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Assassin’s Creed Valhalla gibt mir endlich eine Heimat - anders als Odyssey

Der Siedlungsbau gehört zu den wichtigsten Neuerungen von Assassin’s Creed Valhalla. Wir verraten euch, was das Wikinger-Dorf Ravensthorpe so besonders macht.

von Hannes Rossow,
14.10.2020 18:00 Uhr

In Assassin's Creed Valhalla sind wir kein einsamer Wolf, sondern Teil einer Community. In Assassin's Creed Valhalla sind wir kein einsamer Wolf, sondern Teil einer Community.

Assassin's Creed Valhalla - Die Kern-Infos:

Release: 10. November 2020
Plattformen: PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X, Xbox Series S, PC, Stadia
Genre: Action-RPG

Mit Assassin's Creed Valhalla macht die für ihre regelmäßigen Tapetenwechsel bekannte Spielereihe wieder einen großen Sprung. Vom Antiken Griechenland geht es in das britische Frühmittelalter, das wir als norwegischer Wikingerstamm für uns erobern und zur neuen Heimat erklären. Diese neue Heimat ist in Assassin's Creed Valhalla aber nicht nur Ausgangspunkt der Geschichte, sondern auch spielerisch das Herzstück des Wikinger-Abenteuers.

Das Heimweh der Wikinger

In einem Anspiel-Event hatte ich nun die Gelegenheit, erstmals in die offene Spielwelt von Assassin's Creed Valhalla einzutauchen. Neben einer neuen Questline, in der ich einem befreundeten Wikinger-Brüderpaar dabei half, den König des britischen Reichs von Mercien auszutauschen, konnte ich mich auch mit Ravensthorpe beschäftigen. Ravensthorpe ist die Siedlung, die Protagonist*in Eivor und ihr Raben-Clan in England errichten und die wir im Spielverlauf immer weiter ausbauen.

Was habe ich gespielt?
Ich konnte einen PC-Build von Assassin's Creed Valhalla über den Streaming-Service Parsec ausprobieren und mehrere Stunden in der Region von Ledecestrescire verbringen. Dazu gehörte auch die Wikinger-Siedlung Ravensthorpe, die ich nach dem Abschluss von Raids weiter ausbauen durfte. Da wir den Siedlungsaufbau vorher noch nicht ausprobieren konnten, fokussiert sich diese Preview auf diesen Aspekt.

Mehr über das Open World-Gameplay erfahrt ihr in der Preview von Kollegin Linda:

Assassin's Creed Valhalla angespielt: Neue (aber alte) Open World   56     0

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Und auf dem ersten Blick scheint der spielerische Nutzen einer eigenen Siedlung auf der Hand zu liegen: Ravensthorpe dient als Hub-Bereich. Also als Ort, an dem wir regelmäßig zurückkehren, auf Händler treffen und die Hauptquest vorantreiben können. Das stimmt auch, aber in Assassin's Creed Valhalla leistet Ravensthorpe noch viel mehr. Dank individueller NPCs, Anpassungsmöglichkeiten und kleinen Aktivitäten wie dem überraschend komplexen Würfelspiel Orlog entfaltet sich schnell ein "zu Hause"-Gefühl.

Sim City mit Kriegsäxten

Unsere Kernsiedlung in Assassin's Creed Valhalla besteht zunächst aus einem großen Langhaus. Einer riesigen Halle, in der Eivor sowohl wohnt, am Kartentisch den nächsten politischen Schachzug plant oder mit den Dorfbewohnern große Gelage feiert. Rings um das Zentralgebäude finden sich einerseits Zelte und freie Bauflächen. Um neue Gebäude, und damit auch Gameplay-Elemente, freizuschalten, müssen wir Ressourcen investieren und die nehmen wir uns mit Gewalt.

Und wieder ist ein Häuschen fertig. Und wieder ist ein Häuschen fertig.

In sogenannten Raids überfallen wir gekennzeichnete Dörfer und Klöster, um aus speziellen Kisten Baumaterialien wie Hartholz zu stehlen. Haben wir ausreichend davon, können wir durch Ravensthorpe laufen, uns ein Zelt aussuchen und dann zu einer Holzhütte aufwerten. So schalten wir beispielsweise Händler frei, die uns kosmetische Upgrades wie Frisuren oder Tattoos verkaufen, die sich wiederum beim lokalen Barbier anlegen lassen. Beim Schmied um die Ecke können wir dann auch noch unsere Ausrüstung verbessern.

Eine Auswahl an möglichen Gebäuden in Ravensthorpe

  • Eine Jagdhütte, in der wir Teile von erlegter Beute verkaufen können
  • Ein Fischer, der uns eine Angel gibt
  • Ein Schiffsbauer, bei dem wir das Aussehen unseres Bootes anpassen
  • Ein Stall, der unser Pferd verbessern kann
  • Ein Kartenzeichner, der uns auf der Map versteckte Gegenstände anzeigt
  • Und vieles mehr

Aber hinter diesen spielerischen Aspekten steht jeweils kein namenloser 0815-NPC, sondern ein neuer Nebencharakter, der zum vollwertigen Mitglied des Clans wird. Das reicht vom grimmigen Schmied bis hin zur chinesischen Einwandererin, die sich den Wikingern angeschlossen hat. Schon in meinen wenigen Stunden mit Assassin's Creed Valhalla fühlte sich jede Rückkehr nach Ravensthorpe wie eine willkommene Heimkehr an. Und das ist etwas, das mir beispielsweise in Assassin's Creed Odyssey noch sehr gefehlt hat.

Svend ist nicht einfach nur mein Tattoo-Künstler/Frisör von neben an. Svend ist ein Freund. Svend ist nicht einfach nur mein Tattoo-Künstler/Frisör von neben an. Svend ist ein Freund.

Ein Dorf hält zusammen

Auch in der Geschichte von Kassandra und Alexios ging es um Familie und Zusammenhalt, doch Odyssey beschränkte das noch komplett auf die Hauptgeschichte. Im Spiel selbst bin ich mit meiner Wahl-Spartanerin Kassandra eine heimatlose Söldnerin. Kefalonia, die Startinsel in AC Odyssey, war zwar mein "zu Hause", zurückgekehrt bin ich aber während meiner Odyssee kein einziges Mal. Auch Sparta selbst hatte im späteren Spielverlauf keine dauerhafte Relevanz.

Ravensthorpe hingegen ist der Dreh- und Angelpunkt von Assassin's Creed Valhalla. Die Rastlosigkeit von AC Odyssey, die die ohnehin zu große Spielwelt noch überwältigender gemacht hat, ist hier passé. Es fällt viel einfacher, die Karte von England nach und nach, Stück für Stück kennenzulernen, wenn es immer die Option gibt, einfach heimzukehren und durchschnaufen zu können. Die Motivation dafür liefert der zugrundeliegende Siedlungsaufbau von Ravensthorpe selbst.

So wie Eivors Fähigkeiten wachsen, so wächst auch die Bevölkerung und das Angebot von Ravensthorpe. Das übergreifende Ziel, eine neue Heimat zu errichten, kann ich also aktiv beeinflussen und voranbringen. Ich lenke und leite meinen Stamm direkt durch meine meinen Bürgermeister-ähnlichen Status und kann sogar meinen persönlichen Geschmack einfließen lassen.

Auch Wikinger haben es gern schön daheim. Auch Wikinger haben es gern schön daheim.

Soll da am Wegrand eher ein schauriger Baum stehen oder lieber eine heilige Stele aus Stein? Einfach zum jeweiligen Platz laufen, das daneben angebrachte Schild anwählen und dann die Wunsch-Deko platzieren.

Wikinger-WG als HUB-Bereich

Mit dem Siedlungsaufbau setzt Ubisoft nicht mehr den alleinigen Fokus auf den/die Assassinen-Held*in, sondern legt mir einen ganzen Wikingerstamm ans Herz, für den ich sorgen soll. Für mich ist das die vielleicht größte Neuerung von Assassin's Creed Valhalla, denn die Geschichten all der einsamen, wortkargen Wölfe habe ich mittlerweile über. Ein weiterer Schritt in Richtung RPG, der über Spielmechaniken und Dialogoptionen hinausgeht. Ich kann tiefer in die Welt und ihre Geschichten eintauchen, wenn ich spürbar ein Teil von ihr bin.

Das zeigt sich auch in der Geschichte von Ubba und Ivarr, mit denen ich in der eingangs erwähnten Questline zusammenarbeite. Als potenzielle Verbündete helfe ich im Namen meines Clans dabei, einen politischen Coup durchzuführen und einen Marionetten-König auf den britischen Thron ihres Gebiets zu installieren. Ebenfalls mit dabei ist Sigurd, der Bruder von Eivor, zu dem ich ein gutes, familiäres Verhältnis pflege. Auch hier agiere ich also im Team.

Ja, auch dass ich mit Hunden und Katzen kuscheln kann, trägt dazu bei, Ravensthorpe besonders zu machen. Ja, auch dass ich mit Hunden und Katzen kuscheln kann, trägt dazu bei, Ravensthorpe besonders zu machen.

Wie sich herausstellt, ist Randvi, die in Ravensthorpe die Geschicke leitet, während Eivor unterwegs ist, dann auch die Frau von Sigurd - also meine Schwägerin. Die Verflechtungen der Charaktere sind deutlich zu spüren und je weiter wir in der Geschichte sind, desto enger wird das Netz. So tritt der Sohn von Ubba und Ivarrs Ersatzkönig dann auch dem Clan von Eivor bei - wieder ein neues Gesicht in Ravensthorpe, das storytechnisch auch etwas zu sagen hat.

Home is, where the heart is

Die Open World selbst mag das Rad nicht neu erfinden und sich wie AC Odyssey und AC Origins zuvor auf den üblichen Mix aus Sammeln und Erobern verlassen. Doch mit der Einführung der Siedlung in Valhalla bekomme ich eine Abwechslung zum Herumstreunen geboten und ein klares Ziel an die Hand. Ravensthorpe und seine Bewohner verankern Eivor mit beiden Beinen in der Spielwelt und das macht zumindest für mich den Unterschied, wie wohl ich mich in einer Open World fühle.

Bei den Wikingern gibt es weniger großartige Persönlichkeiten, die die Zeit überdauert haben. Und wenn es keinen Sokrates und keinen Hippokrates gibt, ergibt es nur Sinn, den historischen Fokus eher auf die Kultur und das Zusammenleben der Nordmänner- und -frauen zu legen. Assassin's Creed Valhalla scheint das ebenso zu sehen, zumindest habe ich schon jetzt große Lust darauf, wieder nach Ravensthorpe zurückzukehren. Mein "Heimaturlaub" beginnt aber erst am 10. November 2020 für PS4, Xbox One, Xbox Series X, Xbox Series S, PC und am 19. November auf der PS5.

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