CoD: WW2 - Macher ändern angedeutete Vergewaltigungsszene für australische Altersfreigabe

Call of Duty: WW2 wurde vom australischen USK-Äquivalent zweimal hintereinander mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren versehen. Allerdings wurden zwischenzeitlich anscheinend Änderungen an einer ganz bestimmten Szene vorgenommen.

von David Molke,
19.10.2017 13:00 Uhr

Ob die entsprechende Szene in Call of Duty: WW2 nur in der australischen Version geändert wurde, bleibt unklar. Ob die entsprechende Szene in Call of Duty: WW2 nur in der australischen Version geändert wurde, bleibt unklar.

Call of Duty: WW2 geht in Australien mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren in den Verkauf – genau wie in Deutschland. Allerdings wurde die Einstufung vom australischen Classification Board gleich zweimal hintereinander vorgenommen. Zwischendurch hat sich am Spiel offenbar etwas verändert, und zwar eine Szene, in der wir es mit sexualisierter Gewalt zu tun bekommen. Gegenüber Kotaku erklärt das Classification Board Folgendes:

"Am 13. Oktober 2017 hat sich Activision Publishing an das australische Classification Board gewandt, um eine modifizierte Version des Spiels Call of Duty: WW2 klassifizieren zu lassen."

Nach der zweiten Einstufung findet sich der entsprechende Warnhinweis zur "Androhung sexueller Gewalt" nicht mehr als Verbraucherhinweis auf der Verpackung. An der Altersfreigabe hat sich nichts geändert und Hinweise auf den hohen Gewaltgrad sowie die Online-Interaktivität gibt es auch immer noch. Nichtsdestotrotz scheint es Activision die Mühe wert gewesen zu sein, einige Änderungen vorzunehmen, um die es im Folgenden geht. Dabei lassen sich minimale Spoiler zur Story-Kampagne nicht vermeiden.

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Laut dem Classification Board steuern wir in einem Teil der ursprünglichen Version des Spiels einen weiblichen Spion und infiltrieren ein Gebäude der Deutschen. Darin sehen wir, wie ein Nazi-Soldat eine Frau gegen ihren Willen in eine Kammer schleift. Die Frau ruft "Ihr seid alles Schweine!" Wenn wir die Tür anschließend öffnen, erklärt der Soldat, wir sollten uns verziehen, die Angelegenheit gehe uns nichts an. Wir haben dann die Wal, ihm entweder Folge zu leisten oder ihn zu töten.

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Sollten wir uns dafür entscheiden, die Tür unverrichteter Dinge wieder zu schließen, hören wir, wie der Soldat den Reißverschluss seines Hosenschlitzes öffnet und sehen, wie er sich der Frau nähert, die ruft, er solle sie in Ruhe lassen, während wir uns abwenden. Die Szene impliziert, dass die Frau vergewaltigt wird, die Tat an sich wird allerdings nicht dargestellt. Das klingt so, als sei eine Warnung vor "Androhung sexueller Gewalt" durchaus gerechtfertigt. Über die abgeänderte Fassung heißt es:

"Der Auffassung des Boards zufolge enthalten die Modifikationen an diesem Spiel – eine Änderung an der Kleidung des weiblichen Gefangenen (war in Rock und Top, jetzt in Hosen und Top) sowie das Entfernen des Tons, der impliziert, dass ein Soldat seinen Hosenschlitz öffnet, beinhaltet – keinerlei klassifizierbare Elemente, die diese Klassifizierung ändern oder ein R18+-Impact Level überschreiten."

"Der Auffassung des Boards zufolge bedeutet das Entfernen der Audiospur, dass der Verbraucherhinweis zur Androhung sexueller Gewalt nicht benötigt wird. Dadurch erhält dieses modifizierte Computerspiel eine R18+-Altersfreigabe mit Verbraucherhinweisen zum hohen Gewaltgrad [und] Online-Interaktivität."

Ob die Änderung nur an der australischen Fassung des Spiels oder an allen Versionen vorgenommen wurde, bleibt unklar.

Call of Duty: WW2 erscheint am 3. November für PS4, Xbox One und den PC.

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