Vor Kurzem wurden zwei neue Käferspezies entdeckt, die zu einer bisher unbekannten Art gehören. Dies ist nicht nur ein großer Schritt für Evolutionsforschung und Entomologie (Insektenforschung), sondern auch eine einmalige Gelegenheit, ein Tier nach einem Manga- und Anime-Helden zu benennen. Und dabei ist die Benennung gar nicht mal so zufällig, denn die beiden Käfer haben mit dem großen Piraten Monkey D. Ruffy mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vielleicht denkt.
Monkey, der Käfer
Wenn ihr mal euer altes Biologiebuch aufschlagt und zu den Insekten blättert, findet ihr dort neben den üblichen Namen auch wissenschaftliche Bezeichungen, wie Lucanus cervus (Hirschkäfer) oder Geotrupes egeriei (Mistkäfer).
Alles sehr alt klingende, lateinische Begriffe, die nur die Wenigsten verstehen, geschweige denn nachvollziehen können. Nichts gegen Latein, aber etwas angestaubt ist die Sprache schon. Wäre es nicht viel deskriptiver, wenn wir Tiere mit etwas vergleichen würden, das alle kennen, um sie zu beschreiben?
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In One Piece: Pirate Warriors 4 könnt ihr jetzt mit Ruffys Gear 5-Form richtig aufdrehen
Nun, die schlechte Nachricht ist: Wir können nicht einfach anfangen, Tiere die es schon gibt, umzubenennen. Das würde zu viel Verwirrung stiften. Aber zum Glück leben wir auf einem Planeten mit einem reichehaltigen und diversen Ökosystem. Wieder und wieder lernen wir, dass wir noch lange nicht alle Tiere gefunden haben, die es zu finden gibt und es stets noch etwas zu lernen gibt.
Das wurde nun erneut unter Beweis gestellt, als in den Wäldern der Provinz Yunnan in China ein neuer Käfer entdeckt wurde. Er trägt den Namen Luffy schillhammeri. Der zweite Teil des Namens bezieht sich auf Dr. Harald Schillhammer, der durch diesen Namen geehrt werden soll. Der erste Teil jedoch, "Luffy", ist tatsächlich die englische Entsprechung des Namens Ruffy aus One Piece. Und das hat seine Gründe.
Ein Käfer in Gear 5
"Luffy gen. nov." ist der komplette Name der neuen Gattung von Rove-Käfern. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass die Oberkieferpalpen, die Unterkiefer und die Antennen länger und schlanker sind, als bei ähnlichen Arten. Diese "Verlängerungen" erinnerten die Forscher so sehr an die Dehnungsfähigkeiten von Monkey D. Ruffy, dass sie ihn unbedingt nach ihm benennen wollten.
Doch das war erst der Anfang der Vergleiche. In Louang Namtha im Norden von Laos, wurde ein weiterer Käfer der "Luffy gen. nov."-Gattung gefunden. Diese Spezies hat auffällige weiße Haare an ihrem Kopf, Körper und ihren Elytren (Vorderflügel). Tja, was glaubt ihr, haben die Forscher und Forscherinnen daraus wohl gemacht? Genau. Diese Spezies trägt tatsächlich den Namen Luffy nika.
Damit spielen sie auf die derzeit stärkste Fähigkeit von Monkey D. Ruffy an, in den sogenannten Gear-5-Zustand überzugehen, in dem er die Fähigkeiten des Sonnengottes Nika erhält. In diesem Zustand sind seine Haare weiß und er wird nicht selten von einer ebenfalls weißen Aura eingehüllt.
Da habt ihr es. Ein ganze Käfergattung benannt nach einem Anime-Helden und eine Käfer-Spezies sogar benannt nach seiner stärksten Verwandlungsform. Ist es nicht eine faszinierende Entwicklung, dass Wissenschaft und Nerd-tum sich mehr und mehr trauen, Hand in Hand zu gehen. Es bleibt zu hoffen, dass es noch viele unentdeckte Tiere gibt, die wir finden und nach SpongeBob, Pikachu oder Spike Spiegel benennen können.
Wenn ihr noch mehr über die kleinen Gummi-Käfer wissen wollt, könnt ihr euch mal diesem englischen Artikel zu dem Thema ansehen.
Wie steht ihr zu der Vermischung von Fantasie-Welten und realer Wissenschaft? Glaubt ihr, dass gewisse Bereiche der Forschung so zugänglicher gemacht werden, oder fürchtet ihr, dass ernstzunehmende Erkenntnisse eventuell veralbert werden könnten?
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