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Cities: Skylines für Xbox One - Nicht übel, aber das Wichtigste fehlt

Wir haben die Xbox-One-Version von Cities: Skylines bereits gespielt - und etwas Zentrales vermisst.

von Michael Graf,
07.03.2017 18:00 Uhr

Cities: Skylines - Wir haben einen Blick auf die Xbox One-Version geworfen. Cities: Skylines - Wir haben einen Blick auf die Xbox One-Version geworfen.

Das Städtebauspiel Cities: Skylines kommt auf die Xbox One, der Release ist fürs "Frühjahr" 2017 geplant - wir tippen auf April. Eine PS4-Version von Cities: Skylines ist derzeit laut dem Publisher Paradox "nichts, was wir ankündigen können", die Xbox-Fassung durften wir dafür sogar bereits anspielen, und zwar auf der Game Developer's Conference (GDC) in San Francisco.

Nun ist die Portierung erst mal eine gute Nachricht, auf dem PC gehörte Cities Skylines zu den besten Spielen des Jahres 2015 (zum GameStar-Test von Cities: Skylines). Die Menüführung musste Paradox allerdings grundlegend überarbeiten, nichts an Skylines war auf Gamepads ausgelegt. Deshalb war es nach der Ankündigung auf der Gamescom 2015 auch so still geworden um die Xbox-Version.

Über die Leiste am unteren Bildrand schalten wir durchs Baumenü. Über die Leiste am unteren Bildrand schalten wir durchs Baumenü.

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, Cities: Skylines steuert sich auf der Xbox One ordentlich. Mit dem Digikreuz blättern wir durch das Baumenü am unteren Bildrand, die Y-Taste blendet zusätzliche Optionen ein - etwa, ob wir gerade oder gewundene Straße verlegen wollen. Da haben wir schon deutlich Unintuitiveres gesehen. Allerdings funktioniert die Bedienung mit dem Pad nicht so präzise wie mit der Maus am PC.

Making Of bei GameStar Plus:Wie Cities: Skylines das große SimCity schlug

Denn die Gamepad-Steuerung erscheint uns noch leicht überempfindlich, wir brauchen immer ein paar Sekunden, um den Cursor richtig auszurichten. Das liegt auch daran, dass es eine minimale "Dead Zone" gibt, also nichts passiert, wenn wir den Analogstick nur ganz leicht bewegen. Dann bewegen wir ihn stärker - und der Cursor springt ein bisschen.

Das nervt etwa beim Ausweisen von Wohn-, Industrie und Gewerbegebieten, die wir auf die Karte »malen«. Das räumt auch Paradox ein, der Publisher verspricht uns einen Patch, mit dem sich die Controller-Empfindlichkeit einstellen lässt. Der dürfte aber erst nach Release von Cities: Skylines erscheinen.

Das Anlegen von Bezirken ist wegen der ungenauen Gamepad-Steuerung etwas umständlich, vor allem entlang von gebogenen Straßen. Das Anlegen von Bezirken ist wegen der ungenauen Gamepad-Steuerung etwas umständlich, vor allem entlang von gebogenen Straßen.

Immerhin, denn Präzision ist für ein Städebauspiel nicht ganz unwichtig - unsere Metropolen sollen ja nicht nur funktionieren und eine möglichst clevere Verkehrsführung bieten, sondern auch schön aussehen.

Für Schönbauer gibt's allerdings noch einen Haken: Die Xbox-One-Version von Cities: Skylines enthält zwar das sehr gute Tag/Nacht-Addon After Dark, bislang aber keinerlei Mod-Support. Dabei sind es gerade die Mods, die Skylines auf dem PC so beliebt machen, von neuen Gebäuden über Interface-Mods bis hin zu KI-Erweiterungen, die beispielsweise den Bürgern einen realistischen Tagesablauf spendieren - morgens gibt's eine Rush Hour, nachts sind kaum Autos unterwegs.

Auf der Xbox One müssen wir vorerst darauf verzichten, auch wenn Paradox verspricht, dass Mods für die Konsole ein "sehr wichtiges Thema" seien und man derzeit gemeinsam mit Microsoft überlege, wie man sie anbieten könne.

Beim Verkehr gibt’s immer etwas zu optimieren. Beim Verkehr gibt’s immer etwas zu optimieren.

Technisch macht die Portierung noch keine perfekten Eindruck. Skylines läuft zwar in 1080p und grundsätzlich sehr rund; beim Zoomen stockt es aber immer wieder ganz leicht. Auch, als wir eine neue Stadt laden, bemerken wir anfangs kleine Ruckler, die allerdings schnell wieder nachlassen. Die Metropole hat aber auch nur rund 70.000 Einwohner; wie es bei Städten mit hunderttausenden Bürgern aussieht, wird sich zeigen müssen.

Um die Hardware zu entlasten, hat Paradox übrigens die höheren Geschwindigkeitsstufen gestrichen. Auf der Xbox One können wir das Spiel zwar pausieren, nicht aber beschleunigen, sodass sich Skylines etwas zäher spielt. Zum Beispiel, wenn wir darauf warten, dass neue Einwohner in frisch angelegte Wohngebiete ziehen.

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