Dying Light 2: Peacekeeper oder Überlebende - Wen ihr unterstützen solltet

Die Menschen im postapokalyptischen Villedor machen euch die Suche nach eurer Schwester nicht unbedingt leicht. Denn sie tragen ihren eigenen Konflikt untereinander aus.

von Stephan Zielke,
05.02.2022 13:30 Uhr

Beide Fraktionen in Dying Light 2 haben nicht nur ihr eigenes Weltbild, sondern auch unterschiedliche Vorteile. Beide Fraktionen in Dying Light 2 haben nicht nur ihr eigenes Weltbild, sondern auch unterschiedliche Vorteile.

Wer schon mal einen Zombiefilm oder eine Serie wie The Walking Dead gesehen hat weiß, dass nicht unbedingt die wandelnden Untoten das größte Problem sind, wenn die Welt vor die Hunde geht. Vielmehr sind es die Menschen, die in ihrer Verzweiflung, Selbstsucht oder falscher Gerechtigkeit die ganze Situation bedeutend schlimmer machen. 

Solche zwischenmenschlichen Konflikte erlebt ihr auch bei den Einwohnern Villedors in Techlands Dying Light 2: Stay Human, wo drei Fraktionen die Stadt unter ihre Kontrolle bringen wollen. Dabei entscheidet ihr, wer am Ende die Oberhand gewinnt.

Polizeistaat oder Hippie-Kommune?

Die Überlebenden lieben ihre Freiheit. Doch reicht das gegen die Zombiehorden? Die Überlebenden lieben ihre Freiheit. Doch reicht das gegen die Zombiehorden?

Zum einen sind da die Überlebenden. Wie es der Name vermuten lässt, zählen darunter die Menschen, die täglich ums Überleben kämpfen. In Teilen haben sie sich auf den Dächern der Stadt ein neues Zuhause aufgebaut.

Sie schätzen ihre Freiheit und erinnern teilweise mit ihren Ansichten an eine Art Hippie-Kommune. Andere nehmen es bei vollkommener Freiheit nicht so ganz genau mit der Moral. Ein zweischneidiges Schwert, bei dem Aiden am Ende gern mal zwischen den Stühlen sitzt.

Die Peacekeeper wollen die Ruhe waren und gehen dabei Notfalls über Leichen. Die Peacekeeper wollen die Ruhe waren und gehen dabei Notfalls über Leichen.

Zum anderen versuchen die Peacekeeper für Ruhe und Ordnung in den Straßen Villedors zu sorgen. Dabei setzen sie auf eine gute Ausbildung und eine klare Befehlskette, um der Zombieapokalypse mit militärischer Effizienz entgegenzutreten. Sie haben sich zur Aufgabe gemacht die Überlebenden von Villedor zu schützen, im Zweifelsfall auch vor sich selbst. Dabei schrecken sie nicht vor Gewalt zurück, ihre Gesetze durchzusetzen. Es verschwimmen immer wieder die Grenzen zwischen Schutzmacht und Tyrannei. 

Die dritte Fraktion sind die Abtrünnigen. Sie sind nicht wirklich eine zusammenhängende Gruppierung. Viel mehr fallen alle darunter, die es mit den wenigen Gesetzen oder moralischen Kompromissen in Villedor nicht so genau nehmen. Banditenbanden, die die Apokalypse als ihren eigenen anarchistischen Spielplatz verstehen. Niemand hier wird euch auf der Suche nach eurer Schwester helfen. Viel mehr werden sie alles tun, euch Steine in den Weg zu legen.

Story oder Gameplay? Warum nicht beides?

Ob ihr euch jetzt den Überlebenden oder Peacekeepern anschließt ist vollkommen euch überlassen. In zahlreichen Story-Entscheidungen und in der Verteilung der Stadt konkurrieren die beiden Fraktionen miteinander. 

Interessanterweise sind in Dying Light 2 diese beiden Teile vollkommen voneinander getrennt. Das heißt, dass ihr Beispielsweise in der Story die Überlebenden unterstützen, aber die gesamte Stadt für die Peacekeeper einnehmen könnt. Oder eben umgekehrt.

So könnt ihr genau die Geschichte erleben, die am besten zu euren moralischen Entscheidungen passt, aber die Partei im Straßenkampf unterstützen, die euch die idealen Gameplay-Vorteile für euren Spielstil bietet. Und diese Vorteile haben es in sich!

Zwischen Seilrutschen und Autobomben

Nehmt ihr ein Kraftwerk oder einen Wasserturm ein, dann dürft ihr entscheiden, welche der beiden Fraktionen von da ab die Kontrolle über das Gebäude und umliegende Gebiet erhält. Für jeden Distrikt erhaltet ihr zusätzliche Vorteile, die in allen von dieser Partei gehaltenen Zonen aktiv sind. 

Auf der Karte seht ihr wem welche Gebiete gehören und was ihr als nächstes freischalten könnt. Auf der Karte seht ihr wem welche Gebiete gehören und was ihr als nächstes freischalten könnt.

Zwar könnt ihr jedes mal neu entscheiden, wir empfehlen aber alles einer Partei zu geben. Sonst sind die Belohnungen zu stark verteilt und aufgrund der linearen Freischaltung bleiben euch die wirklich mächtigen Werkzeuge verwehrt.

Die Überlebenden unterstützen euch beim Parkour, so dass ihr euch sehr viel leichter in der Stadt bewegen könnt.

Die Peacekeeper hingegen verteilen überall Fallen, so dass ihr den Zombies auch auf dem Boden locker entgegentreten könnt.

Überlebende

Mit jedem neuen Distrikt schaltet ihr folgendes frei:

  1. Zusätzliche Seilrutschen.
  2. Airbags, die euch in die Luft schleudern.
  3. Landetaschen, mit denen ihr euch gefahrlos von Gebäuden stürzen könnt.
  4. Sterbt ihr bei einem Sturz, hilft euch ein Überlebender wieder auf die Beine.
  5. Mit Lüftungsöffnungen öffnen sich mehr Luftschächte in der Welt, mit denen ihr länger mit dem Fallschirm in der Luft bleiben könnt.
  6. Dank verbesserter Airbags, werfen euch die Sprungkissen noch höher in die Luft.
  7. Zuletzt ermöglichen euch Zwei-Wege-Seilrutschen die Seile auch wieder hinaufzukommen.

Peacekeeper

Die Peacekeeper statten euch mit zusätzlicher Feuerkraft aus. Die Peacekeeper statten euch mit zusätzlicher Feuerkraft aus.

Eroberte Gebiete gewähren euch folgende Vorteile:

  1. Die Peacekeeper verteilen Autobomben in der Stadt.
  2. An einigen Stellen stehen PK-Rasiermesserkanonen.
  3. Enge Durchgänge sind mit Elektrischen Fallen gesichert.
  4. Mit dem Armbrust-Paket erhaltet ihr die mächtigste Fernkampfwaffe des Spiels.
  5. Per Messerwurf könnt ihr Molotovlaternen aktivieren, die Gegner in der Nähe verbrennen.
  6. Die Pendelfallen zerpflücken ganze Zombiehorden.
  7. Dank UV-Fallen grillt ihr nicht nur Gegner, sondern füllt auch eure Immunität auf.

Die Qual der Wahl? Diese Fraktion empfehlen wir euch

Welche Seite ihr während der Story unterstützt, das liegt ganz an euch. Was die Gebäude-Freischaltungen anbelangt, hat sich bei uns nach dutzenden Stunden jedoch ein glasklarer Sieger herauskristallisiert: Die Überlebenden! So schreibt Kollege Dennis in seinem ausführlichen Test zu Dying Light 2:

Während die Parkour-Upgrades super hilfreich sind, wir durch sie unfassbar mehr Spaß an der flotten Fortbewegung durch die Stadt haben, sind die Peacekeeper-Upgrades größtenteils komplett nutzlos und fordern ein hohes Maß an Eigeninitiative, damit sie überhaupt etwas bewirken. So tötet die vor einem Gebäudeeingang platzierte Autobombe zwar im Umkreis stehende Feinde, lockt zeitgleich durch den Lärm aber auch neue an.

Für uns gibt es daher einen klaren Favoriten unter den Fraktionen. Doch für wen werdet ihr euch entscheiden? Wollt ihr mehr Möglichkeiten über die Dächer zu flitzen oder den Kampf mit den Untoten auf den Straßen angehen? 

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