PC-Spieler*innen haben es derzeit alles andere als leicht. Nicht nur schnellen die Kosten für RAM-Riegel und Grafikkarten in teils schwindelerregende Höhen, auch SSDs sind mittlerweile von der Preisexplosion betroffen.
Aber die Not macht erfinderisch, beziehungsweise bringt sie Hardware-Käufe aus der Vergangenheit zurück ins Gedächtnis. So wie bei diesem User, der sich daran erinnerte, dass in seiner PlayStation 5 ja noch bares "Gold" schlummert.
PC-Spieler schraubt einfach die SSD aus seiner 'alten' PS5
Für viele kommt es noch immer überraschend, aber die PS5 ist mittlerweile über fünf Jahre alt. Ja, wirklich. In der Zwischenzeit sind etliche Spieler*innen sogar schon auf eine andere Plattform umgestiegen, so wie der Redditor SunknLiner, der sich bereits einen PC angeschafft hat.
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Immerhin hat er sich wohl vor der Preiskrise bei RAM und Grafikkarten für den Wechsel entschieden, denn aktuell ist es sehr schwer an günstige Hardware zu kommen.
Nur scheint es am Speicherplatz gehapert zu haben, denn um ein bisschen mehr zu erhalten, hat der Gamer einfach die Speichererweiterung, die in seiner PS5 verbaut war, rausgeschraubt und in seinen PC verfrachtet:
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Klar, in Gold kann die SSD sicherlich nicht aufgewogen werden, die SN850X von Western Digital ist aber ein mehr als passables Upgrade für jeden PC. Immerhin hat Sony hohe Datenübertragungsraten bei den PCIe-Gen4-SSDs vorausgesetzt und die machen sich logischerweise auf am Rechner bemerkbar.
Kompatibilitätsprobleme sind auch keine zu befürchten, denn grundsätzlich handelt es sich bei den PS5-Speichererweiterungen um PC-Bauteile.
Aber wie viel spart der Spieler dadurch? Die SN850X mit 2 Terabyte kostet Stand heute (5. Februar 2026) 300 Euro, laut Preisvergleichen lag sie vor circa drei Monaten noch bei 150 bis 200 Euro. Die Anschaffungskosten haben sich also fast verdoppelt.
Der KI-Boom macht es immer schwerer, sich einen PC zusammenzustellen
Auslöser der Preisanstiege ist der Hype um KI-Technik. SSDs sind elementar wichtig, damit bereits trainierte KI-Modelle mit neuen Daten gefüttert werden und aus den Informationen Muster abgeleitet werden können – die sogenannte Inferenz.
Die Anbieter der großen KI-Rechenzentren haben daher einen riesigen Bedarf bei SK Hynix, Kioxia, Micron und Samsung – also den wenigen Produzenten entsprechender Speichermodule – für 2026 und darüber hinaus angemeldet.
Die dafür erforderlichen Produktionskapazitäten werden geschaffen, indem sie von der Konsumentensparte abgezwackt werden. Micron hat daher beispielsweise auch schon Crucial als Consumer-Marke eingestellt. Der volle Fokus solle der KI-Industrie gelten:
In der Folge kommt es zu einer Verknappung von PC-Bauteilen und damit deutlich gestiegenen Preisen. Neue Fabriken sind auch nicht mal eben in ein paar Monaten hochgezogen und es fehlt dabei auch die Planungssicherheit für die Speicherhersteller, denn die Nachfrage könnte auch schon bald wieder sinken.
Wenn ihr vorgesorgt habt, zahlt sich das jetzt aus
Ein Ende des KI-Booms ist derzeit noch nicht abzusehen. Zwar weisen viele Experten auf die Existenz einer Blase hin, da vorrangig Kapital zwischen den großen Tech-Firmen verschoben wird, statt echte Einnahmen zu generieren, genau diese Verstrickungen könnten aber auch zu einem langen Erhalt dieser Blase führen.
Der clevere Ex-PS5-Spieler zeigt aber auch, dass in der Hardware, die ihr bereits zu Hause noch habt, echte Schätze lagern können, sofern ihr gerade nach ihnen sucht. Vielleicht steckt ja auch in einer eurer PlayStation noch eine SSD, die ihr eigentlich eher im PC braucht.
Habt ihr vielleicht sogar schon ein anderes Gerät "geplündert", um an mehr Speicher zu kommen?
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