Battlefield 5 - Spaß ist wichtiger als historische Genauigkeit, sagt der Producer

Im ersten Battlefield 5-Trailer ist eine Soldatin mit Prothese zu sehen, weshalb den Entwicklern von manchen Fans vorgeworfen wird, nicht historisch akkurat zu arbeiten.

von David Molke,
25.05.2018 13:30 Uhr

In Battlefield 5 wird es auch weibliche Soldaten geben und sogar körperliche Beeinträchtigungen, was einigen Trollen offenbar nicht passt.In Battlefield 5 wird es auch weibliche Soldaten geben und sogar körperliche Beeinträchtigungen, was einigen Trollen offenbar nicht passt.

Battlefield 5 erscheint diesen Herbst, wir kennen jetzt den ersten Trailer und es trudeln immer mehr Informationen zum Shooter ein. Allerdings meldet sich auch schon Kritik: Unter den Fans muss es unzählige Historiker geben, deren Spezialgebiet der Zweite Weltkrieg ist. Nur so lässt sich erklären, wie erbost sie auf den ersten Trailer reagiert haben. In dem war nämlich – Gott bewahre! – eine junge Frau mit Prothese und blauer Farbe im Gesicht zu sehen.

Spieler beklagen zu viel "Political Correctness"

Für die Battlefield-'Fans' mit eher geschlossenem Weltbild scheint festzustehen, dass das Franchise jetzt den Bach runtergeht. Es ist schon erstaunlich und amüsant, wie allergisch jemand auf die simple Anwesenheit einer Frau mit körperlicher Beeinträchtigung reagieren kann. Den Entwicklern dürfte es dabei um Repräsentation und Sichtbarmachung gehen, aber einige Fans haben damit offenbar Probleme und wollen ihr Battlefield dementsprechend anscheinend lieber rein männlich und makellos.

...und fordern stattdessen historische Genauigkeit

Das Standardargument, Frauen im Zweiten Weltkrieg seien nicht historisch akkurat, wird natürlich ebenfalls angeführt. Die Diskussion erinnert an die über Kingdom Come: Deliverance, aber da hat das Spiel zumindest den Anspruch formuliert, historisch genau sein zu wollen. Bei Battlefield ist das nicht der Fall, auch wenn der Shooter in einem historischen Szenario spielt. Battlefield war noch nie wirklich historisch akkurat.

Der Executive Producer reagiert genial:

Eigentlich hätte Aleksander Grøndal wohl jeden der sogenannten Battlefield-Momente als Beispiel nehmen können, aber dieser hier bringt es einfach extrem gut auf den Punkt: In Battlefield 1 können drei Männer auf einem Pferd reiten und gleichzeitig mit dem Flammenwerfer Angst und Schrecken verbreiten.

"Wir werden Spaß immer über Authentizität stellen."

Außerdem benutzen die Soldaten in Battlefield 1 auch Waffen, die so und zu dieser Zeit wohl nie wirklich zum Einsatz gekommen sind. Soviel zur historischen Genauigkeit.

Wie denkt ihr über den Battlefield 5-Trailer, die Frau und ihre Prothese?

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