Diablo 2-Remaster soll zeigen, dass Blizzard aus seinen Fehlern gelernt hat

Nach dem Debakel um Warcraft 3: Reforged soll es das Diablo 2-Remaster besser machen. Und das könnte klappen, wie einem Interview mit Blizzard zeigt.

von Annika Bavendiek,
23.02.2021 18:16 Uhr

Blizzard hat mit Warcraft 3: Reforged viele Fehler gemacht, die sich bei Diablo 2: Resurrected besser nicht wiederholen sollten. Blizzard hat mit Warcraft 3: Reforged viele Fehler gemacht, die sich bei Diablo 2: Resurrected besser nicht wiederholen sollten.

Anfang letzten Jahres holte sich Blizzard mit dem Warcraft 3-Remaster eine blutige Nase. Die Fans waren alles andere als begeistert, was beispielsweise an technischen Problemen und nicht eingehaltenen Versprechen lag. Das kam dem ohnehin schon angeknackstem Image des Entwicklers nicht gerade gut.

Trotzdem wartet auf Blizzard und seine Fans "eine rosige Zukunft", wenn es nach Präsident J. Allen Brack und Mitgründer Allen Adham geht. Das priesen die Blizzard-Veteranen priesen in einem Interview mit GameStar-Kollege Peter Bathge an. Und tatsächlich scheint es so zu sein, dass sie aus ihren Fehlern gelernt haben.

Blizzard hat sich für Diablo 2-Remaster Hilfe geholt

Zumindest lässt die Tatsache, dass Blizzard nicht alleine an Diablo 2: Resurrected arbeitet, auf Besserung hoffen. Statt das Projekt nämlich alleine mit einem internen Team stemmen zu wollen, haben sie Teile an Vicarious Visions abgegeben. Und die haben immerhin mit den Remaster von Tony Hawk's Pro Skater 1+2 und Crash Bandicoot N. Sane Trilogy bewiesen, dass sie ihr Handwerk verstehen.

Blizzard behält zwar nach wie vor die Projektleitung, aber dass sie Vicarious Visions mit an Bord geholt haben, ist mehr als nur eine Hilfe. Für sie ist es auch eine Art Eingeständnis, so Brack:

"Das war zum Teil auch ein Eingeständnis, dass wir zusätzliche Hilfe durch mehr Talent und Entwickler brauchten. Wir haben die Arbeit aufgeteilt. Vicarious Visions ist mehr oder weniger für die Frontend-Technik verantwortlich, also alles, was auf dem Client-PC läuft. Blizzard kümmert sich um das Outsourcing und das Backend, also die Server, die Integration ins Battle.net, das Remastern der Rendervideos."

Die Co-Produktion ist demnach für Blizzard auch ein notwendiger Schritt, weitere Debakel wie bei Warcraft 3: Reforged zu vermeiden. Vielmehr betonte Blizzard sogar, dass sie ihre langjährigen Prinzipien in neuen Projekten weiter verfolgen wollen. Das reicht von unterschiedlichen Spielen zu bereits bekannten Blizzard-Marken bis zu komplett neue IPs.

Klingt vielversprechend, aber wie rosig die Zukunft am Ende wirklich aussehen wird, muss Blizzard erst beweisen. Denn wenn uns Warcraft 3: Reforged eins gelehrt hat, dann, dass wir den Tag nicht vor dem Abend loben sollen.

Das ganze Blizzard-Interview bei GS Plus

Darüber hinaus bietet das Interview noch weitere interessante Einblicke zu Blizzard. So sprachen Brack und Adham noch genauer über kommende Strategien und was sie zu Fan-Kritik zu sagen haben. Außerdem erfahrt ihr, wie Activision und die Call of Duty-Serie Blizzard beeinflusst haben. Das uns noch mehr könnt ihr im GameStar Plus-Artikel von Peter nachlesen:

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Mehr zu Diablo 2: Resurrected als auch Diablo 4 findet ihr natürlich auch auf GamePro. Nach der BlizzConline haben wir beispielsweise die Jägerin als neue Diablo 4-Klasse vorgestellt.

Glaubt ihr, dass Blizzard in Zukunft wieder bessere Spiele veröffentlichen wird? Wie ist euer bisheriger Eindruck zum Diablo 2-Remaster?

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