Fortnite - Analyst erklärt, wieso Sony kein Crossplay will

Fortnite hält die Crossplay-Diskussion am Leben: Laut einem Analysten hat Sony keinen Grund, sich zu öffnen, weil die Konkurrenz mehr gewinnt.

von David Molke,
21.06.2018 12:45 Uhr

Fortnite-Fans können fast auf allen Plattformen miteinander spielen, aber Sony wehrt sich gegen Crossplay.Fortnite-Fans können fast auf allen Plattformen miteinander spielen, aber Sony wehrt sich gegen Crossplay.

Fortnite und Entwickler Epic legen viel Wert auf gemeinsames Spielen. Crossplay funktioniert daher fast mit allen Geräten und Plattform-übergreifend.

Seitdem die Nintendo Switch-Version von Fortnite erschienen ist, steht Sony wieder verstärkt in der Kritik: Wer Fortnite auf der PS4 gespielt hat, kann mit diesem Account nicht auf der Switch zocken und umgekehrt. Jetzt erklärt ein Analyst, wieso Sony kein Interesse an Crossplay hat.

Sony öffnet sich wohl kaum für Crossplay

MIDiA Research-Analyst Karol Severin glaubt, dass Sony keine Anstalten macht, etwas an der Crossplay-Situation zu ändern. Aus dem einfachen Grund, dass das Unternehmen seine Vorherrschaft beschützen will.

Die Zahl der Konsolenbesitzer steige nicht. Deshalb gehe es aktuell hauptsächlich darum, die bereits existierenden Konsolen-Spieler zu überzeugen, mit der nächsten Generation den Anbieter zu wechseln.

PlayStation braucht das größte Konsolenspieler-Ökosystem

Sony liegt aktuell vorne, wenn es um die Spieleranzahl geht. Das soll auch so bleiben, weil sich der Software-Part des Geschäftes immer mehr dahin bewegt, Kapital aus bereits existierenden Nutzern zu schlagen, statt zu erwarten, dass viele neue Kunden hinzukommen.

"Je wichtiger die Spielerbindung für Gaming-Monetarisierung wird, desto mehr wird Sony gegenüber seinen Rivalen die Oberhand behalten, indem sie die größte, aktive Nutzerbasis haben. Darum muss der Vorsprung bei der Nutzerbasis um jeden Preis beschützt werden."

Microsoft würde stärker von Crossplay profitieren als Sony

Laut dem Analysten stellt sich die Sache ganz einfach dar: Während Microsoft mit Windows und der Xbox streng genommen zwei Gaming-Plattformen besitzt, hat Sony nur die PlayStation.

Wenn es weniger Xbox-Nutzer gibt, dauert es zum Beispiel auch länger (als auf der PS4), bis in Multiplayer-Titeln genug Spieler gefunden sind, um ein Match zu starten. Was Crossplay natürlich verbessern würde, aber eher nicht in Sonys Interesse liegen dürfte.

"Die Wahrheit ist, dass PlayStation sich nicht abschottet, weil sie Spieler ärgern wollen, sondern einfach nur deshalb, weil sie ungleich weniger von Crossplay profitieren würden als ihr Hauptrivale. "

Leuchtet euch die Argumentation ein? Würdet ihr es an Sonys Stelle trotzdem machen?

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