Fallout: Könnte Power-Rüstung in der echten Welt existieren – oder ist sie reine Sci-Fi-Fantasie?

Tonnenschwere Rüstungen, unmögliche Energiequellen und schlampige Panzerplatten.

Wären die Rüstungen der Bruderschaft theoretisch möglich? Das können wir mit einem glasklaren Jein beantworten. Wären die Rüstungen der Bruderschaft theoretisch möglich? Das können wir mit einem glasklaren Jein beantworten.

Power-Rüstungen sind eines der coolsten Elemente von Fallout. In der Serie stapfen Soldaten wie wandelnde Panzer durchs Ödland, kugelsicher, übermenschlich stark und fast unaufhaltsam. Doch nun, wo wir sie nicht mehr nur in Spielen sehen können, stellt sich die Frage: Könnte so etwas überhaupt funktionieren?

Schon am Set stößt die Idee an Grenzen. 

Die Schauspieler der Fallout-Serie erklärten, dass allein die getragenen Kostüme inklusive Helm deutlich über 45 Kilo wiegen. Und das ist nur Kunststoff, Schaumstoff und Mechanik – ganz ohne echte Metallpanzerung, Servomotoren oder Energieversorgung. 

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In der Realität müsste eine solche Rüstung nicht nur schützen, sondern auch ihr eigenes Gewicht aktiv bewegen. Zwar existieren bereits leichte Exoskelette für Militär und Industrie, doch schon hier hält die Energieversorgung nur wenige Minuten.

Ingenieure haben es versucht – mit ernüchterndem Ergebnis

Wie schwierig das ist, zeigt aktuell Hacksmith Industries. Die Gruppe aus Ingenieuren und YouTubern arbeitet – im Auftrag von Bethesda – seit einiger Zeit an einer realen Power-Rüstung und dokumentiert offen, wo die Probleme liegen.

Ihr Fazit: Ja, theoretisch ist Power Armor machbar – aber nur mit massiven Kompromissen. Reduziert man das Gewicht so weit, dass sich die Rüstung überhaupt sinnvoll bewegen lässt, ist die Panzerung kaum noch mehr als symbolisch. Selbst mittlere Kaliber, etwa aus einer AK, würden sie problemlos durchschlagen. 

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Verstärkt man die Panzerung, wird das System so schwer, dass es im Matsch einsinkt, keine Treppen mehr benutzen kann oder durch Decken bricht, sobald man den zweiten Stock eines Gebäudes betritt.

Energie, Gewicht und Physik sind gnadenlos

Dazu kommt die Energiefrage. Ein tragbarer Reaktor wie in Fallout existiert nicht. Akkus mit genug Leistung wären schwer, heiß und gefährlich. Servomotoren, Hydraulik und Stabilisierung erhöhen das Gewicht weiter. Am Ende entsteht kein flexibler Supersoldat, sondern ein extrem teures, wartungsintensives Ziel.

Das Militär setzt deshalb heute lieber auf Drohnen, leichte Exoskelette zur Entlastung oder spezialisierte Fahrzeuge. Der "Ein-Mann-Panzer" bleibt ein faszinierendes Konzept – aber kein praktikables.

Warum man Fallout trotzdem das Konzept abnimmt

Eigentlich liegen diese ganzen Probleme auf der Hand. Aber irgendwie nimmt man der Serie das Konzept trotzdem ab.

Fallout selbst verkauft Power-Rüstung nie als perfekte Technik. Sie ist selten, teuer, wartungsanfällig und ein Relikt militärischer Überheblichkeit. Genau deshalb wirkt sie glaubwürdiger als viele andere Sci-Fi-Rüstungen, die nur selten Nachteile haben.

Zusammengefasst: Power-Rüstung ist nicht unmöglich. Aber sie wäre kein Gamechanger, sondern ein technischer Albtraum mit beeindruckender Optik.

Seid ehrlich: Würdet ihr euch in solche Rüstungen wagen, wenn sie Realität wäre?


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