Wenn es nach HP geht, kauft ihr bald keine Hardware mehr, sondern mietet sie einfach nur noch. Ein bisschen so wie beim Handyvertrag, wo es ein Smartphone dazu gibt – nur, dass ihr dann am Schluss das Gerät nicht behalten dürft, sondern wieder zurückschicken müsst. Schöne, neue Welt.
HPs Reaktion auf RAM-, SSD- und Hardwarekrise: Geräte im Abo mieten
Bisher gibt es den Abo-Vorstoß von HP zwar erst einmal nur in den USA, aber es kann natürlich sein, dass die Idee irgendwann auch zu uns nach Deutschland herüberschwappt. Angesichts stetig steigender Hardwarepreise (vor allem bei GPUs, SSDs und Arbeitsspeicher, "KI"-Blase sei Dank) klingt das vielleicht auch erstmal gar nicht so verkehrt.
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3.000€ für eine Grafikkarte? Die Hardware-Krise ist zurück – und sie ist schlimmer!
Statt selbst gleich mehrere Tausend Euro in einen Kauf zu investieren, kann man in den USA für deutlich weniger Geld im Monat zum Beispiel einen Gaming-Laptop abonnieren. Aber wie so oft bei Abo-Verträgen hapert es hier gewaltig am Kleingedruckten.
Ihr könnt den Vertrag nämlich nicht einfach so nach ein paar Monaten wieder kündigen, falls ihr das wollt. Stattdessen werden bei einem früheren Ausstieg Ausgleichszahlungen fällig, die zusammengenommen dann doch schnell wieder in den Bereich dessen vordringen, was ihr für das ganze Gerät zahlen müsstet. Nur eben mit dem Haken, dass ihr das Gerät dann am Schluss nicht besitzt, obwohl ihr so viel Geld dafür gezahlt habt.
Ihr könnt auch nicht einfach so mal eben einen Teil der Hardware upgraden, wie es mit einem eigenen PC gehen würde. Zumindest nicht bis zum Ende der Vertragslaufzeit. Nach 12 Monaten geht das durchaus, ihr könnt dann nämlich einfach ein neueres, besseres Modell bekommen und mit dem Abo weitermachen.
Die Sache hat aber natürlich nicht nur Nachteile wie die hohen Kosten und dass euch trotzdem am Ende nichts gehört, es gibt auch ein paar Vorteile. Beispielsweise habt ihr garantierten 24/7-Support und somit theoretisch immer ein aktuelles Gerät, das auch funktioniert. Ihr müsst euch um nichts kümmern, zahlt aber eben auch sehr viel für diese Sorglosigkeit.
Wie zum Beispiel WCCFTech vorrechnet, gelangt ihr mit dem Abo-Modell aber eben teils schon nach 15 Monaten insgesamt zu Kosten, für die ihr euch den Laptop auch hättet kaufen können.
Das Ganze lohnt sich also nur, wenn ihr wirklich viel Wert darauf legt, stets mit aktueller Hardware spielen zu können und es euch weder etwas ausmacht, diese Hardware nicht zu besitzen, noch mehr dafür zu bezahlen. Gleichzeitig erkauft ihr euch mit dem zusätzlichen Geld aber natürlich auch ein Stückchen Seelenfrieden, weil ihr euch einfach um nichts mehr kümmern müsst.
Konsolen können teilweise auch hier schon gemietet werden und auch im Business-Bereich gibt es wohl bereits ähnliche Lösungen. Wir sind gespannt, ob es solche Abos bald auch flächendeckend für Gaming-PCs in Deutschland gibt.
Falls ja: Würdet ihr so ein Abo abschließen? Aus welchen Gründen wärt ihr dafür oder dagegen?
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