Zelda Ocarina of Time: Director verteidigt Remakes und meint, dass wir im Endeffekt alle etwas davon haben

Gibt es zu viele Remake? Nein, findet zumindest Shigeru Miyamoto.

Nintendos Shigeru Miyamoto verspricht sich von Remakes vor allem positive Effekte für ein Franchise. Nintendos Shigeru Miyamoto verspricht sich von Remakes vor allem positive Effekte für ein Franchise.

Mit dem Remake zu Zelda: Ocarina of Time wird die Liste mit modernen Neuauflagen alter Klassiker wieder länger. Für manche Gaming-Fans konzentriert sich die Branche zu stark auf Nostalgie und verschenkt damit potenzielles Budget für neue und frische Ideen. Zelda-Schöpfer Shigeru Miyamoto sieht das offenbar anders.

“Viele Leute wachsen aus dem Hobby heraus"

In der aktuellen Jubiläumsausgabe des japanischen Print-Magazins Famitsu wurde unter anderem auch der legendäre Entwickler interviewt, der bereits an Super Mario, Zelda und vielen mehr maßgeblich beteiligt war. 

Da allein in diesem Jahr mit Star Fox und Ocarina of Time zwei große Nintendo-Remakes für die Switch 2 auf dem Programm stehen, scheint die Frage nach der Bedeutung von Neuauflagen naheliegend.

Video starten 1:38 Zelda: Ocarina of Time - Erster Teaser bestätigt das Remake für Nintendo Switch 2

Miyamoto sieht es allerdings nicht so pessimistisch wie einige Fans und kann dem Ganzen – im Gegenteil – viel Positives abgewinnen (via Nintendoeverything):

“Manche Menschen mögen sagen, dass es viele Remakes gibt, aber nach fünf Jahren wachsen viele Leute aus dem Hobby heraus und hören auf zu spielen.”

Außerdem haben “junge Menschen von heute nicht mehr die Möglichkeit, Spiele von vor 10 Jahren zu spielen”. Remakes machen Klassiker daher besser spielbar. Das habe dann auch wiederum positive Auswirkungen auf “zukünftige Entwicklungen”, meint Miyamoto, und genau darauf würde Nintendo in letzter Zeit aktiv abzielen.

Damit hat er sicherlich einen Punkt, immerhin dürften mit Remakes wie Zelda: Ocarina of Time auch neue (kleine) Fans viel Spaß haben, was langfristig wiederum auch zukünftigen Teilen der Reihe mehr Interesse und damit höhere Verkaufszahlen bescheren dürfte.

Wie die Zeit vergeht

Sein Beispiel mit 10 Jahre alten Spielen wirkt allerdings etwas merkwürdig, immerhin sprechen wir dann fast von Zelda: Breath of the Wild, das 2017 für die Nintendo Switch erschien und nach wie vor sehr einfach zugänglich ist.

Möglicherweise hat er sich hier aber auch einfach beim spontanen Antworten unterschätzt, wie schnell die Zeit doch vergeht. Wenn ich an 10 Jahre alte Spiele denke, bin ich jedenfalls auch nicht bei der Nintendo Switch, sondern denke eher an die PS3 – bis ich dann schockiert merke, welches Jahr wir aktuell haben.

Wann der nächste neue Hauptteil von The Legend of Zelda erscheint, wissen wir aktuell noch nicht. Abseits von einigen vagen Interview-Aussagen verschiedener Nintendo-Devs gibt es bisher keine konkreten Ankündigungen.

Allerdings dürfte es bei dem Erfolg der Reihe nur eine Frage der Zeit sein, bis die Switch 2 ihr erstes eigenes Zelda bekommt und bis dahin ist das Ocarina of Time-Remake ja zumindest ein (hoffentlich) guter Zeitvertreib.

Was denkt ihr: Seht ihr es wie Miyamoto und seht vor allem einen positiven Effekt von Remakes oder hättet ihr lieber weniger Nostalgie und dafür mehr neue Ideen in der Gaming-Welt?


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