Aktuelle Xbox Game Pass-Abozahl zeigt, wie krass Microsoft das selbst gesteckte Ziel für Juli 2026 verpasst hat

Im offiziellen Statement zu den aktuellen Entlassungen bei Xbox, hat Chefin Asha Sharma auch das fehlende Wachstum des Game Pass angesprochen. Eine Zahl verdeutlicht jetzt die Ausmaße.

Der Game Pass sollte das große Asset von Xbox werden, entwickelte sich aber nicht so wie erhofft. Der Game Pass sollte das große Asset von Xbox werden, entwickelte sich aber nicht so wie erhofft.

Microsoft hat kürzlich bekannt gegeben, dass in der Xbox-Sparte bis Ende nächsten Jahres über 3000 Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren werden, vier Studios werden zudem verkauft bzw. wieder zu unabhängigen Studios.

Zu den Gründen sagte Xbox-CEO Asha Sharma unter anderem, dass das derzeitige Geschäft "nicht gesund" sei und man sich in den vergangenen Jahren sehr auf den Game Pass verlassen habe. Dieser sei aber nicht so gewachsen wie erhofft.

Video starten 3:11 Xbox Game Pass - Video zeigt die wichtigsten Funktionen des Spiele-Abo-Service

30 Millionen vs. 77 Millionen erhoffte Millionen

Eine aktuell aufgetauchte Abozahl zeigt sehr gut, wie massiv Xbox die eigens gesteckten Ziele für den Game Pass verfehlt hat. Denn wie ein aktueller Report des Wall Street Journals behauptet, hat der Game Pass derzeit etwa 30 Millionen Abonnent*innen. Diese spülen zwar regelmäßig Geld in die Kassen, offenbar hatte Microsoft aber mit einer deutlich größeren Abozahl gerechnet.

Denn im Rahmen der Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft war ein Dokument aufgetaucht, in dem Microsofts Prognosen bzw. Hoffnungen für den Game Pass aufgelistet sind.

Die Hoffnung für den Juli 2026 lautete: 77 Millionen Abonnent*innen. Sollten die vom Wall Street Journal kolportierten 30 Millionen Abos also stimmen, hätte der Game Pass derzeit weniger als halb so viele als von Microsoft erhofft.

Mehr noch: Wie Polygon schreibt, sagte der ehemalige Xbox-Chef Phil Spencer damals bei der Anhörung zu diesen Zahlen, dass Microsoft aus dem Gaming-Geschäft aussteigen würde, sollten bis zum 1. Juli 2026 nicht 40 Millionen Game Pass-Abos erreicht worden sein.

Auch wenn das nun offenbar nicht passiert, zeigt es sehr gut, unter welchem Druck Microsoft bezüglich des Game Pass steht – und dass der Service deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist bzw. immer noch bleibt. Phil Spencers Vision, den Game Pass zum "Netflix für Spiele" zu machen, ist bislang nicht aufgegangen und hat die Xbox-Sparte besonders nach der fast 70 Milliarden teuren Übernahme von Activision Blizzard in die Bredouille gebracht.

Der Game Pass startete im Juni 2017 auf der Xbox One. Der Spieleservice gewährt über einen monatlich gezahlten Pauschalbetrag Zugriff auf einen Katalog von mittlerweile mehreren hundert Spielen. Microsoft passte im Laufe der Jahre die Preise und unterschiedlichen Abostufen immer wieder an, hielt sich mit Zahlen aber zurück.

Die letzte offizielle Abozahl gab man Anfang 2024 heraus, damals hatte der Service 34 Millionen Abonnent*innen. Wie Microsoft später selbst zugab, sorgten die Preiserhöhungen von Ende 2025 für mehrere Millionen gekündigte Abos – weswegen die im Raum stehenden 30 Millionen durchaus der Wahrheit entsprechen können.

Hättet ihr gedacht, dass zwischen den Zielen und der Realität des Game Pass' (offenbar) eine derart große Lücke klafft oder überraschen euch diese Zahlen dann doch?


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