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Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung im Test - Rucklige Massenschlacht

Der zweite Teil des Musou-Ablegers im Zelda-Universum ist einer der spaßigsten Vertreter seiner Art. Doch das Spiel hat ein Problem: Es muss sich mit der begrenzten Switch-Hardware abfinden.

von Michael Cherdchupan,
18.11.2020 15:00 Uhr

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung im Test. Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung im Test.

In Zelda geht es um Heldentaten. Und kaum ein Genre feiert Helden so sehr wie "Musou". Das ist der japanische Begriff für "unübertrefflich". Das passt, denn nicht selten erledigen wir in Musou-Spielen über 1.000 Gegner, die von wuchtigen Angriffen meterhoch durch die Luft wirbeln. Dabei sehen unsere Kämpfer unverschämt gut aus und machen stylische Kampfbewegungen. Das verbindet man nicht unbedingt mit der Zelda-Serie, und trotzdem war Hyrule Warriors für Wii U und 3DS ein überraschend stimmiges Spiel.

Die Fortsetzung Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung ist keine im eigentlichen Sinne, denn sie macht einen Sprung in eine andere Zeitlinie. Sie erzählt die Vorgeschichte zu Breath of the Wild, in der Ganon das Schloss Hyrule erobert. Die Geschichte des Rollenspiel-Meisterwerks wird sinnvoll ergänzt, und neben Link kommen hier alle Charaktere vor, die wir aus der Vorlage kennen und lieben. Vorwissen müssen wir trotzdem nicht mitbringen, denn die Handlung ist auch für Neueinsteiger verständlich.

Ein Hauch von Strategie

Musou muss sich oft den Vorwurf gefallen lassen, bloß stures Draufgekloppe zu sein. Aber das ist nicht ganz richtig: Tatsächlich rührt das Genre Elemente von Echtzeit-Strategie in seinen Hack-and-Slay-Cocktail mit ein. Mit einer Gruppe von (meistens) vier Helden betreten wir ein weitläufiges Schlachtfeld, auf dem sich mehrere Vorposten und Festungen befinden. Dort hocken dann Generäle, die über mehr Ausdauer als die zahllosen, kleinen Schergen verfügen. Habt ihr einen Bereich von Moblins, Bokolins und Chuchus befreit, gilt er auf der Karte als erobert.

Eine völlig normale Situation in einem Musou-Spiel: Auf dem Bildschirm wimmelt es vor Gegnern und verbündeten Soldaten! Eine völlig normale Situation in einem Musou-Spiel: Auf dem Bildschirm wimmelt es vor Gegnern und verbündeten Soldaten!

Dabei spielt der Zeitfaktor eine Rolle: Wir steuern nur einen Charakter gleichzeitig, während die übrigen von der KI übernommen werden. Auf Knopfdruck können wir die gerade aktive Figur wechseln. Die anderen können wir mit einem Wechsel zur Kartenübersicht den Befehl geben, sich zu einem bestimmten Ort zu bewegen. Das wird nötig, sobald mehrere Gefahren gleichzeitig auftauchen. So kann sich die KI schon einmal richtig positionieren, denn wenn wir zu viel Zeit mit Laufwegen verplempern, können Missionen scheitern. In der Zwischenzeit können Monster z.b. handlungsrelevante Freunde töten.

Allerdings ist der Zeitfaktor diesmal nicht ganz so groß wie bei anderen Musou-Spielen. Vor allem in den Kampagnen-Missionen wird uns viel Luft gelassen, womit das Spiel relativ einsteigerfreundlich ist. Zeitlimits sind in optionalen Nebenmissionen und Herausforderungen präsenter.

Lasset die Partikeleffekte regnen!

Strategie hin oder her: Im Vordergrund steht geballte Hack-and-Slay-Action, und davon hat Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung mehr als genug! Weit über 100 Gegner schwirren gleichzeitig über den Schirm. Es gibt bildschirmfüllende Spezialattacken, die einen Hagel an Partikeleffekten regnen lassen. Große Explosionen setzen Felder in Brand oder zerstören Gebäude. Und für all dieses Chaos sind wir verantwortlich. Im Laufe der Kampagne schalten wir 20 Held*innen frei, die alle ihre eigenen zerstörerischen Kampfstile mitbringen.

Als nette Abwechslung steuert ihr zwischen den Missionen ab und zu einen Titanen. Das fühlt sich dann an wie in einer Mech-Simulation. Als nette Abwechslung steuert ihr zwischen den Missionen ab und zu einen Titanen. Das fühlt sich dann an wie in einer Mech-Simulation.

Links Schwerpunkt liegt als Ritter auf Schwert und Bogen. Da wir Waffen freischalten und zwischen den Kämpfen wechseln können, dürfen wir ihn auch mit seinem ikonischen Bumerang ausrüsten. Prinzessin Mipha hingegen nutzt als Wasserwesen Zora die Macht des kühlen Nass: Sie hält Monster in Wasserblasen gefangen oder erzeugt einen Wirbel, der sie wegfegt. Die Gerudo-Königin Urbosa ist da elektrisierender: Sie kann ihre Attacken mit Strom aufladen und lähmt damit ihre Feinde. Komplett abgefahren kämpft (die hier noch junge) Impa: Die königliche Beraterin kann wie ein Ninja pfeilschnell angreifen und sogar Kopien von sich erstellen, die synchron mitkämpfen.

Impa kann Doppelgängerinnen von sich erzeugen, die synchron mitkämpfen. Das sieht ziemlich beeindruckend aus! Impa kann Doppelgängerinnen von sich erzeugen, die synchron mitkämpfen. Das sieht ziemlich beeindruckend aus!

Magie, vom Tablet aus serviert

Jeder der Helden hat seine eigenen Fähigkeiten, die wir vorzugsweise in Kombos anwenden. Ihre Möglichkeiten zu erforschen macht großen Spaß, zumal das Spiel bis zum letzten freischaltbaren Charakter mit den pfiffigen Kampfstilen überrascht. Besonders in Spezialangriffen wird jeder Held wundervoll in Szene gesetzt, sodass das Zelda-Fanherz nur so lacht. Zusätzlich bindet das Kampfsystem Mechaniken aus Breath of the Wild ein: Alle Charaktere können auf das Sheikah Slate zurückgreifen, eine Art magisches Tablet, das Physik-Funktionen hat.

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung - Mit dem Launch-Trailer geht schon bald der Kampf um Hyrule los 1:39 Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung - Mit dem Launch-Trailer geht schon bald der Kampf um Hyrule los

Mit dem Bombenmodul wird's zum Beispiel explosiv. Und mit dem Magnetmodul erzeugen wir einen großen, anziehenden Strahl. Damit können wir Gegnern die Metallwaffen aus der Hand reissen. Genial: Jeder der Helden nutzt die Module der Sheikah Slate etwas anders. Zelda zum Beispiel kann die Bombe wie einen Roboter fernsteuern, während Daruk sie wie einen Felsen wirft. Auf diese Weise kommt auch die ganz eigene Persönlichkeit der Figuren zum Vorschein. Neue Erfahrungsstufen erweitern außerdem ihre Kraft und Waffen lassen sich ebenso aufrüsten, wozu sich besonders optionale Nebenmissionen eignen. So pflegen wir unsere Helden ein wenig wie in einem Rollenspiel.

Jeder Charakter bringt ganz eigene Fähigkeiten mit. Prinzessin Zelda kann Bomben zum Beispiel wie Drohnen fernsteuern. Jeder Charakter bringt ganz eigene Fähigkeiten mit. Prinzessin Zelda kann Bomben zum Beispiel wie Drohnen fernsteuern.

Technische Probleme

Das klingt alles ganz gut, oder? Leider hat Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung ein essentielles Problem: Es läuft nicht besonders gut auf der Switch. Die Massenklopperei zuckelt in durchschnittlich 25 FPS über den Schirm und bricht in heftigen Situationen schon mal auf die 15 FPS runter. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern hat auch Auswirkungen auf die Steuerung. Die reagiert deshalb manchmal ungenau und wir haben nicht wirklich den Eindruck die Kontrolle zu haben. Das ist für ein Spiel, in dem es um das "unübertreffliche" Heldengefühl geht, natürlich ärgerlich. Erwartungsgemäß sinkt die Performance im Splitscreen-Modus mit einem zweiten Spieler sogar noch etwas mehr.

Der lokale Split-Screen-Modus ist eine schöne Ergänzung. Leider ist die technische Performance besonders hier ziemlich mäßig. Der lokale Split-Screen-Modus ist eine schöne Ergänzung. Leider ist die technische Performance besonders hier ziemlich mäßig.

Immerhin laufen manche Areale flüssiger als andere: in der Gerudo-Wüste ist die Framerate zum Beispiel höher als vor Schloss Hyrule. Die Performance ist im Handheld-Modus ziemlich identisch, wobei hier eine dynamische Auflösung zum Einsatz kommt. Die kann bis auf 676x380 Pixel sinken, was das Bild ziemlich unscharf macht. Mit durchschnittlich 1440x810 im Docked-Modus kommt aber immerhin die schöne Grafik zur Geltung, die sehr gut den Stil von Breath of the Wild einfängt. So lange kein Patch nachrückt, der die Framerate verbessert, würden wir das eigentlich gelungene Spiel nur eingeschränkt empfehlen.

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