mit dem linken Analog-Knüppel, mit dem rechten Stick visiert ihr den Feind an und schlagt zu. Die hinteren Schultertasten sind für primäre und sekundäre Fernwaffen zuständig. Per »A«-Knopf springt Baldur, mittels »B«-Taste rollt er sich ab, und »X« löst einen Kampfschrei aus, der den Feind einschüchtert und eigene Truppenmitglieder stärkt. Je nachdem, wie ihr den rechten Stick mit Laufrichtung und Sprung- Taste kombiniert, führt ihr andere Nahkampfmanöver aus. Ihr könnt eure Gegner zum Beispiel per Wirbelattacke in die Luft schleudern, gleitenderweise auf einen entfernten Metall-Feind zusteuern oder den Widersacher mit einem harten Angriff zu Boden werfen. Mit jedem Treffer füllt sich eure Kombo-Leiste auf. Ist sie voll, löst ihr mit der »RB«-Taste den »Zerstörer « aus – eine extrem kraftvolle Attacke, die allen Widersachern im näheren Radius ordentlich Schaden zufügt. Nett: Die Zerstörer dürfen auf »Vorrat« gehamstert und erst dann eingesetzt werden, wenn ihr sie wirklich braucht. Neben fortgeschrittenen Nahkampftechniken sind auch spektakuläre »Finisher« möglich, gegen die eure Kontrahenten so gut wie chancenlos sind.

Im Fernkampf stehen euch dagegen nicht ganz so viele Kniffe zur Verfügung: Mit dem rechten Stick wählt ihr einen Gegner aus, der dann von einem Zielkreis markiert wird. Anschließend ballert ihr einfach drauflos. Das klingt alles sehr kurzweilig, ist tatsächlich aber ein eher zweifelhaftes Vergnügen. Das liegt einerseits an der überladenen, wenig intuitiven Steuerung sowie der ungenauen Kameraführung, die im Kampfgetümmel gerne mal unvorteilhafte Einstellungen wählt, anderseitzs an dem repetitiven Spielablauf und den wenigen unterschiedlichen Gegnertypen. Ihr schnetzelt euch nämlich durch Scharen der immer gleichen Monster: Kaum ist die eine Welle abgewehrt, schwappt auch schon die nächste herein. Mehr als eine Handvoll unterschiedlicher Feinde bekommt ihr in Too Human nicht zu Gesicht. Zwar landet ihr am Ende der vier Kampagnen-Abschnitte jeweils bei einem Endboss, doch die Viecher sind keine allzu harten Nüsse. Obendrein enttäuscht das Design der Obermotze ebenso wie das der Standard-Gegner.

Ein weiterer Design- Schnitzer erwartet euch beim Ableben des Helden: Segnet Baldur das Zeitliche, könnt ihr euch ruhig zurücklehnen oder einen Kaffee holen, denn dann schwebt eine Cyber-Walküre herab und befördert euch nach Walhalla. Diese ellenlange Sequenz kann nicht abgebrochen werden. Sehr nervig, da der Schwierigkeitsgrad stetig anzieht und ihr immer wieder mal zu Boden geht, vor allem später.

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