Battlefield 2042: Die Open Beta macht Lust auf mehr

Wir konnten die Open Beta von Battlefield 2042 schon vor dem offiziellen Launch spielen. Hier sind unsere Eindrücke der Massenschlachten auf der Karte Orbital.

von Tobias Veltin,
06.10.2021 09:00 Uhr

Wir konnten die Open Beta von Battlefield 2042 schon mehrere Stunden spielen. Wir konnten die Open Beta von Battlefield 2042 schon mehrere Stunden spielen.

In Battlefield 2042 setzen EA und Entwickler Dice voll auf den Multiplayer. Eine Solo-Kampagne gibt es nicht, dafür aber dank bis zu 128 Spieler*innen in einem Match so große Massenschlachten wie noch nie zuvor. Wie sich das Ganze spielt, könnt ihr ab heute im Early Access der Open Beta zum Shooter herausfinden. Wir hatten bereits vor ein paar Tagen die Möglichkeit, die Probeversion mehrerer Stunden lang zu spielen und verraten euch hier unsere Highlights und Lowlights.

Hinweis: Wir spielten in unserer Preview-Session die PC-Fassung von Battlefield 2042.

In Sachen Umfang ist die Battlefield-Beta recht überschaubar. Zur Wahl steht lediglich ein Modus (Conquest) und eine Map (Orbital). Letztere ist laut Dice nur eine "mittelgroße" Karte, machte beim Spielen aber eine ziemlich ausladende Figur. Denn hier balgen wir uns um mehrere Flaggenpunkte in einem größeren Areal rund um eine Raketenstartrampe.

Die Karte ist in mehrere Sektoren eingeteilt; halten wir mit unserem Team die entsprechenden Punkte dort, gehört der Bereich uns. Die 64 Spielerinnen und Spieler pro Team sind jeweils in Vierer-Squads untergliedert, spawnen können wir an eingenommenen Punkten, unserer Basis oder eigenen Squad-Mitgliedern.

So weit, so Battlefield also. Und tatsächlich fühlten sich unsere ersten Partien in der Beta auch ziemlich klassisch an. Vorstoß auf bestimmte Punkte, Absprachen im Squad, besetzen von Fahrzeugen: Gerade Battlefield-Veteranen sollten sich sofort zurecht finden. Die Steuerung lässt sich zudem wenig überraschend beliebig und in vielen kleinen Details anpassen, sodass hier vermutlich alle Teilnehmenden auf ihre Kosten kommen dürften.

Vier Highlights der Battlefield-Beta

Dass die Stunden in der Open Beta zu einem spaßigen und auch eindrucksvollen Erlebnis wurden, lag vor allem an drei Gründen:

  1. Die Map
    Die Raketenbasis Orbital gefällt uns ausgesprochen gut. Das liegt vor allem an der Abwechslung der Karte: grüne Hügel wechseln sich mit Ebenen samt langer Sichtlinien ab, es gibt riesige Gebäude für Scharfschützen, Übersichtstürme, Wartungstunnel und vieles mehr, sodass es allein schon Spaß macht, die Map zu erkunden und neue Angriffswege auszuprobieren.
  2. Das Spezialistensystem
    Statt auf komplett festgelegte Klassen setzt Battlefield 2042 auf ein flexibleres System. Jetzt wählen wir nämlich Soldat*innen aus, die je nach Loadout zwar unterschiedliche Klassenfertigkeiten haben (Assault, Recon, Engineer, Support), jeder Charakter kann aber jedes Loadout wählen und beliebig anpassen. Einzigartig werden die Charaktere allerdings durch ihre Spezialfähigkeiten. Vier davon lassen sich in der Beta ausprobieren. Webster Mackay beispielsweise nutzt einen taktischen Greifhaken, um sich zum Beispiel schnell an Gebäuden hochziehen zu können, Wikus Van Daele dagegen nutzt eine - unserer Meinung nach ziemlich starke - Drohne, um Gegner zu markieren oder Fahrzeuge lahmzulegen. Das machte in der Beta schon eine Menge Laune, da sich die Spezialist*innen trotz vieler Gemeinsamkeiten doch merkbar unterschiedlich spielen.
  3. Waffen-Anpassung
    Die Waffen im gewählten Loadout lassen sich nun jederzeit über ein aufrufbares Optionsmenü "on the fly" mit Aufsätzen modifizieren. So ist beispielsweise in Sekundenschnelle ein größeres Visier auf oder ein stabilisierender Zusatzgriff unter ein Scharfschützengewehr geschraubt, wodurch wir zumindest gefühlt flexibler auf unterschiedliche Situationen in einer Partie reagieren konnten. Das funktioniert in der Beta schon recht gut und fühlt sich insgesamt nach einer guten Ergänzung an.
  4. Die Präsentation
    In unseren Proberunden kam größtenteils echte Mittendrin-Atmosphäre auf. Jets und Helikopter schwirren über den Himmel, in der Ferne bekämpfen sich Squads, überall explodiert oder passiert etwas. Dazu kommen in Battlefield 2042 die gigantischen Stürme, die über die Map ziehen und von denen wir in unserer Session auch einen beobachten konnten. In Sachen Präsentation macht Battlefield 2042 jedenfalls schon jetzt Spaß.

In diesem Trailer könnt ihr euch übrigens einen Überblick über die vier in der Beta enthaltenen Spezialist*innen verschaffen:

Battlefield 2042: Neuer Gameplay-Trailer zeigt vier Spezialisten und ihre Skills 1:33 Battlefield 2042: Neuer Gameplay-Trailer zeigt vier Spezialisten und ihre Skills

Drei Lowlights der Battlefield-Beta

Obwohl bereits viele Elemente in der Beta gut funktionieren, sind uns beim Anspielen abseits von üblichen Glitches und Bugs auch ein paar größere Probleme aufgefallen.

  1. Unterscheidbarkeit von Freund und Feind
    Da die Spezialist*innen für jede Seite identisch sind, gibt es auch dieselben Charaktermodelle samt identischer Kleidung für jede Fraktion. Dementsprechend ist nicht immer sofort zu erkennen, ob es sich um Freund oder Feind handelt. Das wird zwar durch blaue und rote Umrandungen sichtbar, dauert aber erst eine gewisse Zeit, sodass wir bei unseren Probematches oft panisch auf Kollegen ballerten oder Gegner erst zu spät als solche ausmachen konnten.
  2. Grafische Qualität schwankt
    Der Großteil von Battlefield 2042 sieht echt schick aus, etwa Waffenmodelle, Landschaften sowie die Rauch- und Explosionseffekte. Andere Bereiche fallen dagegen deutlich ab, wie etwa die Innenräume von Gebäuden, die größtenteils ziemlich karg anmuten. Sicherlich, in der Hitze eines Gefechts fällt das nicht immer auf, etwas mehr wäre hier aber trotzdem drin gewesen.
  3. Enttäuschende Zerstörung
    Zu den Markenzeichen der Battlefield-Reihe gehörte bislang auch, dass Teile der Umgebung während der Matches zerstört werden können. Dementsprechend hatten wir uns auch einen merkbaren Sprung in diesem Bereich erhofft - gerade im Hinblick auf die neuen Stürme. Wirklich viel war davon in unseren Matches aber noch nicht zu erkennen. Fahrzeuge und einige Gebäude können natürlich weiterhin in ihre Einzelteile zerlegt werden, darüber hinaus geht auf Orbital aber überraschend wenig kaputt. Hier hatten wir uns insgesamt etwas mehr versprochen.

Unser erstes Zwischenfazit fällt trotz dieser Mankos aber positiv aus. Denn dank des bekannten Spielgefühls, der Mittendrin-Atmosphäre und den unterschiedlichen Spezialist*innen macht die Beta definitiv Lust auf mehr und damit natürlich auf das fertige Spiel.

Die Open Beta läuft noch bis zum 10. Oktober. Der Release des fertigen Spiels ist dann am 19. November 2021, der Titel erscheint für die PS5, Xbox Series X, PS4, Xbox One und den PC.

Und jetzt wollen wir eure Meinung hören: Wie gefällt euch die Open Beta von Battlefield 2042?

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