Kingdom Come: Deliverance - Kickstarter-Belohnungen gestrichen, Fans sauer

Eigentlich sollten Backer der Kickstarter-Kampagne von Kingdom Come: Deliverance auch einige Goodies bekommen. Einige davon wurden aber nun gestrichen.

von Martin Dietrich,
14.02.2018 08:31 Uhr

Einige ursprünglich versprochenen Kickstarter-Belohnungen für Kingdom Come: Deliverance wurden gestrichen. Einige ursprünglich versprochenen Kickstarter-Belohnungen für Kingdom Come: Deliverance wurden gestrichen.

Neuer Ärger für die Warhorse Studios und Kingdom Come: Deliverance: Nachdem erst der riesige Day-One-Patch für Unmut sorgte, ist nun bekannt geworden, dass einige Belohnungen für Kickstarter-Backer gestrichen wurden. Konkret geht es um ein Making-of-Video, gedruckte Handbücher, Steelbox-Verpackungen und verschieden große T-Shirts, die eigentlich ab einer bestimmten Unterstützungssumme versprochen wurden.

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Im offiziellem Forum meldeten sich einige Fans zu Wort, die bereits eine physische Version in Händen halten und sich sich über die fehlenden Goodies wundern. Auch die Kollegen von der GameStar haben bereits Leserbriefe bekommen, die davon sprechen, dass man als Unterstützer enttäuscht ist und einen Vertragsbruch seitens der Entwickler sieht.

Warhorse meldete sich nun per Kickstarter-Update an seine Fans und erklärte die fehlenden Belohnungen. In den letzten Wochen habe man 10.000 Pakte an über 70 Länder geschickt. Während sie die Zulieferung vorbereiteten, entschieden sie sich dafür, einige Belohnung später auszuliefern oder zu streichen:

  • Das Making-of-Video befindet sich noch in Produktion. Es soll um die letzten Monate der Entwicklung erweitert werden und konnte daher nicht in die Release-Box-Version mitgeliefert werden.
  • Die Entwickler haben sich gegen ein gedrucktes Handbuch entschieden. Stattdessen wollten sie sich auf ein schönes In-Game-Tutorial fokussieren.
  • Bei einigen gelieferten Versionen (Soldier-Tier) fehlt der Steam-Code. Wer davon betroffen ist, soll die Entwickler per Nachricht an die Support-Email kontaktieren.
  • Großzügigen Unterstützern wurden echte Schilder und Schwerter versprochen. Diese befinden sich noch in der Mache und sollen später geliefert werden.
  • Aufgrund der hohen Produktionskosten und des Gewichts haben sich die Metall-Boxen als Verpackung als nicht praktikabel herausgestellt. Die Entwickler entschieden sich für eine herkömmliche Pappschachtel.
  • Die verschiedenen Größenformate der T-Shirts stellten sich als zu aufwendig heraus. Es gab bereits circa 60 verschiedene Kombinationen der Pakete. Daher entschied man sich für eine Standardgröße.

Die Kollegen von der GameStar haben Warhorse auch nochmal um ein ausführliches Statement gebeten. Ihnen wurde mittgeteilt, dass sie am Donnerstag mit einer Antwort rechnen können. Die News werden wir dann aktualisieren.

Vertragsbruch?

Trotz dieser gebrochenen Versprechen muss Warhorse zumindest von Kickstarter keine Einmischung fürchten. Unter Punkt vier der Nutzungsbedingungen ("Ablauf von Projekten") findet sich folgender Eintrag:

"Falls ein Projektgründer sein Projekt nicht erfolgreich zu Ende bringen und die versprochenen Belohnungen nicht aushändigen kann, so hat er damit wesentliche Verpflichtungen der Vereinbarung zwischen ihm und seinen Unterstützern nicht erfüllt. Um dies wiedergutzumachen, sollte er sich nach besten Kräften bemühen, das Projekt auf andere Weise zu einem für seine Unterstützer bestmöglichen Abschluss zu bringen. […] Der Projektgründer trägt die alleinige Verantwortung für die bei seinem Projekt gemachten Versprechungen. Falls er die Bestimmungen dieser Vereinbarung nicht einhält, können seine Unterstützer gegebenenfalls rechtliche Schritte einleiten."

Kingdom Come: Deliverance wurde zwar erfolgreich zu Ende entwickelt, doch könnten die fehlenden Belohnungen noch Folgen für die Entwickler haben. Dann aber nur, wenn einige Fans und Unterstützter den rechtlichen Weg einschlagen.

Kickstarter weist außerdem daraufhin, dass sich Projekte während ihrer Entwicklung verändern und verzögern können. Die Entwickler sind jedoch angehalten, die Unterstützer über etwaige Änderungen ehrlich zu informieren.

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