Assassin's Creed Origins - Was hat das Alte Ägypten außer Pyramiden noch zu bieten?

Assassin’s Creed Origins wird uns dieses Jahr ins Alte Ägypten führen, das als Kletterpark noch weitaus mehr zu bieten hat, als nur die berühmten Pyramiden. Dom hat sich darüber Gedanken gemacht, was genau uns in diesem neuen Kapitel des AC-Franchises erwarten könnte.

Eine Konzeptzeichnung für das erste Assassin's Creed, das in der Region um Jerusalem spielt. Eine Konzeptzeichnung für das erste Assassin's Creed, das in der Region um Jerusalem spielt.

Assassin's Creed Origins heißt angeblich der diesjährige Ableger des mittlerweile zehn Jahre alten Franchises und wird uns wohl in das Alte Ägypten führen - das zumindest legen die geleakten Infos nahe, die teilweise schon seit Monaten zirkulieren. Was aber soll das genau bedeuten? "Altes Ägypten" umschreibt immerhin einen Zeitraum von über 4000 Jahren, doch glücklicherweise liefert uns ein erster Screenshot ganz konkrete Anhaltspunkte, in welchem Abschnitt der ägyptischen Geschichte Assassin's Creed offenbar spielen wird.

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Oben links können wir mit viel Augenkneifen die Angabe "Khenuts Villa" erkennen, die uns eine konkrete Datierungsmöglichkeit gibt: Khenut war die Frau von König Unas, der in der fünften Dynastie des Alten Reiches (etwa von 2498 bis 2345 v. Chr.) herrschte. Ein wenig Recherche legt dabei recht schnell offen, wieso die Entwickler ausgerechnet dieses Kapitel der altägyptischen Geschichte für Assassin's Creed Empires ausgewählt haben könnten.

Das Zeitalter der Pyramiden - aber nicht nur das

Die Regentschaft von Unas und Khenut fällt in das sogenannte Zeitalter der Pyramiden, in der sich die herrschenden Pharaos mehr denn je in die Bauprojekte der Grabanlagen stürzten, um sich selbst ein Denkmal zu setzen und für die Überfahrt ins Totenreich vorzusorgen. Wenn wir zum ersten Mal unseren Fuß in die Spielwelt von Assassin's Creed Empires setzen, stehen zu diesem Zeitpunkt bereits die berühmten Pyramiden von Gizeh, aber auch die nicht minder beeindruckende Chephren-Anlage sowie weitere, kleinere Pyramidenbauten.

Zum Klettern und Erkunden gibt es alleine in diesen riesigen Arealen mehr als genug - von der Spitze der Pyramide bis zu den Grabanlagen im Inneren, bei deren Ausgestaltung mit Fallen und Schalterrätseln die Entwickler sicherlich etwas künstlerische Freiheit walten lassen, um uns die ein oder andere Knobelaufgabe vor die Füße zu werfen.

Eines der frühesten Leak-Bilder zeigt den mutmaßlichen Protagonisten vor dem Eingang einer Grabanlage. Der Auftakt für eine Reihe von Schalterrätseln und Denkaufgaben? Eines der frühesten Leak-Bilder zeigt den mutmaßlichen Protagonisten vor dem Eingang einer Grabanlage. Der Auftakt für eine Reihe von Schalterrätseln und Denkaufgaben?

Aber auch abseits der Pyramiden hat das Alte Ägypten zur Zeit von Assassin's Creed Origins einiges zu bieten. Beispielsweise wäre da die Metropole Memphis, die während der Regentschaft von Unas und Khenut Verwaltungssitz des Pharaos und eines der wichtigsten wirtschaftlichen, religiösen und kulturellen Zentren des Reiches war. Memphis könnte damit einer der Hauptschauplätze des Spiels werden, der nicht zuletzt zahlreiche Kletterrouten bereithält, während die Straßen der Stadt mit Menschen aus den verschiedensten Ecken des Reiches gefühlt sind und deren lärmendes Treiben im scharfen Kontrast zum ruhigen Umland steht.

Abseits der Pyramiden und der Metropole Memphis sowie den kleineren Siedlungen entlang des Nils wartet noch ein weiteres Areal, in das Assassin's Creed Origins führen könnte: Das Sonnenheiligtum des Userkaf, das mehrere Tempel und Pyramidenbauten umfasst und dem Sonnengott Ra gewidmet war. Es ist die erste Tempelanlage ihrer Art und bezeugt den Aufstieg des Totenkults um den Sonnengott Ra, dem nun erstmals anstelle des herrschenden Pharaos ein religiöses Zentrum gewidmet wurde.

Mit ähnlich riesigen Stadtzentren wie im Italien der Renaissance, das uns AC: Revelations bot, dürfen wir im Alten Ägypten nicht rechnen. Dennoch: Memphis gehörte zu den damals größten Ballungszentren und brachte es seinerseits auf eine stattliche Größe. Mit ähnlich riesigen Stadtzentren wie im Italien der Renaissance, das uns AC: Revelations bot, dürfen wir im Alten Ägypten nicht rechnen. Dennoch: Memphis gehörte zu den damals größten Ballungszentren und brachte es seinerseits auf eine stattliche Größe.

Damit ist dieses Sonnenheiligtum nicht nur architektonisch ein enorm abwechslungsreiches und spannendes Objekt, sondern ist auch ein Indiz der allmählich wachsenden Kluft zwischen Priesterschaft und Pharao im Alten Reich. Und Konflikte wie diese sind wunderbare Orientierungspunkte für Videospiele wie Assassin's Creed Origins.

Unsichere Zeiten bedeuten volle Quest-Tagebücher

Wir sehen also: Assassin's Creed Origins wird wohl noch weitaus mehr Kletterrouten bieten, als nur die Pyramiden. Doch auch davon abgesehen scheinen die Entwickler ein sicheres Händchen beim Auswählen ihres Schauplatzes bewiesen zu haben. Die von ihnen gewählte Ära ist geprägt von inneren und äußeren Konflikten. Pharao und Priestergemeinschaften ringen um Einfluss und Macht, ausgedehnte Handelsrouten nach Syrien, Afrika und Griechenland sorgen für einen spürbaren Kulturschock innerhalb der ägyptischen Gesellschaft und reiche Aufsteiger versuchen, ihrerseits einen Platz an der Spitze zu erobern.

In meinen Ohren klingt das nach einem prallgefülten Quest-Tagebuch, das uns zwischen verschiedensten Fronten und an den unterschiedlichsten Orten eine hoffentlich spannende Geschichte erleben lässt. Was genau Ubisoft nun mit dem Schauplatz anstellt, wissen bisher natürlich nur sie selbst - doch die Voraussetzungen für ein gelungenes, neues Assassin's Creed-Abenteuer könnten kaum besser sein.

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