Fallout 3-Devs setzten dem Spieler einen Zug auf den Kopf und ließen ihn einfach schnell über die Gleise rennen - weil sie Züge nicht richtig implementieren konnten

In Fallout 3 haben die Entwickler einen kuriosen Trick angewandt, um eine Zugfahrt ins Spiel zu bringen. So ist eure Spielfigur mit einem Zug auf dem Kopf über die Gleise gerannt!

Schicker Hut, oder? Schicker Hut, oder?

Es ist keine Seltenheit, dass in der Spielentwicklung etwas getrickst wird, um bestimmte Ergebnisse zu erreichen, etwa wenn wir uns, um einen Ladebildschirm zu vermeiden, durch eine Felsspalte zwängen. Um eine Zugfahrt in Fallout 3 zu realisieren, haben sich die Devs allerdings etwas ziemlich Witziges einfallen lassen.

Spielfigur trägt Zug auf dem Kopf und rennt über die Gleise

Eigentlich gab es in Fallout 3 ja gar keine funktionierenden Züge, zumindest bis zum dritten Addon Broken Steel – darin konnten wir dann mit der Metro fahren. Allerdings bot die Gamebryo-Engine, also der Vorgänger der berühmten Creation Engine von Bethesda, damals noch gar keine Unterstützung für eine native Fahrzeugphysik.

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Um den Aufwand im Rahmen der Produktion der Erweiterung in Grenzen zu halten – für die Entwicklung der entsprechenden Systeme hätte das Team damals viele Ressourcen für ein vergleichsweise kleines Feature nutzen müssen – hat sich das Team um Todd Howard für eine ziemlich witzige Lösung entschieden.

Anstatt den Zug zu steuern, wird unserer Spielfigur, vereinfacht gesagt, einfach das Modell auf den Kopf gesetzt. Im Anschluss rennt diese dann in hoher Geschwindigkeit über die Schienen.

Aber was passiert da genau? Wenn wir die Metro betreten und eine Fahrt starten, wird unsere Spielfigur mit einem Item ausgerüstet. Das sitzt gar nicht direkt auf dem Kopf, sondern an unserem rechten Arm und hat als Aussehen das Modell des Zugs. Dieser ist quasi ein riesiger Handschuh, der so modelliert ist, dass sein Innenraum genau das Sichtfeld der Kamera umschließt.

Nun wird die Spielfigur mit erhöhter Geschwindigkeit über die Gleise und bis zum Ziel geschickt. Damit alles noch etwas passender aussieht, sorgen spezielle Animationen dafür, dass sich das Modell rhythmisch und relativ zur Kamera bewegt – so wird das Rütteln und Wackeln des fahrenden Zugs simuliert. (via PCGamer)

Sobald wir am Ziel ankommen, erfolgt eine Schwarzblende, der "Handschuh" wird entfernt und es kann weitergehen. Wie das Ganze von außen aussieht, könnt ihr euch zum Beispiel in diesem Video anschauen:

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Das Ganze sieht von Außen natürlich überaus witzig aus, aber tatsächlich funktioniert es im Spiel ziemlich gut und stellt eine sehr effiziente Lösung für das Problem dar. Anstatt für eine einzelne Fahrt sehr umfangreich neue Funktionen zu implementieren, wurden die bestehenden Möglichkeiten kreativ genutzt.

Kanntet ihr die Train Hat-Story schon und fallen euch noch andere Kniffe ein, die Devs bei der Entwicklung ihrer Spiele benutzt haben? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!


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