Hogwarts Legacy: Lead Designer mit rechtem YouTube-Kanal verlässt das Studio

Der Hogwarts Legacy-Lead Designer Troy Leavitt verlässt das Entwicklerstudio Avalanche Software. Er geht nach viel Wirbel um seinen YouTube-Kanal, auf dem er ein Erklärvideo ankündigt.

von David Molke,
05.03.2021 12:15 Uhr

Hogwarts Legacy hat nun zumindest einen Grund weniger, von Kritiker*innen boykottiert zu werden: Lead Designer Troy Leavitt ist nicht mehr beteiligt. Hogwarts Legacy hat nun zumindest einen Grund weniger, von Kritiker*innen boykottiert zu werden: Lead Designer Troy Leavitt ist nicht mehr beteiligt.

Hogwarts Legacy soll Harry Potter-Fans endlich das lang ersehnte Blockbuster-Spiel zum Franchise bringen. Aber es gibt viel Kritik an der Autorin der Original-Buchreihe und auch an Lead Designer Troy Leavitt. Beide haben wiederholt öffentlich äußerst fragwürdige Positionen vertreten und beispielsweise transfeindliche Aussagen getätigt oder Gamergate verteidigt. Der leitende Entwickler kehrt dem Hogwarts Legacy-Entwicklerstudio nun allerdings den Rücken und schmeißt seinen Job hin.

Hogwarts Legacy-Entwickler verlässt Studio nach Kontroverse um seinen YouTube-Kanal

Lead Designer geht: Troy Leavitt macht via Twitter öffentlich, dass sich die Wege von ihm und dem Studio hinter Hogwarts Legacy trennen. Er habe diese Entscheidung getroffen und nur Gutes über das Spiel, das Entwicklungsteam und Publisher Warner Bros. Games zu sagen. Im selben Atemzug kündigt er ein Video zu diesem Thema auf seinem YouTube-Kanal an.

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Der Ex-Entwickler schiebt noch einen Tweet hinterher, in dem er klarstellt, dass er sich in seiner Position "absolut sicher" gefühlt habe. Nichtsdestotrotz habe er trotzdem kündigen wollen und die Gründe dafür wolle er in diesem angekündigten Video erklären. Er habe exzellente Laune und sei sehr zufrieden mit seiner Beziehung zu Avalanche und Warner Bros.

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Wer ist das, was für eine Kontroverse? Troy Leavitt stand in den letzten Wochen in der Kritik, als dessen rechter YouTube-Kanal und dessen Inhalte bekannt wurden. Dort hat der ehemalige Hogwarts Legacy-Entwickler vor allem antifeministische und pro-Gamergate-Videos veröffentlicht. Letzteres sei ihm zufolge insgesamt "eine gute Sache" gewesen. Mehr dazu könnt ihr zum Beispiel hier bei Kotaku lesen.

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Auf dem Kanal finden sich auch Aussagen zur #metoo-Bewegung, die der Verantwortliche als "Panik" abtut.

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Unter anderem hat Troy Leavitt auf seinem Kanal auch Anita Sarkeesian angegriffen, die sich für mehr Gleichberechtigung in Videospielen einsetzt. Er hat aber auch John Lasseter und Nolan Bushnell verteidigt, denen sexuelle Belästigung sowie eine vor allem für Frauen toxische Arbeitskultur vorgeworfen wird.

Es gibt aber auch gute Neuigkeiten zu Hogwarts Legacy: Trotz oder gerade wegen der transfeindlichen Aussagen der Harry Potter-Autorin soll es im Spiel die Möglichkeit geben, trans Menschen zu spielen. Zumindest soll das laut Insider-Berichten aktuell der Plan sein, bis zum Release kann sich aber natürlich immer noch einiges ändern.

Freut ihr euch, dass er geht? Werdet ihr das Spiel trotz der problematischen Aussagen der Autorin unterstützen?

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