In Zeiten von immens hohen RAM-Kosten ist jedes Gigabyte Gold wert. Vor allem, wenn man es kostenlos "geschenkt" bekommt. So wie dieser PC-Käufer, der einfach mal 50 Prozent mehr RAM in seinem Komplett-PC geliefert bekam, als er ursprünglich kaufen wollte.
Fertig-PC kommt mit 48 Gigabyte Arbeitsspeicher statt 32 Gigabyte
Der Redditor phwa1 hat sich einen neuen PC gegönnt. Im Gehäuse stecken eine Ryzen 7600X3D-CPU sowie eine Geforce RTX 5070-Grafikkarte für ordentlich Spieleleistung. Zusätzlich ist eine 2 Terabyte-SSD verbaut und auf der Verpackung sind eigentlich auch noch 32 Gigabyte RAM ausgewiesen:
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Beim Einrichten ist dem PC-Käufer aber aufgefallen, dass zwei 24 Gigabyte-Sticks im Rechner stecken und nicht zwei Riegel mit jeweils 16 Gigabyte. Er hat also 50 Prozent mehr RAM erhalten als ursprünglich beworben wurde.
Und das zahlt sich in der heutigen Zeit, in der RAM-Preise massiv in die Höhe geschossen sind, mal so richtig aus.
Stand heute (dem 4. Februar 2026) kostet ein 48 Gigabyte-Kit in etwa 600 Euro, liegt also exakt zwischen den gängigen Preisen für 32 Gigabyte und 64 Gigabyte. Dementsprechend scherzen auch die Kommentierenden:
„Verkauf den RAM und hol dir davon noch einen weiteren PC.”
... heißt es beispielsweise. Einige User gehen sogar davon aus, dass sich der frischgebackene PC-Besitzer davon ein Haus auf dem Land kaufen könne. Was natürlich schwer übertrieben ist.
39:01
3.000€ für eine Grafikkarte? Die Hardware-Krise ist zurück – und sie ist schlimmer!
In einem weiteren Kommentar findet sich wohl auch der Quell des Fehlers: Bei dem Rechner handelt es sich um einen 1.500 Dollar teuren G728-Komplett-PC von der amerikanischen Fachhandelskette Microcenter.
Der Computer wird auf der Firmenwebseite mit 32 Gigabyte beworben, bei der Abholung steckten aber häufiger 48 Gigabyte im PC, wie andere User bestätigten. Angeblich seien dem Unternehmen die 16 Gigabyte-Sticks ausgegangen sind, weshalb zum Upgrade gegriffen wurde.
Bei phwa1 wurde letztendlich einfach nur vergessen, ein neues Label am Karton anzubringen, das auf das Upgrade hinweist.
Macht das Upgrade den PC wirklich grundlegend besser? Oder vielleicht sogar schlechter?
In den Kommentaren gibt es zwar viele User, die zum kostenlosen Upgrade gratulieren, einige schreiben aber auch, dass sie 48 Gigabyte als Speichermenge für RAM fast schon "kriminell" finden, da es nicht zum üblichen Verdopplungsschema passt.
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Aber gibt es handfeste Gründe nicht zu 24, 48 oder 72 Gigabyte zu greifen? Naja... Jein. Ursprünglich waren die ungewöhnlichen Größen vergleichsweise teuer in der Produktion, weshalb der preisliche Vorteil gegenüber der nächsten Standardgröße gering ausfiel. Zudem gab es zum Launch der 12er-Schritte noch Probleme mit der Stabilität, die mit der Zeit stetig ausgeräumt wurden.
Der Technik-Experte Jason Langevin (JayzTwoCents) spricht in einem RAM-Ratgeber darüber hinaus davon, dass der Memory Controller in der CPU, der die Schreib- und Lesevorgänge steuert, stärker von den außergewöhnlichen RAM-Größen beansprucht wird. Der Memory Controller entwickelt somit mehr Hitze und bietet daher weniger Spielraum für Übertaktung.
Die Technik ist mit der Zeit aber kontinuierlich gereift, passt – abseits des KI-Booms – immer besser in die Preisgestaltung bei RAM-Riegeln und die höhere Speichermenge sollte für Käufer*innen eher einen Anreiz darstellen als höheres Übertaktungspotenzial.
Übrigens habe auch ich zu einem 48 Gigabyte-Kit gegriffen und kann in Sachen Stabilität und Kapazität nicht meckern:
Was bringt die höhere RAM-Menge eigentlich?
Fragt sich nur noch, was phwa1 mit dem ganzen RAM anstellt. Das bleibt im Reddit-Thread aber offen. Ganz grundsätzlich helfen die 16 zusätzlichen Gigabyte im Alltag beim gleichzeitigen Ausführen vieler Apps. Immerhin befinden sich darunter mittlerweile ja echte Speicher-Killer:
Wobei dafür aber eigentlich auch 32 Gigabyte locker ausreichen, genau wie beim Gaming. Spannender wird es da schon bei RAM-intensiven Anwendungen wie Videobearbeitung, Fotobearbeitung, 3D-Modellierung oder virtuell aufgesetzten Maschinen.
Falls sich phwa1 daran versuchen möchte, hat er also einen absoluten Glückgriff gelandet. Falls nicht, dann hat er immer noch das wohl günstigste RAM-Upgrade erhalten, das man derzeit haben kann.
Seid ihr mit eurem RAM schon einmal ans Limit gekommen? Oder habt ihr immer ausreichend vorgesorgt?
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