Fortnite - Massive Lags: eSport-Turnier wird abgebrochen & Epic steht in der Kritik

Lag, zu vorsichtiges Spielverhalten: Am ersten Summer Skirmish-eSport-Turnier in Fortnite gab es offenbar viel zu kritisieren. Nach nur vier Matches wurde es abgebrochen.

von David Molke,
16.07.2018 14:00 Uhr

Epic investiert in massive Preisgelder, um Fortnite: Battle Royale als eSport zu etablieren, aber das erste große Turnier musste nach nur vier Matches abgebrochen werden. Epic investiert in massive Preisgelder, um Fortnite: Battle Royale als eSport zu etablieren, aber das erste große Turnier musste nach nur vier Matches abgebrochen werden.

Fortnite soll den eSport erobern, wenn es nach Epic Games geht. Der Entwickler veranstaltet zu diesem Zweck die Turniere der Summer Skirmish-Serie und schreibt im ersten Jahr Preisgelder im Gesamtwert von 100 Millionen US-Dollar aus.

Allerdings gilt das erste große Turnier der Reihe als gescheitert: Aufgrund von massiven Lags war ein faires Spiel für viele Beteiligte gar nicht möglich. Das Turnier wurde nach nur vier Spielen abgebrochen.

Das waren die Regeln:

Zum ersten Turnier der Summer Skirmish-Serie waren 49 Duos eingeladen (offenbar ist ein Team abgesprungen). Unter anderem bekannte Pro-Gamer und eSportler, aber auch Spieler, die beim Showdown-Event besonders gut abgeschnitten haben.

Ursprünglich sollten 10 Matches gespielt werden: Das erste Team, das zwei Siege verbuchen kann, gewinnt. Gibt es nach 10 Spielen kein Team mit zwei Siegen, geht der Titel an das Team mit den meisten Kills. Für den ersten Platz sollte es 50.000 US-Dollar geben, für das Team mit den meisten Kills 65.000. Insgesamt ging es am Samstag um 250.000 US-Dollar.

Massive Lags machen eSport-Turnier zum Flop

Das Spektakel wurde auf den nordamerikanischen Fortnite-Servern ausgetragen, aber die Teilnehmer haben von überall aus gespielt. Was für derart massive Lags gesorgt hat, dass das erste große Fortnite-eSports-Turnier nach nur vier Spielen abgebrochen werden musste. Wie jetzt die Gewinner des Turniers ermittelt werden sollen und was aus den Preisgeldern wird, steht offenbar noch nicht fest.

Fortnite im ersten eSport-Jahr:
Rekord-Preisgelder in Höhe von $100 Mio.

Zuschauer kritisieren Organisation & Spielverhalten

Die Lags waren aber nicht der einzige Kritikpunkt am ersten großen Fortnite-eSport-Turnier. Aufgrund der Gewinnbedingungen haben die meisten Teilnehmer äußerst defensiv gespielt. Sie waren eher auf den Sieg aus als auf die meisten Kills, was für Zuschauer durchaus langweilig wirken kann.

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Obendrein ist es oft schwierig und verwirrend, die einzelnen Team-Mitglieder im Auge zu behalten, wenn ständig hin- und hergeschaltet wird. Der Streamer Ninja plädiert zum Beispiel dafür, nur Solo-Turniere abzuhalten, um das Ganze weniger chaotisch zu gestalten. Als Positiv-Beispiel gilt das ProAm-Fortnite-Turnier, das im Rahmen der E3 2018 in Las Vegas stattgefunden hat.

Turnier-Streams mit schimpfenden Spielern

Die einzelnen Spieler des Fortnite-Turniers haben die Runden live auf Twitch gestreamt, während die offizielle Übertragung von Epic zwischen den einzelnen Streams hin- und hergeschaltet hat. Was teilweise zu der kuriosen Situation führte, dass Epic Streams ausgestrahlt hat, in denen die Spieler den Entwickler aus Schärfste kritisieren, weil sie nicht richtig spielen können.

Epic gelobt Besserung

Epic hat in einem Tweet versprochen, die Server-Performance zu verbessern und Probleme auszumerzen. Außerdem sollen die Summer Skirmish-Series jedes Mal ein anderes Format bieten. Es ist also davon auszugehen, dass bei den künftigen Turnieren einiges anders laufen wird. Möglicherweise gibt es dann auch andere Regeln und Gewinnbedingungen.

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