Seite 3: Duke Nukem Forever im Test - Rückkehr des Königs?

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Machen wir’s wie Michael!

Die Türen der Aliens lassen sich auf einfache Weise öffnen: Finger rein! Die Türen der Aliens lassen sich auf einfache Weise öffnen: Finger rein!

Dass eine flache Story und ein tumber Hauptdarsteller kein Nachteil sein müssen, solange die Schauwerte stimmen, beweisen uns Michael Bay und Jerry Bruckheimer mit schöner Regelmäßigkeit im Kino. Wenn es ordentlich knallt und sich ein halbwegs attraktiver Frauenkörper vor der Kamera räkelt, ist die Actionwelt in Ordnung. Auch in Duke Nukem Forever knallt und kracht es ohne Ende, paarungswillige Babes lungern quasi an jeder Ecke herum. Jedoch gelingt es der technischen Seite von Duke Nuken nicht, vom altbackenen Spieldesign abzulenken, da sich auch das Programmgerüst das Prädikat altbacken redlich verdient hat. Die Gesamtoptik mit ihren grob aufgelösten Texturen, teilweise heftigem Tearing, Kantenflimmern und Rucklern wäre selbst zu Beginn dieser Konsolengeneration bestenfalls Durchschnitt gewesen. Die grob modellierten Gegner und fitzeligen Explosionen tragen tragen ebenso wenig zu einem positiven Gesamteindruck bei wie die Versuche, die Optik anhand von Filtern und Lichtspielereien aufzupolieren. Oder wie der Duke es vielleicht sagen würde: Es gibt auf diesem Planeten nicht genug Bier, um sich diese Grafik schön zu saufen. Lediglich der von jaulenden Gitarren durchsetzte Soundtrack sowie die satten Schussgeräusche sind auf ordentlichem Niveau.

Humor oder Blödsinn?

Nicht nur der Duke, sondern auch die bekannten Feinde kehren zurück. Nicht nur der Duke, sondern auch die bekannten Feinde kehren zurück.

An dieser Stelle werden einige unverbesserliche Fans wahrscheinlich sagen: »Die Mängel sind mir egal, solange der Humor stimmt.« Humor ist durchaus vorhanden, allerdings nutzen sich Dukes Sprüche (in der deutschen Version von Manfred Lehmann, der auch Bruce Willis seine Stimme leiht) genauso schnell ab, wie der Rest des teilweise peinlichen Brechstangen-Humors. Ein Beispiel: Der Duke ist auf Daumengröße geschrumpft und wird von zwei Polygon-Schönheiten entdeckt. Ob der nun folgende Dialog für aufgerollte Fußnägel oder Lachanfälle sorgt, liegt natürlich im Ohr des Betrachters. »Oh, ist der niedlich! Den würde ich mir am liebsten wie eine Muschi in die Tasche stecken!«. Darauf die Gesprächspartnerin: »Oder gleich in die Muschi…«. An anderer Stelle hängen drei Brüste an einer Wand, die der Duke auf Knopfdruck schlagen kann, bis milchige Flüssigkeit aus den erigierten Warzen spritzt und Mr. Nukem dies mit den Worten »Zeit für die Vorsorgeuntersuchung« quittiert. Kann man beim ersten Mal durchaus lustig finden, bei der fünften Wiederholung wird es dann aber doch etwas langweilig. Als Goodie habt ihr nach dem Durchspielen die Möglichkeit, sämtliche Trailer von Duke Nukem Forever anzuschauen und anhand eines Zeitstrahls die Entwicklung des Titels zu verfolgen. Ganz harte Burschen dürfen sich außerdem die besten Sprüche des Duke anhören, bis ihnen die Ohren bluten.

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