Deutscher PC-Spieler kauft Intel-CPU bei Amazon, wundert sich über Kratzer und muss feststellen, dass er eiskalt betrogen wurde

Eigentlich wollte sich dieser User seinen ersten eigenen PC zusammenbauen. Aber er wurde mit einer 20 Jahren CPU betrogen.

Auf der CPU steht drauf, dass ein 14600KF von Intel ist. Dabei sieht der aber ganz anders aus! (Bild: Humanthe Reddit) Auf der CPU steht drauf, dass ein 14600KF von Intel ist. Dabei sieht der aber ganz anders aus! (Bild: Humanthe / Reddit)

Sich einen neuen Rechner zusammenzubauen, sollte eigentlich ein freudiges Ereignis sein. Vor allem, wenn es der allererste Rechner ist. Dieser PC-Schrauber geriet jedoch beim Anblick seiner – angeblich – neuen CPU stark ins Grübeln. Sie kam nämlich komplett zerkratzt bei ihm an.

Und beim genaueren Hinsehen stellte sich dann auch noch noch heraus, dass die 230 Euro-Bestellung gar nicht der richtige Prozessor sein kann. Sondern ein weitaus älteres und viel schwächeres Modell.

Es steht zwar i5 drauf, aber es ist kein i5 drin

Das ist passiert: Der Redditor Humanthe hat nachgefragt, ob es 'normal' sei, dass sein neuer Prozessor auf der Oberfläche komische Kratzer aufweist. Und auch die Unterseite sieht auf den angefügten Bildern ganz schön ramponiert aus.

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Dem populären PCMasterRace-Reddit sind daraufhin aber gar nicht so sehr die offensichtlichen Blessuren ins Auge gesprungen, sondern vor allem die Form der CPU. Der sogenannte Integrated Heatspreader – sprich das vernickelte Gehäuse, das den Prozessor mit einem Kühler verbindet und somit mehr Schutz bei der Installation bietet – sieht bei einem echten 14600KF ganz anders aus:

Die Intel-Core-CPUs der vierzehnten Generation haben einen langen Heatspreader. Die Intel-Core-CPUs der vierzehnten Generation haben einen langen Heatspreader.

Es handelt sich bei dem verschickten Prozessor also ganz klar um eine Fälschung. Die Kratzer auf dem IHS liefern wohl auch den Beweis, dass die originale Lasergravur vom Betrüger heruntergeschliffen und ein neuer Druck aufgetragen wurde, der den von einem echten 14600KF imitiert.

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Die Kommentierenden haben auch zügig herausfinden können, um welche CPU es sich eigentlich handelt: ein DualCore-Pentium, der von 2005 bis 2008 hergestellt wurde und heutzutage gerade so 5 Euro wert ist. Also ein ganzes Stück weniger als die circa 230 Euro, die der 14600F momentan kostet.

Wobei wahrscheinlich niemand die 5 Euro zahlen würde, da an der Rückseite der CPU klar zu erkennen ist, dass gleich mehrere elektrische Komponenten abgelötet wurden. Der Prozessor ist also offensichtlich reif für den Schrott.

Diesen Fehler solltet ihr bei Amazon unbedingt vermeiden

Humanthe gibt an, dass die CPU bei Amazon Deutschland gekauft wurde. Dabei ist der Person aber offenbar ein Fehler unterlaufen. Das Bauteil wurde nämlich nicht direkt von Amazon verschickt, sondern einem der zahllosen Händler, die ebenfalls ihre Produkte über die Plattform verkaufen. Und dabei schleichen sich – wie in diesem Fall – auch mal dubiose Bezugsquellen ein.

Ihr solltet daher immer darauf achten, wo genau ihr bei Amazon bestellt. Gekennzeichnet wird das unter jeder Preisangabe durch den Versand und den Verkäufer. Dort ist nicht zwangsläufig dann auch Amazon gelistet.

Hat es euch doch getroffen, dann solltet ihr euch so schnell wie möglich beim Support von Amazon melden, um euer Geld zurückzuerhalten. Der reagiert in der Regel ziemlich hurtig auf Betrüger. Zudem solltet ihr beim Öffnen von Paketen mit teuren Produkten stets eine Videoaufnahme per Handy laufen lassen, um einen stichhaltigen Beweis parat zu haben. Dann seid ihr komplett auf der sicheren Seite.

Habt ihr schon einmal etwas Falsches bei Amazon erhalten? Handelte es sich dabei auch um einen solchen Betrug?


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