Beeindruckende Bauwerke sind in der LEGO-Community keine Seltenheit, aber dieses architektonische Modell, das ausschließlich aus weißen Steinen besteht, ist wirklich etwas ganz Besonderes.
Wir haben jedenfalls selten ein vergleichbares Haus gesehen, das so voller Details steckt und auf den ersten Blick eher wie ein großes – nicht aus Klemmbausteinen konstruiertes – Miniatur-Modell aussieht.
Eine gotische Schönheit aus Noppensteinen
Die spitzen Türme (Fialen), die verzierten Fensterrahmen und die angedeuteten Strebepfeiler verleihen dem Gebäude eine sakrale, fast kathedralenartige Anmutung, die wir vor allem aus der Zeit der Gotik kennen. Dem steht der massive, blockhafte Fassadenanteil gegenüber, der viele Leute aus der Community Vergleiche mit dem Brutalismus ziehen lässt.
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In welche Zeit wir die einzelnen Elemente aber auch stecken, wir können uns gar nicht satt daran sehen. Die extrem hohe Detaildichte erreicht der Baumeister, indem er etwa gezielt die Unterseite von Steinen und leere Drehteller-Elemente zeigt.
Das erzeugt eine enorme Textur, die durch Licht und Schatten zusätzlich Plastizität verleiht. Dass das Modell ausschließlich aus weißen Steinen besteht, verstärkt diesen Effekt.
Für den Bau hat der Klemmbaustein-Architekt, der auf Reddit als armilk88 unterwegs ist, ungefähr 10 Tage und 6.000-10.000 Steine gebraucht. Zur Vorbereitung hat er lediglich eine kleine, grobe Skizze angefertigt – die Ideen für die finale Umsetzung kamen dann live beim Zusammenbauen.
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Das LEGO Creel House ist zwar auch super gelungen, an die Pracht des MOCs kommt es aber wohl nicht heran.
Dabei handelte es sich natürlich nicht um sein erstes Projekt, schon in der Vergangenheit postete er Entwürfe, die zwar ebenfalls sehr cool aussahen, aber für uns nicht an das neueste Projekt heranreichen. Etwas traurig macht uns seine Ankündigung, dass er das Modell zwar ein paar Tage stehen lassen werde, es danach aber wieder für neue Projekte auseinandernehmen wolle.
Das können wir bei der Steine-Anzahl und dem damit verbundenen Wert zwar vollkommen nachvollziehen, wir könnten es aber wohl nicht übers Herz bringen, diese Schönheit zu zerstören.
Auch beruflich arbeitet der talentierte Künstler übrigens mit Blöcken. Als Pixel-Artist sind die aber normalerweise digitaler Natur. Trotzdem passt das natürlich hervorragend, auch wenn wir ihm auch ohne zu zögern eine Karriere als Architekt zugetraut hätten.
Eine Technik, die wir aus Star Wars kennen
Die Verwendung von vielen kleinen Teilen, um so viele Details zu erzeugen, wird übrigens Greebling genannt und stammt ursprünglich gar nicht von LEGO-Baumeistern, sondern von George Lucas. Der nutzte die Technik für seine Star Wars-Filme, wo er die Raumschiff-Modelle durch das Anbringen kleiner Teile detaillierter erscheinen lassen wollte. Schon damals war es das Ziel, einfarbigen Flächen durch diese Texturierung mehr Tiefe zu verleihen.
Und was sollen wir sagen: Was damals schon ziemlich gut funktioniert hat, erzielt auch heute noch grandiose Ergebnisse, wie das Bauwerk eindrucksvoll beweist.
Was denkt ihr über das Haus? Findet ihr es auch so spektakulär wie wir? Habt ihr euch mal an etwas Vergleichbaren versucht? Schreibt es uns gern in die Kommentare!
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