Control Resonant: Diese Einstellungen solltet ihr sofort ändern für beste Grafik und HDR

Control Resonant ist Remedy-typisch ein sehr hübsches Spiel. Wir verraten euch, wie ihr das Maximum aus der Optik holt.

Dylan hämmert gewaltig los. Aber nicht auf unsere Einstellungsempfehlungen! Dylan hämmert gewaltig los. Aber nicht auf unsere Einstellungsempfehlungen!

Control Resonant gibt euch unzählige Einstellungen an die Hand, darunter auch Jede Menge zur Grafik und der Kamera. Wir haben sie uns daher genau angeschaut, damit ihr die beste Optik aus dem Spiel holen könnt.

Hier könnt ihr zu den einzelnen Punkten springen:

Plattform:

Wir haben uns weitgehend an die Versionen für PS5 und PS5 Pro gehalten. Sofern nicht anders angegeben, sind die Einstellungen aber auch in der Xbox-Version und auf dem PC zu finden.

Leistungsmodus (nur Konsole)

  • unsere Empfehlungen:
    • bei 60 Hertz-TVs: Leistung
    • bei 120 Hertz-TVs: Balance oder Leistung

Control Resonant hat auf PS5, PS5 Pro und Xbox Series X drei Grafikmodi, deren Leistungsdaten sich folgendermaßen aufsplitten:

  • PS5/Xbox Series X
    • Leistung: 810p bei meist 60 fps
    • Ausgewogen (nur 120 Hertz): 1188p bei meist 40 fps
    • Qualität: 1296p bei sehr stabilen 30 fps
  • PS5 Pro:
    • Leistung: 972p bei meist 60 fps
    • Ausgewogen (nur 120 Hertz): 1296p bei meist 40 fps
    • Qualität: 1404p bei völlig stabilen 30 fps

Zur Version für die Basis-Konsolen: Hier liegt der Unterschied zwischen Leistung und Qualität vor allem in der Bildstabilität und den grafischen Details. Im Leistungsmodus flimmern feine Bildelemente stark, rauschige Reflexionen und Schatten wirken zudem sehr grob. Dafür läuft das Spielgeschehen aber auch – von Laderucklern einmal abgesehen – bei zumeist 60 fps mit gelegentlichen Drops auf etwa 57 fps.

Und das tut den schnellen Kämpfen wirklich gut, denn ihr wollt schnell reagieren und den Überblick bewahren. Bei 30 fps fällt das im Qualitätsmodus eher schwer, auch wenn dort die Schattendarstellung auf Distanz eine ganze Nummer besser ist, der Detailgrad größer ausfällt und das HUD in einer höheren Auflösung gerendert wird.

Qualität Leistung Qualität Leistung

Vor allem auf Distanz macht sich die höhere Auflösung und der gesteigerte Detailgrad im Qualitätsmodus bemerkbar, etwa bei der Lesbarkeit des Werbeplakats. Aber auch die Schattenwürfe wirken realistischer.

Besitzt ihr einen 120 Hertz-Fernseher, dann empfehlen wir euch hingegen den ausgewogenen Bildmodus. Der liefert ziemlich konstante 40 fps und zieht bei der Auflösung ein Stückchen an, genau wie beim Detailgrad auf Distanz.

Zur PS5 Pro: Hier sind die niedrigen Basisauflösungen des Spiels kein großes Problem, denn PSSR 2 skaliert die Bildausgabe sehr scharf auf 4K hoch und reduziert zusätzlich das Flimmern an Objektkanten enorm.

Der Leistungsmodus ist auf 60 Hertz-TVs erneut unsere Wahl, da er die beste Spielbarkeit liefert, allerdings sind die grafischen Einbußen stärker als auf den Standard-Konsolen.

Der Qualitätsmodus liefert nämlich sehr schicke Ray-Tracing-Spiegelungen:

Leistung Qualität Leistung Qualität

Achtet mal auf die Spiegelung, die fehlt im Leistungsmodus im Grunde völlig.

Zusätzlich zu gestochen scharfen Schatten auf Basis der aufwendigen Lichttechnik:

Leistung Qualität Leistung Qualität

Ohne Ray-Tracing sind die Schatten viel weicher und unpräziser. Zudem fehlen sie an einigen Stellen, etwa zwischen den Mülleimern.

Der ausgewogene 40 fps-Modus kombiniert aber auch hier wieder das beste aus beiden Welten, da er lediglich eine etwas niedrigere Auflösung als der Qualitätsmodus verwendet, was in der Praxis kaum auffällt, und beide Ray-Tracing-Features auf den Bildschirm zaubert. Wer über einen 120 Hertz-TV verfügt, ist hier also goldrichtig!

Anzeigenkalibrierung SDR

  • unsere Empfehlungen:
    • Dynamic Range (Kontrastumfang): SDR
    • SDR-Helligkeit: 50
    • SDR-Gamma: je nach Bildschirm

Zockt ihr auf einem TV oder Monitor ohne HDR, müsst ihr euch nach der Gamma-Einstellung des jeweiligen Geräts richten, um detailreiche Schatten und korrekte Helligkeitsverläufe dargestellt zu bekommen. Bei einem Monitor mit sRGB-Einstellung ist beispielsweise auch das sRGB-Gamma im Spiel die optisch beste Wahl.

Auf einem TV mit standardmäßigem 2,2-Gamma hingegen 2,2. Die Helligkeitseinstellung selbst haben wir dabei nicht angefasst und bei 50 belassen, da der Referenzwert ein gutes Ergebnis liefert. Ihr könnt aber auch noch ein paar Zähler nach oben gehen, falls ihr in den Schatten nur wenig erkennt. Oder im Umkehrschluss nach unten, falls das Bild stark ausblasst.

Anzeigenkalibrierung HDR

  • unsere Empfehlungen:
    • Dynamic Range (Kontrastumfang): HDR
    • HDR-Helligkeit: 30 bis 35
    • HDR-UI-Helligkeit: 35

Bei Control Resonant nutzt Remedy eine Mischung aus den Systemeinstellungen eurer PS5 oder Xbox Series X|S und spieleigenen Reglern. Die Spitzenhelligkeiten werden dabei von eurer Konsole vorgegeben und wie ihr die korrekt einrichtet, haben wir unter anderem hier zusammengefasst:

Stellen wir uns beispielsweise im Spiel vor eine grellweiße Neonröhre, strahlt sie bei einer Systemeinstellung von 800 Nits auch im Spiel mit 800 Nits. Sind es 1.600 Nits auf der Konsole, sind es an der Röhre 1.600 Nits. Einzig bei Explosionen geht das Spiel bewusst höher, um den Blendeffekt künstlich zu steigern.

Die hell leuchtende Lampe mittig oben sowie ihre Reflexion auf der Leuchte rechts über dem Histogramm strahlen tatsächlich in dem Wert, den wir in den Systemeinstellungen vergeben haben. So sollte es sein! Die hell leuchtende Lampe mittig oben sowie ihre Reflexion auf der Leuchte rechts über dem Histogramm strahlen tatsächlich in dem Wert, den wir in den Systemeinstellungen vergeben haben. So sollte es sein!

Im Spiel selbst steht euch dann noch der HDR-Helligkeit-Regler zur Verfügung. Der legt das durchschnittliche Helligkeits-Level fest, ohne dabei Schwarztöne in dunklen Arealen auszublassen. Hier haben wir auch eine gute Nachricht: Schwarz bleibt komplett Schwarz, egal, was ihr einstellt. Das haben die Entwickler*innen wirklich exzellent hinbekommen!

Jedoch ist die Bildausgabe des Spiels bewusst stark ausgebleicht, da das finnische Studio wie bei fast allen seiner Spiele auf einen sehr nüchternen Grafikstil abzielt. Wir haben daher die HDR-Helligkeit auf circa 32 Zähler heruntergesetzt, um auf Kosten der allgemeinen Helligkeit etwas mehr Kontrast herauszuholen. Ihr könnt hier aber auch variieren, sofern ihr den Titel heller behalten wollt.

HDR-Helligkeit 50 Mit dem Standardwert liefert Control Resonant einen hohen Dynamikumfang, aber achtet mal auf das Histogramm rechts beim Wechsel auf die nächste Einstellung.

HDR-Helligkeit 30 Mit einem Wert von 30 sackt die Helligkeit des Bildes ein gutes Stück nach unten und deckt mehr von der HDR-Bandbreite ab, der Kontrast nimmt also zu. Ganz helle Stellen bleiben hingegen unverändert sehr hell, daran ändert sich nichts.

Die UI-Helligkeit haben wir zudem auf 35 heruntergeregelt, da der Unterschied zu höheren Stufen kaum wahrnehmbar ist und ihr unnötig euer Display mit Werten über 35 beansprucht. Wollt ihr es aber genau wissen, dann haben wir unsere einzelnen Messerwerte zum HUD:

  • Stufe 30 entspricht 120 Nits
  • Stufe 40 entspricht 150 Nits
  • Stufe 60 entspricht 165 Nits

Ein HUD sollte ab 140 Nits hell genug sein, zumindest in einem dunklen Raum. Zockt ihr im Hellen und habt Schwierigkeiten, das HUD zu deuten, dann solltet ihr ein paar Zähler nach oben gehen.

Bewegungsverzerrung

  • unsere Empfehlung: Ein (im Qualitätsmodus; sonst aus)

Remedy ist für seine filmische Inszenierung bekannt und das zeigt sich auch in der kompetent eingebauten Motion Blur-Implementierung, die bei niedrigen Framerates einen flüssigeren Bildeindruck vermittelt.

Sie wird pixelgenau auf die Umgebung angewandt und beachtet die Bewegungsveränderung jeglicher Objekte in der Spielwelt – besser kriegt man das eigentlich nicht hin:

In der Drehung bleiben Dylan und die Wand hinter ihm recht scharf, der Rest des Bildes wird hingegen unscharf gezeichnet. In der Drehung bleiben Dylan und die Wand hinter ihm recht scharf, der Rest des Bildes wird hingegen unscharf gezeichnet.

Im 40 fps-Modus kann sie ebenfalls bei einem flüssigeren Gesamteindruck helfen, im 60 fps-Leistungsmodus ist die Option aber im Grunde unnötig.

Objektivverzerrung

  • unsere Empfehlung: Ein (aber je nach Geschmack)

Die Objektivverzerrung simuliert die Wölbung einer echten Kameralinse, Elemente in der Bildmitte wirken also ein wenig größer, während sie nach außen hin verzerren und kleiner werden:

Objektivverzerrung An Objektivverzerrung Aus Objektivverzerrung An Objektivverzerrung Aus

Mit eingeschalteter Verzerrung wölbt sich die Bildmitte scheinbar zu euch hin.

Für den filmischen Effekt haben wir die Option eingeschaltet gelassen, ihr könnt ihn aber auch ausschalten. Übrigens: Im Gegensatz zu vielen anderen Titeln verzichtet Control Resonant bei der Verzerrung der Kameralinse auf die typischen Farbsäume, chromatische Aberration genannt. Es kommt also lediglich zu der Wölbung im Bild.

Filmkorn

  • unsere Empfehlung: Aus

Dieser Effekt ahmt die Körnigkeit von analogem Film nach und kann einigen Bildelementen eine klarere Struktur geben, allerdings entsteht auch eine ganz minimale Unschärfe sowie ein ganz leichter Grautan bei stockfinsteren Arealen. Wir haben daher den Effekt ausgeschaltet gelassen.

Filmkorn An Filmkorn Aus Filmkorn An Filmkorn Aus

Die Filmkörnung ist kaum wahrnehmbar, macht die Bildausgabe aber leicht unscharf beziehungsweise gräulich. Ihr könnt darauf also auch verzichten.

Vignettierung

  • unsere Empfehlung: An (aber je nach Geschmack)

Auch die Vignette soll einen cineastischen Effekt erzeugen, indem der Bildrand wie bei einer alten Fotografie abgedunkelt wird. Dabei entsteht in hellen Spielabschnitten ein schöner Kontrast, allerdings wirken dunkle Bereiche dann nochmal eine Spur dunkler.

Vignettierung An Vignettierung Aus Vignettierung An Vignettierung Aus

Mit der Vignette fokussiert sich die Helligkeit im Bild vor allem auf die Bildmitte, was eigentlich ganz schick aussieht.

Control Resonant ist ein bildhübsches Spiel, das erstmal aus dem Knick kommen muss

So viel zu unseren Grafikempfehlungen! Wir hoffen, dass ihr so noch mehr Spaß mit dem Action-RPG habt. Denn wie wir auch im Test festgehalten haben, werdet ihr viel Zeit mit der Optik verbringen müssen:

Und wahrscheinlich auch erstmal viel auf Sightseeing gehen, denn viel spielerische Abwechslung gibt es in den ersten Spielstunden nicht, das erschließt sich erst nach und nach ein ganzes Stück später. Dann entfesselt Dylan aber auch ein ordentliches Feuerwerk mit seinen übernatürlichen Kräften!

Für was habt ihr euch entschieden? Habt ihr vielleicht noch ein paar weitere Einstellungen angepasst? Verratet es uns in den Kommentaren!


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