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Seite 2: Halo: Reach im Test - Test für Xbox 360

Halo: Reach - Die Missionen

Halo: Reach: Oft müsst ihr bestimmte Ziele wie diese riesigen Kanonen zerstören. Halo: Reach: Oft müsst ihr bestimmte Ziele wie diese riesigen Kanonen zerstören.

Trotz der genretypischen Missionsziele kommt die Abwechslung bei Halo: Reach nicht zu kurz. Das liegt vor allem an den einzelnen Missionen. Die Schauplätze variieren deutlich, unter anderem seid ihr in auf grasbewachsenen Ebenen unterwegs, schlagt euch durch eine Basis, die im ewigen Eis liegt oder schleicht nachts durch eine von der Allianz besetzte Gebirgsgegend. Dabei seid ihr nicht nur zu Fuß unterwegs, denn auch in Halo: Reach gibt es Abschnitte, in denen ihr mit Fahrzeugen unterwegs seid. Die Jeeps und Panzer der menschlichen Streitkräfte sind ebenso mit von der Partie, wie Ghost-Gleiter oder Wraith-Panzer auf Seiten der Aliens.

>> Test-Video zu Halo: Reach ansehen

Halo: Reach: Neu für die Halo-Serie sind die Raumschlachten über Reach. Halo: Reach: Neu für die Halo-Serie sind die Raumschlachten über Reach.

Neue Vehikel gibt’s aber auch, unter anderem klemmt ihr euch in den neuen Revenant-Bodengleiter oder schwingt euch mit dem helikopterähnlichen Falcon in die Lüfte. Die Fahrzeugsequenzen lockern den Spielfluss wieder ungemein auf und sorgen dafür, dass die Action nicht zu eintönig wird. Ganz penible Kritiker werden dem Spiel sicher ankreiden, dass es leichte Backtracking-Symptome zeigt. Es wirkt allerdings, als spiele Bungie bewusst mit dieser negativen Befürchtung. Denn wäre ein Halo ohne das kleinste Anzeichen von Backtracking wirklich ein echtes Halo? Bis zum furiosen Finale werdet ihr jedenfalls gut unterhalten, denn künstlich in die Länge gezogene Abschnitte im Stile der berüchtigten Bibliothek aus dem ersten Teile gibt es nicht. Dazu kommen zahlreiche Bonbons und „Deja-Vu-Momente“ für Fans der Serie. Ein Blick auf die Uhr nach dem Durchspielen auf „Normal“ überrascht. In knapp sechs Stunden habt ihr den Untergang von Reach miterlebt. Daher unser Tipp: Um ein möglichst intensives Spielerlebnis zu haben, solltet ihr direkt mit dem „Heldenhaft“-Schwierigkeitsgrad anfangen. Dort sind die Gegner nämlich wesentlich zäher und cleverer. Gerade hier wird Reach zu einem schweißtreibenden Erlebnis. Zusammengekauert hockt ihr hinter Deckungen, habt das bedrohliche Piepen des Energieschilds im Ohr und hofft nur, dass ihr schnell genug nachladen könnt, bevor euch der Gegner trifft. In solchen Momenten ist Halo reinstes Adrenalin!

>> Video: Intro und die ersten Kämpfe in Halo: Reach

Halo: Reach - Die Technik

Halo: Reach: Fahrzeugsequenzen gibt es auch im neuesten Halo-Teil in schöner Regelmäßigkeit. Halo: Reach: Fahrzeugsequenzen gibt es auch im neuesten Halo-Teil in schöner Regelmäßigkeit.

Technisch bewegt sich Halo: Reach etwas über dem Niveau von Halo 3 aus dem Jahre 2007. Die Farben sind nun nicht mehr so poppig bunt, was die Atmosphäre des Spiels aber nur unterstützt. Die Lichtstimmung ist sehr gelungen, Details wie Nebel oder herumstreunende Tiere erwecken die Reach-Welt zum Leben. Auch wenn auf dem Bildschirm die Post abgeht, bleibt das Spiel stets flüssig -- nur ganz sporadisch schleichen sich ein paar Ruckler ein. Ein fast schon Halo-typisches Manko: die deutsche Sprachausgabe. Zwar hat Microsoft durchaus prominente Sprecher verpflichtet (so wird z.B. Jorge von Tilo Schmitz, Synchronsprecher von Michael Clarke Duncan, vertont) trotzdem klingt der Großteil der Stimmen unmotiviert, und, an der Brisanz der Geschichte gemessen, teilnahmslos oder sogar unfreiwillig komisch (so wird das „out“ am Ende eines Funkspruchs teilweise mit „aus“ übersetzt). Eine englische Sprachfassung befindet sich nicht auf der Disk. Der Soundtrack von Bungies Haus- und Hofkomponist Marty O’ Donnell ist dagegen über jeden Zweifel erhaben und gehört spätestens mit Halo: Reach zur Videospiel-Referenz. In den Kämpfen unterstützen euch treibende Märsche während sich in ruhigeren Momenten dezentere Klänge in eure Gehörgänge schmiegen. Einige musikalische Themen der Serie werden clever eingefangen und bieten somit für Fans der Serie auch akustische Schmankerl. In Verbindung mit den zahlreichen „Wow“-Momenten des Spiels zaubern euch die Klänge mehr als einmal eine Gänsehaut auf den Körper. Auch der Rest des Sounds ist grandios. Waffen- und Explosionseffekte klingen gewohnt hervorragend und druckvoll, dank der guten Codierung und Direktionalität könnt ihr Gegner auch problemlos orten, wenn ihr nur genau hinhört. In Verbindung mit dem Halo-Look entsteht so auch bei Halo: Reach der Eindruck einer eigenen, in sich geschlossenen und harmonischen Spielwelt.

>> Special: Die Geschichte der Halo-Spiele lesen

Halo: Reach - Das Erlebnis

Halo: Reach: Die Zwischensequenzen strotzen teilweise nur so vor Bombast. Halo: Reach: Die Zwischensequenzen strotzen teilweise nur so vor Bombast.

Was macht Halo: Reach jetzt also anders als die anderen Halos? Ehrlich gesagt, nicht viel. Es sieht aus wie Halo, es klingt wie Halo, es fühlt sich an wie Halo. Es ist Halo. Aber genau das zeichnet das Spiel aus. Alle grandiosen Elemente (Spielbarkeit, Bombast-Momente, Musik, organische Welt) der Serie findet ihr wieder. Dieses Mal aber pur und ohne langatmige Momente. Bungie hat es geschafft, die besten Elemente der Serie zusammenzumischen und in Halo: Reach gebündelt auf euch loszulassen. Und das Beste: es fährt mit euren Gefühlen Achterbahn. Ihr schleicht beklommen mit dem Nachtsichtgerät durch dunkle Gänge, seid erschüttert, als ihr das schiere Ausmaß der Invasionsarmee entdeckt oder wischt euch nach einem nervenzerfetzenden Gefecht die Schweißperlen von der Stirn. Es ist ein emotionales Auf und Ab, das euch packt und bis zum Ende nicht mehr loslässt. Und nach der Kampagne warten noch Mehrspieler- und Feuergefecht-Modi sowie der deutlich aufgemotzte Karteneditor Forge auf euch. Das macht Halo: Reach für 60 Euro zu einem unschlagbaren Gesamtpaket.

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