The Legend of Zelda: Ocarina of Time gehört zu den beliebtesten Spielen, die jemals das Licht der Welt erblickt haben.
Auf der Direct im Juni 2026 hat Nintendo endlich eine Neuauflage bestätigt, die noch in diesem Jahr für die Switch 2 erscheinen soll. Ich persönlich hoffe, dass sich das Remake nicht sklavisch an das Original hält, sondern sich auch ein paar Freiheiten und Anpassungen traut.
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Zelda: Ocarina of Time - Erster Teaser bestätigt das Remake für Nintendo Switch 2
Remake ist nicht gleich Remake
Wenn es darum geht, einen alten Spieleklassiker neu aufleben zu lassen, gibt es für Entwicklerstudios mehrere Möglichkeiten. Denkbar wäre etwa ein Remake, das sich spielerisch sehr genau an das Original hält und entweder keine oder nur ganz wenige Änderungen abseits der Grafik vornimmt.
Ein gelungenes Beispiel für diesen Ansatz wäre etwa das Demon’s Souls Remake für die PS5. Entwickler Bluepoint hat zwar die Präsentation und Technik massiv überarbeitet, das spielerische Grundgerüst ist aber nahezu unangetastet und basiert sogar zu Teilen noch auf dem Code des Originals.
Das Spielerlebnis war also ziemlich exakt das, was auch die PS3-Version zu bieten hatte – bis hin zu alten Bugs und Glitches, die auch auf der PS5 "bestaunt" werden konnten.
In diesem Stil haben wir bereits Ocarina of Time 3D für den Nintendo 3DS bekommen und auch wenn ich diesen nostalgischen Ansatz sehr schätze, wünsche ich mir für Zelda: Ocarina of Time auf der Switch 2 etwas anderes.
Ein weiterer Remake-Ansatz sieht nämlich so aus, dass zwar der Kern des Originals beibehalten wird und wir grundsätzlich wieder das Abenteuer präsentiert bekommen, das schon auf dem N64 begeistert hat – aber mit genug Anpassungen und Erweiterungen, dass sich das Spiel auch für Fans des Originals ein Stück weit neu anfühlt.
Prominente Beispiele für diese Strategie wären etwa das Mafia-Remake, Resident Evil 2 oder – ganz frisch – die Neuauflage des RPG-Klassikers Gothic. Hier haben die Devs zwar die Welt, die Geschichte und viele Details aus dem Original übernommen, aber an einigen Stellen auch sinnvoll erweitert bzw. detaillierter ausgearbeitet.
Als großer Gothic-Fan, der das Original in- und auswendig kennt, fühlt sich das Remake manchmal fast schon wie ein anderes Spiel an und ist gleichzeitig trotzdem extrem vertraut. Genau so eine Mischung wünsche ich mir auch für Ocarina of Time.
Inhaltliche Änderungen können viel bewirken
Ich verstehe die Fans vollkommen, die jetzt Schnappatmung bekommen. Ein geliebtes Spiel aus der Kindheit verändern? Sakrileg! Vermutlich wird es viele Menschen geben, die am liebsten gar keine inhaltlichen Änderungen sehen würden, um dem Geist des Originals möglichst nahe zu kommen.
Allerdings kann ein Spiel auch sehr davon profitieren, wenn etwa Dialoge überarbeitet werden oder beliebte Charaktere noch etwas mehr Kontext bekommen, der im Original vielleicht zu kurz kam.
Nehmen wir beispielsweise Malon, die ihren schläfrigen Vater beim Schloss vermisst. Wir erfahren zwar durch kurze Dialoge durchaus ein bisschen über sie und ihre Familie auf der Lon-Lon-Farm. Ich finde aber, dass es nicht schaden könnte, wenn ich im Rahmen neuer Nebenquests mehr Zeit mit Figuren wie ihr verbringe.
Wie wäre es etwa mit einer kleinen Quest-Reihe, in der ich zusammen mit Malon kleine Ausritte von der Lon-Lon-Farm aus unternehme, auf denen sie mehr von ihrer verstorbenen Mutter erzählt und Link dadurch etwas mehr an ihrem Leben teilhaben lässt?
Auch einige Orte könnten von etwas "mehr" profitieren. Vor allem die Hauptstadt Hyrule hat auf dem N64 – bei aller Nostalgie – stark unter den technischen Limitierungen gelitten.
Die Dosis macht das Gift
Versteht mich nicht falsch, ich möchte keine gigantische Metropole haben, die mit sinnlosen Sammelaufgaben à la Assassin’s Creed gefüllt ist. Ganz im Gegenteil.
Ein paar mehr Straßen, in denen NPCs umherwandern, miteinander quatschen und Kinder spielen, würden für einen Atmosphäre-Boost schon reichen. Vielleicht hat eine der dort lebenden Figuren ja auch die ein oder andere Aufgabe parat, durch die Link die Stadt noch etwas besser kennenlernt.
Was den Umfang und die Spielzeit angeht, sollte sich in meinen Augen gar nicht so viel ändern. Ocarina of Time ist ein relativ kompaktes Abenteuer und das darf es auch sehr gerne bleiben.
Aber die bestehenden Orte und Charaktere, könnten in meinen Augen trotzdem etwas mehr "Fleisch" bekommen – eine Handvoll Nebenquests, ein paar Dialoge und zwei, drei belebte Straßenzüge reichen hier schon aus.
Hier bin ich natürlich auch auf eure Meinung gespannt! Stimmt gerne mit ab:
Denn von einer Sache bin ich überzeugt: Im Jahr 1998 wirkte Hyrule wie eine Spielwiese mit endlosen Möglichkeiten. Nüchtern betrachtet war die damalige Darstellung einer lebendigen Welt aber stark limitiert.
Auch bei Gothic zeigt sich der Effekt: Das Remake fügt neue Quests hinzu und gibt den Charakteren viel mehr Raum als früher. Dadurch verändert sich das Spielgefühl aber nicht, es wird nur ergänzt und füllt die Lücken und Unzulänglichkeiten des Originals, die wir in wohliger Erinnerung an früher mit unserer Nostalgie vervollständigt haben.
Das ist natürlich ein schmaler Grat, denn Veränderungen und Anpassungen an moderne Standards bergen immer die Gefahr, dass das Gefühl des Originals zu stark verwässert wird. Vielleicht trifft ein neuer Dialog nicht mehr den richtigen Ton, vielleicht werden Charakter-Details hinzugefügt, die fehl am Platz wirken und vielleicht würde Nintendo eine größere Hauptstadt nicht sinnvoll füllen können.
Spiele wie Gothic oder Resident Evil 2 haben allerdings gezeigt, dass es funktionieren kann und dass gezielte, gut gesetzte Änderungen dafür sorgen können, dass die glorreiche Zeit von damals sogar noch besser zum Vorschein treten kann – und die Titel dadurch sowohl für alte Fans als auch eine neue Zielgruppe interessant machen können
Genau diesen kniffligen Spagat wünsche ich mir für Ocarina of Time – und bin gespannt, wie Nintendo die Neuauflage für eines ihrer beliebtesten Spiele interpretiert.
Was denkt ihr: Glaubt ihr ein paar Freiheiten und sinnvolle Erweiterungen kann sich Nintendo schon erlauben oder sollte wirklich alles haargenau so sein wie damals?

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