GTA 6: Hacker hinter dem Mega-Leak wollte Rockstar erpressen

Die 90 Videos, die zu GTA 6 geleakt wurden, sind nicht alles. Der Hacker behauptete, zudem Quellcode zu besitzen und wollte einen 'Deal' aushandeln.

Der für die Leaks verantwortliche Hacker wollte Rockstar erpressen. Der für die Leaks verantwortliche Hacker wollte Rockstar erpressen.

In einem echten Mega-Leak wurden am Wochenende ganze 90 Gameplay-Videos aus einem frühen Build des kommenden Actionspiels GTA 6 veröffentlicht. Doch das ist noch nicht alles. Rundherum entwickelte sich eine Geschichte, die sich ein wenig wie ein Thriller anhört und für die Entwickler*innen ein echter Albtraum sein dürfte, auch wenn Rockstar inzwischen in einem offiziellen Statement bekanntgab, dass die die Entwicklung von GTA 6 nicht in Gefahr sei.

Hacker Tea Pot (beziehungsweise teapotuberhacker, wie sich die Person in den GTAForums nennt) erklärte zwischenzeitlich, über die Videos hinaus, auch den Quellcode des Spiels zu besitzen und einen "Deal" verhandeln zu wollen. In diesem Zuge kam es zu jeder Menge Verwirrung und Aufregung über mögliche Verkäufe vom gestohlenen Quellcode und fünf- bis sechsstellige Summen. Wir dröseln den ganzen Fall für euch auf und berichten, was im Einzelnen passiert ist.

Hacker droht Rockstar und Take-Two

Darum geht es: Der besagte Hacker hat die riesige Sammlung an Gameplay-Videos in der Nacht von Samstag auf Sonntag in den GTAForums veröffentlicht und bereits angedeutet, dass noch weiteres Material auftauchen könnte.

Die Videos zeigen zwar einen sehr frühen und unfertigen Build des Spiels, der womöglich schon über ein Jahr alt ist, aber trotzdem lassen sich einige Informationen aus dem Material ziehen, die sich auch mit Hinweisen decken, die im Vorfeld als Gerüchte aufkamen. Hier unsere Zusammenfassung dazu:

GTA 6: Gerüchte und Leaks zu Release, Setting, Map + Co.   83     5

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Hacker droht Rockstar und Take-Two: Damit aber nicht genug. Wie der Journalist und Insider Tom Henderson in einem Twitter-Thread berichtet, versuchte der Hacker Tea Pot danach via Telegram und E-Mail mit Mitarbeitenden von Rockstar und Take-Two ins Gespräch kommen. In einem Update des Posts nennt Tea Pot die Möglichkeit, unter anderem Quellcode und Assets zu GTA 5 und GTA 6 zu leaken.

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Henderson teilt außerdem eine mutmaßliche Telegram-Konversation zwischen Tea Pot und einer Person, die sich als GTA 6-Entwickler*in ausgab. Während des Chats gibt der Hacker erneut an, in Besitz vom Quellcode des Spiels zu sein. Auf die Frage nach einem Beweis erklärt Tea Pot, die IT-Abteilung könne selbst die Protokolldateien des gehackten Kommunikationstools prüfen, also nachvollziehen, ob etwas von ihnen heruntergeladen wurde.

Hier geht es zu Rockstars offiziellem Statement zu der Sache:

GTA 6 Mega-Leak - Rockstar veröffentlicht Statement   12     3

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GTA 6 Mega-Leak - Rockstar veröffentlicht Statement

Verwirrung um 100.000 Dollar-Zahlung

Später gibt Tea Pot an, der GTA 6-Quellcode stehe aktuell nicht zum Verkauf, dafür jedoch der GTA 5-Quellcode und die originalen, unkomprimierten Assets von GTA 6, also Texturen, Charaktermodelle und auch Sound-Dateien. Dazu mahnt der Hacker, minimal fünfstellige Angebote abzugeben.

Angebliche Zahlung: Twitter-User und RockstarINTEL-Autor Ben (@videotech_) gibt daraufhin an, für den Quellcode sei sogar eine sechsstellige Summe aufgerufen worden. Der Tweet des Autors wurde von gamerant.com dokumentiert und zeigt eine Transaktion, bei der eine stolze Bitcoin-Summe von umgerechnet etwa 100,556 Dollar den Besitzer wechselte.

Wie wir mit Leaks umgehen:
In Angesicht der Leaks zu GTA 6 und Diablo 4 wollen wir noch einmal klarstellen wie wir mit Leaks umgehen. Deshalb haben die Kollegen der GameStar das für euch hier zusammengefasst.

Vermutlich eine Fälschung: Tea Pot seinerseits gibt jedoch an, es habe sich nicht um sein Wallet gehandelt. Ben erklärt später, dass aktuell viele falsche Infos und gefälschte Blockchain-Transaktionen in Umlauf seien. Also ist zu bezweifeln, ob die dokumentierte Zahlung wirklich echt war. Zudem tauchten Twitter-Accounts von Personen auf, die sich fälschlicherweise als Tea Pot ausgaben. Vermutlich witterten einige Personen ihre Chance, aus dem Leak irgendwie Profit zu schlagen.

Telegram-Account wohl gelöscht: Übrigens kam es auch zu einer neuen Entwicklungen in Sachen des tatsächlichen Telegram-Accounts des Hackers. Tom Henderson ergänzte in seinem Twitter-Thread, der Account sei gelöscht worden, laut unbestätigten Berichten, da der Aufenhaltsort des Hackers aufgeflogen sei.

Was haltet ihr von dieser ganzen Geschichte?

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