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Seite 3: Assassin's Creed: Revelations im Test - Ezios dritter Frühling

Das Kampfsystem

In den Kämpfen kommt es, ähnlich wie in Batman: Arkham City, auf das richtige Timing an. Egal ob sich Ezio mit dem Schwert, seiner Unterarmklinge oder einer aufgesammelten Waffe verteidigt, unkoordiniertes Knöpfchendrücken führt nicht zum Ziel. Geschicktes Blocken öffnet die gegnerische Deckung und macht den Weg für schnelle Treffer frei. Wer im richtigen Moment (Lebensanzeige der Gegner blinkt) ausweicht, entgeht nicht nur einem Treffer, sondern stiehlt seinem Gegner ein paar Goldstücke. Geübte Spieler hingegen lassen sich erst gar nicht auf wuchtig inszenierte Scharmützel ein, sondern warten auf den richtigen Moment für einen Konter und legen ihr Gegenüber mit ein paar gezielten Stichen der Unterarmklinge auf Eis.

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Dank der hervorragenden Animationen wirken die Kämpfe sehr elegant und erfordern trotz der Kontermöglichkeiten einiges an Taktik vom Spieler, denn einige Gegner unterbrechen Konter-Angriffe oder lassen sich nur von einem beherzten Tritt in die Weichteile zum Aufgeben ihrer Deckung bewegen. Ezios Finishing-Moves sind zwar brutal, werden aber in den kurzen Sequenzen nicht so übertrieben zelebriert, wie man das aus anderen Spielen kennt.

Schleichen

Besonders in den Schleichabschnitten spielt Revelations eine der gewohnten Stärken der Serie aus. Man pirscht sich wie ein lautloser Jäger an sein Opfer heran, beobachtet, schlägt blitzschnell zu und verschwindet dann unbemerkt im Dunkeln. Dieses Gefühl des Jagens und der Überlegenheit ist seit Tenchu eine der wichtigsten Zutaten für ein gelungenes Stealth-Abenteuer. Damit Ezio alle seine Talente ausspielen kann, gibt es neben den Hauptwaffen noch eine große Anzahl an Wurfmessern, Giften und Bomben, mit denen Gegner ausgeschaltet oder abgelenkt werden.

Sollte Ezio dennoch entdeckt werden, heißt es die Beine in die Hand nehmen und möglichst schnell verstecken bis die halbwegs cleveren Wachen ihre Suche einstellen. Natürlich wird in den Missionen nicht nur geschlichen: Wettrennen, in denen Ezio etwa kletternd und sprintend ein gegnerisches Boot einholen muss, stehen ebenso auf dem Programm wie spektakuläre Sabotageakte, bei denen eine ganze Flotte in Flammen aufgeht. Hat Ezio bestimmte Bücher und Schlüssel gefunden, werden die Erinnerungen von Altair, dem Helden aus dem ersten Teil, freigeschaltet. In den kurzen Abschnitten erfährt der Spieler, was nach dem Ende von Assassin‘s Creed geschah und warum Altairs Handlungen den Assassinen-Orden fast zerstört hätten.

Standard Die Standard Edition ohne besondere Goodies

Special Edition Die Special Edition enthält zusätzlich den Soundtrack und einige zusätzliche Spieler-Skins.

Collector Edition In der Collector Edition ist außerdem ein Artbook, eine neue Mission und der Kurzfilm AC: Embers enthalten.

Animus Edition Die Animus Edition kommt mit zusätzlichen Items, Soundtrack, Kurzfilm, Skins und einer edlen Enzyklopädie.

Aufgaben

Spielerische Höhepunkte sind die sehr aufwändig inszenierten Schlüssel-Abschnitte, die sich mit den Assassinengräbern der Vorgänger vergleichen lassen. Um einen der begehrten Türöffner in die Finger zu bekommen, muss Ezio beeindruckende Gewölbe durchklettern, sich mit Feindeshorden herumschlagen oder durch brennende Katakomben turnen. Am Ende eines solchen Abschnitts liegt einer der fünf Schlüssel zu der geheimnisvollen Tür in Masyaf.

Abgesehen von der Schlüsseljagd warten in Konstantinopel noch zahlreiche aus Brotherhood bekannte Aufgaben auf Ezio. 22 Aussichtspunkte wollen erklettert werden, zahlreiche Banken, Schneidereien und Schmieden müssen wiedereröffnet und einige Wahrzeichen wie die Hagia Sofia gekauft werden. Mit dem verdienten Geld erwirbt der Assassine Medizin, Waffen, größere Beutel für Gifte oder lässt seine Rüstung reparieren. Damit Ezio sich nicht die Hacken abläuft, steht ein bequemes Schnellreisesystem von Beginn an zur Verfügung.

Die Technik

Technisch ist Revelations auf einem Niveau mit Assassin's Creed: Brotherhood. Konstantinopel wurde von den Armenvierteln bis zu den Villen reicher Kaufleute hervorragend umgesetzt. Dank vieler herumlaufender Bürger, Soldaten, Kurtisanen, Bettler und Gaukler wirken die Straßen zudem richtig lebendig. Besonders die prachtvollen Gewänder oder reich verzierte Rüstungen sind immer wieder ein echter Hingucker.

Von unserem Aussichtspunkt lassen wir den Blick über die riesige Stadt schweifen. Von unserem Aussichtspunkt lassen wir den Blick über die riesige Stadt schweifen.

Außerdem gibt es häufig kleine Episoden wie Rangeleien unter Passanten oder Bettlern zu beobachten. Zahlreiche Details wie Bodennebel, Tag- und Nachtwechsel oder umherflatternde Vögel hauchen den Straßen und Dächern Konstantinopels zusätzliches Leben ein. Leider ist die Optik von Assassin‘s Creed: Revelations nicht frei von Fehlern. Die Texturen von Dächern in mittlerer Entfernung sowie Schatten flimmern stark, an aufploppende Bäume und deutlich sichtbar eingeblendete Texturen hat man sich bei Assassin‘s Creed mittlerweile sogar schon gewöhnt. Während unseres Tests kam es zudem häufig zu Rucklern und starken Bildrateneinbrüchen, die in dieser Häufigkeit nicht im Vorgänger vorhanden waren.

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