Warum ihr Immortals: Fenyx Rising nicht übersehen solltet

Dennis konnte Ubisofts neues Action-Rollenspiel vorab ausführlich anspielen und ist begeistert. Allerdings hat er auch eine große Befürchtung.

von Dennis Michel,
22.10.2020 18:00 Uhr

Dennis hat zum ersten Mal Immortals: Fenyx Rising gespielt und ist begeistert. Dennis hat zum ersten Mal Immortals: Fenyx Rising gespielt und ist begeistert.

Wenn wir aktuell von den kommenden Highlights im Winter 2020 reden, geht es meist um den Release von PS5 und Xbox Series X/S. Es geht um den Mega-Blockbuster Cyberpunk 2077 oder die beliebten Reihen Assassin's Creed und Call of Duty. Kurzum: Die kommenden Wochen werden besonders, sie werden ein vorweihnachtliches Fest und die Vorfreude auf all die Höhepunkte steigt zumindest bei mir mittlerweile ins Unermessliche.

Doch falls ihr jetzt denkt "mit Demon's Souls erscheint ja auch ein Remake seines Lieblingsspiels, klar dass der sich freut", liegt ihr nicht ganz richtig. Vergangene Woche konnte ich auf Einladung von Ubisoft ganze vier Stunden im kunterbunten Open World-Abenteuer Immortals: Fenyx Rising verbringen und wurde vom Anfang bis zum Ende komplett abgeholt. Zwar hatte mich Kollege Tobi vorab "vorgewarnt", wie sehr das Action-Rollenspiel jedoch meinen Nerv getroffen hat, das hat selbst mich überrascht. Die Befürchtung bleibt allerdings, dass Immortals im vollgepackten Release-Winter nur wenig Beachtung findet.

Das konnte ich spielen: Den Start des Spiels, angefangen bei der Charaktererstellung. Neben Hauptmissionen konnte ich die Welt frei erkunden, bin dabei aber nicht über die ersten beiden Gebiete der großen Spielwelt hinausgekommen.

Was mich an Immortals: Fenyx Rising fasziniert hat

Fenyx Rising hatte ich Mitte des Jahres noch ein wenig in die Schublade "netter Zelda: BotW-Klon" gepackt. Ja, das sah alles nett aus, wirkte aber keineswegs wie ein Spiel, dass ich in diesem Jahr unbedingt spielen muss. Zudem fehlte mir die Eigenständigkeit. Bereits nach dem ersten Preview-Event und erst recht nach meinem Ausflug auf die Goldene Insel hat sich das komplett geändert. Das Action-RPG ist mittlerweile auf meiner Most Wanted-Liste nahezu gleichauf mit Krachern wie Cyberpunk 2077 und Demon's Souls.

Und hier kommen wir zum "warum", also was so besonders an Immortals ist, dass ich am liebsten den Controller nicht mehr aus der Hand gelegt hätte.

Eine mystische Spielwelt

Selbst nach hervorragenden Spielen wie zuletzt Death Stranding, Days Gone und Ghost of Tsushima würde ich mich selbst nicht als den größten Open World-Fan beschreiben. Ganz im Gegenteil. Zu viel zu tun, zu viel vom Gleichen, zu viel Ablenkung von der Geschichte. Womit man mich aber bekommt, sind spannende Open Worlds in denen ich etwas in der Ferne sehe und mir denke "Mensch, das sieht cool aus, da willst du hin".

Zwar ist die Spielwelt kunterbunt, zugleich strahlt sie eine Mystik aus, die zum Erkunden einlädt. Zwar ist die Spielwelt kunterbunt, zugleich strahlt sie eine Mystik aus, die zum Erkunden einlädt.

Und Immortals bietet exakt das. Nicht nur ist das kunterbunte, ausladende, aber nicht zu große Eisland dank Disneys Herkules-Look schlicht wunderschön, auch konnte ich aus der Ferne so viele Orte entdecken, die ich erkunden wollte. Den Olymp beispielsweise, der mächtig auf der Spitze eines Berges thront. Riesige, wahrlich episch aussehende versteinerte Götter, die sich über die Lande verteilen. Mächtige Tempelanlagen, die geradezu schreien "Such in mir nach Schätzen!". Es ist die Mystik der Spielwelt, die mich fasziniert hat.

Ein Spiel mit Humor

Spiele die einen zum Schmunzeln oder gar zum Lachen bringen, die schlicht gute Laune machen sind oft schwerer zu finden als die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen. The Stanley Parable oder zuletzt Hades haben das geschafft. Der Humor in Immortals entsteht neben den lockeren Dialogen mit NPCs in erster Linie durch die beiden Erzähler aus dem Off.

Da hat jemand die Geschichte wohl ein wenig falsch erzählt. In Wahrheit ist der Zyklop nämlich um einiges größer. Da hat jemand die Geschichte wohl ein wenig falsch erzählt. In Wahrheit ist der Zyklop nämlich um einiges größer.

Erzählt wird Fenyx' Reise nämlich als Rückblick von Göttervater Zeus und Titan Prometheus. Und die sind nicht nur Komiker vor dem Herrn, es kann auch passieren, dass sie urplötzlich irgendeinen Quatsch erzählen und dadurch der mächtige Zyklop vor euch zur Miniaturausgabe schrumpft und euch entgegenwatschelt. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie sich diese fantastische Art der Erzählung durch das Spiel zieht.

Höllische Rätsel

Kämpfen, erkunden und rätseln, so wurde mir das Spiel in einer kleinen Präsentation vor der Anspiel-Session schmackhaft gemacht. Dabei hätte ich aber nicht gedacht, wie oft ich meine grauen Zellen in spaßigen Knobelabschnitten anstrengen musste. Nicht nur wurden auf diese Weise die Tutorials geschickt ins Spiel integriert, auch befinden sich überall auf der Spielwelt verteilt Eingänge zum Tartaros, einem gesonderten Bereich der Unterwelt.

In diese Öffnungen der Hölle gesprungen, fand ich mich in einer Art Rätsel-Parcours wieder, die mich direkt an die Gräber aus Tomb Raider erinnert haben - ein großes Lob. Neben den Tutorials sind die Tartaros-Ausflüge übrigens rein optional. Wer nicht will, der muss sie nicht machen. Bei mir haben sie jedoch einen Nerv getroffen und für spaßige Abwechslung gesorgt.

In der Hölle wird gerätselt. Das war nicht nur überaus spaßig, sondern auch schön abwechslungsreich. In der Hölle wird gerätselt. Das war nicht nur überaus spaßig, sondern auch schön abwechslungsreich.

Wollt ihr übrigens noch mehr vom Spiel erfahren, wissen, wie das kombolastige Kampfsystem funktioniert, wie Fenyx mit seinen Flügeln über die Karte gleitet und vieles mehr, dann schaut in die sehr ausführliche Preview von Kollege Tobi:

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Schaut euch Fenyx Rising doch einfach selbst an

Ihr seht, mich hat das Action-RPG vergangene Woche wirklich komplett begeistert. Die Befürchtung bleibt aber, dass trotz positiver Previews im Zuge der Next-Gen und bei all den Hochkarätern Fenyx' Reise kaum Beachtung findet. Daher mein Tipp: Schauts euch doch einfach mal selbst kostenlos an. Das könnt ihr nämlich für die kommenden sieben Tage via Google Stadia. Wie das funktioniert, hab ich euch hier erklärt:

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Immortals: Fenyx Rising erscheint am 3. Dezember 2020 für PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, Nintendo Switch und Google Stadia.

Holen euch die genannten Punkte ab und was meint ihr, wie viel Aufmerksamkeit Fenyx Rising im Dezember bekommt?

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