Seite 2: Monster Hunter World im Test - Grandioser Monster-Grind

GameStar Plus Logo
Weiter mit GameStar Plus

Wenn dir gute Spiele wichtig sind.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe für Rollenspiel-Helden, Hobbygeneräle und Singleplayer-Fans – von Experten, die wissen, was gespielt wird. Deine Vorteile:

Alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Frei von Banner- und Video-Werbung
Einfach online kündbar

Packende Kämpfe

Die (Boss-)Kämpfe machen erneut den größten Reiz von Monster Hunter World aus. Dabei beweisen die Entwickler ein beinahe perfektes Händchen fürs Balancing, denn jedes noch so dicke Vieh schafft ihr mit etwas Geduld und Übung auch alleine. Alternativ könnt ihr euch jederzeit bis zu drei Koop-Recken schnappen, um gemeinsam auf die Jagd zu gehen.

Die Monster werden im Koop etwas stärker, sodass es nicht unbedingt einfacher wird, Rathalos zu bezwingen. Die Monster werden im Koop etwas stärker, sodass es nicht unbedingt einfacher wird, Rathalos zu bezwingen.

Die über 20 neuen Kreaturen sind toll designt und verfügen über jeweils einzigartige Angriffs- und Bewegungsmuster. Aber Vorsicht: Statt einfach stupide drauflos zu kloppen, ist es wichtig, wie in Dark Souls den Gegner zu studieren, etwaige Schwachstellen zu erkennen und auszunutzen.

Anjanath etwa, ein T-Rex-Verschnitt mit Riesenschädel und kleinen Ärmchen, kann euch mit einem Flammenstoß das Lebenslicht ausblasen, ist aber besonders anfällig gegen Wasserangriffe und vor allem an Kehle und Schwanz verwundbar. Das ist praktisch, denn trennt ihr den Schwanz ab, kann er euch damit nicht mehr von den Beinen fegen. Und ist seine Kehle angeschlagen, spuckt er kein Feuer mehr.

Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Da Pukei-Pukei Gift spuckt, solltet ihr ausreichend Gegengift-Tränke dabeihaben. Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Da Pukei-Pukei Gift spuckt, solltet ihr ausreichend Gegengift-Tränke dabeihaben.

Jede Kreatur besitzt brechbare (gepanzerte) oder abtrennbare Gliedmaßen, deren Verlust ihre Bewegung einschränken. Die Art und Weise der Bewegung ist zugleich ein Indikator dafür, wie stark ein Monster verwundet ist, denn in Monster Hunter: World haben Gegner keinen Lebensbalken. Das Humpeln, Kriechen oder Fliehen einer Kreatur zeigt euch aber, wie stark sie bereits gelitten hat.

Mission vs. Expedition
Monster Hunter World bietet zwei unterschiedliche Missionstypen. In der Regel besitzen Quests ein festes Zeitlimit, meist 50 Minuten. Innerhalb dieser Zeit könnt ihr alles machen, was ihr wollt, die Mission ist aber nur dann erfolgreich, wenn ihr das entsprechende Ziel erfüllt. Daneben gibt es noch Expeditionen. In denen könnt ihr (auch im Koop) das gewünschte Gebiet ohne Zeitlimit erkunden. Allerdings verlassen die Monster nach einiger Zeit das Areal, sodass ihr euch beim Jagen trotzdem beeilen müsst. Wer einfach nur erkunden oder Ressourcen sammeln möchte, ist also mit der Expedition gut beraten.

All dieses Wissen müsst ihr euch aber erst erarbeiten, bevor es in eurem Monsterlexikon vermerkt wird. Mit jedem Kampf, mit jeder Attacke lernt ihr dazu. Hattet ihr beim ersten Versuch noch gar keine Chance gegen den Anjanath, wisst ihr beim dritten Mal, wie er sich bewegt, worauf ihr achten müsst, und erlegt ihn schließlich ohne Probleme. Ihr werdet nicht nur als Spielfigur, sondern auch als Spieler immer stärker. Und das fühlt sich großartig an.

Jedes Monster besitzt eigene Bewegungs- und Angriffsmuster. Paolumu bläst sich beispielsweise mit Luft auf und schleudert kleine Minitornados in eure Richtung. Jedes Monster besitzt eigene Bewegungs- und Angriffsmuster. Paolumu bläst sich beispielsweise mit Luft auf und schleudert kleine Minitornados in eure Richtung.

Die Qual der Wahl

Die gesammelte Erfahrung ist schließlich notwendig, um die stärksten Urzeitkreaturen zu jagen. Erst knüppelt ihr Anjanath nieder, später traut ihr euch auch an die furchteinflößenden Flugwyvern Rathalos und Diablos und schließlich sogar an Drachenälteste wie Nergigante heran. Nun gibt es Monster-Hunter-typisch natürlich etliche Möglichkeiten, die Riesenbestien auszulöschen - oder lebendig zu fangen, um zusätzliche Belohnungen abzustauben.

Tier- und Pflanzenzucht
Das Farmen von Gegenständen gehört zu Monster Hunter wie Tomatensoße zu Spaghetti. Da ihr stetig unterschiedliche Ressourcen benötigt, um Tränke, Fallen oder andere Items herzustellen, solltet ihr in der Umgebung alles aufsammeln, was euch vor die Füße kommt. Damit das Farmen etwas schneller geht, könnt ihr Pflanzen, Kräuter, Samen, aber auch Käfer und andere Materialien beim Botaniker im Lager züchten. Nach eurer Quest könnt ihr die Zucht ernten, mit Dünger lässt sich der Wachstumsprozess beschleunigen. Die Zucht schaltet ihr im Laufe der Story frei. Sie ist vor allem zur Vervielfältigung seltener Ressourcen nützlich.

Zunächst ist die Wahl der Waffe entscheidend. Euch stehen 14 einzigartige Nah- und Fernkampfwaffen zur Verfügung, die ihr alle in Ruhe auf dem Übungsplatz ausprobieren könnt. Das Großschwert ist brachial, aber träge und verlangt daher viel Geschick im Kampf gegen zappelige Viecher wie den elektrisch aufgeladenen Reißzahnwyvern Tobi-Kadachi.

Viel Spielraum für Individualisierung: Jede der 14 Waffen besitzt mehrere Crafting-Bäume mit unterschiedlichen Elementen. Viel Spielraum für Individualisierung: Jede der 14 Waffen besitzt mehrere Crafting-Bäume mit unterschiedlichen Elementen.

Die flinken Doppelschwerter hingegen erlauben zwar rasante Schnetzelmanöver, können aber keine feindlichen Hiebe blocken und richten vergleichsweise wenig Schaden an - übrigens auch zu erkennen an den nun aufploppenden Schadenszahlen.

Bei den Fernkampfwaffen wie dem schweren Bogengewehr oder Pfeil und Bogen gibt's zudem noch etliche Munitionstypen, um Monster zu lähmen, einzuschläfern oder zu blenden. Diese Statusveränderungen lassen sich zusätzlich durch Gegenstände wie Giftbomben, aber auch durch Umgebungsobjekte auslösen. Clever genutzte Lähmkröten, die paralysierende Gase absondern, Giftkelchpflanzen, die tödliche Sekrete freigeben, oder auch verwirrende Sporenpollen vereinfachen die Gefechte enorm.

Die Insektenglefe erlaubt akrobatische Luftmanöver. Das sieht nicht nur cool aus, sondern erleichtert auch Reitangriffe. Die Insektenglefe erlaubt akrobatische Luftmanöver. Das sieht nicht nur cool aus, sondern erleichtert auch Reitangriffe.

Das war aber bei weitem nicht alles. Monster Hunter World bietet aberdutzende Ressourcen, aus denen ihr Fallen, Sprengkörper und Munition für die neue Steinschleuder basteln könnt. Einfach mit Fackelmunition den Boden in Brand setzen, dahinter eine Schockfalle platzieren und dem gefräßigen Monster einen vergifteten Fleischköder vor die sabbernden Lefzen werfen, und schon dürfte sich die Auseinandersetzung viel einfacher gestalten. Es gibt etliche Werkzeuge, die sich taktisch in den Gefechten einsetzen lassen. Und es ist immer wieder befriedigend, wenn ein Plan aufgeht.

Die Crafting-Suchtspirale

Apropos Werkzeuge: Monster Hunter World führt mit den Spezialgegenständen weitere nützliche Hilfsmittel ein, die ihr im Laufe der Story erhaltet, darunter ein Tarnmantel, der euch kurzzeitig untertauchen lässt, um einen Heiltrank einzuwerfen oder eure Klinge nachzuschärfen (das ist wichtig!), oder ein Gesundheits-Boost, der für eine Weile heilende Partikel in der Umgebung verströmt. Außerdem dürft ihr an speziellen Punkten den neuen Greifhaken einsetzen, um wie Tarzan durchs Unterholz zu schwingen.

Monster Hunter World führt nützliche Spezialitems wie den Gleitmantel ein, die für kurze Zeit eingesetzt werden können. Monster Hunter World führt nützliche Spezialitems wie den Gleitmantel ein, die für kurze Zeit eingesetzt werden können.

Doch nicht nur die Spezialgegenstände, auch die Waffen bieten allerhand Spielraum für Individualisierung. An der Schmiede investiert ihr gesammelte Monstermaterialien in Waffen-Upgrades. Jede Waffe besitzt mehrere Crafting-Bäume für unterschiedliche Monster. Aus Anjanath-Ressourcen entsteht eine Feuerklinge, Fischflossen von Jyuratodus werden für Waffen mit Wasserschaden benötigt.

Schnurrtrupp-Safari
Euer Palico ist nicht nur im Kampf eine große Hilfe, die Katzenbegleiter können in Monster Hunter: World auch Items für euch farmen. Habt ihr die sogenannte Schnurrtrupp-Safari im Laufe der Story freigeschaltet, dürft ihr euer eigenes Palico und die Palicos eurer Jagdkumpels auf die Suche schicken. Je nach gewählter Route grasen die Felynes die Gebiete nach Ressourcen und Monstermaterialien ab. Um Zugriff auf andere Palicos zu erhalten, solltet ihr mit anderen Spielern eure Gildenkarten tauschen.

Das gleiche gilt für Rüstungen, wobei fast jedes Monster ein eigens designtes Gear-Set bietet. Die Klamotten sehen dabei nicht nur optisch schick aus, sondern bieten auch eigene Boni wie mehr Gesundheit, Donnerresistenz oder die Fähigkeit, Schaden zu absorbieren. Selbst eurem Palico könnt ihr neue Ausrüstung schmieden.

Das Experimentieren mit neuen Rüstungsteilen und Waffen, um die perfekte Kombination für den eigenen Spielstil zu finden und sich natürlich auf das zu jagende Monster vorzubereiten, entfacht eine regelrechte Sucht, immer wieder (die gleichen) Monster zu jagen, um gewisse Materialien zu erhalten. Dieses Sammeln, dieser Grind gehört zur Faszination von Monster Hunter dazu. Und den muss man auch mögen, sonst wird man mit Monster Hunter World nicht warm.

Habt ihr es auf den Rücken eines Monsters geschafft, müsst ihr euch gut festhalten, um nicht abgeschüttelt zu werden. Erfolgreiche Reitangriffe können Monster umwerfen. Habt ihr es auf den Rücken eines Monsters geschafft, müsst ihr euch gut festhalten, um nicht abgeschüttelt zu werden. Erfolgreiche Reitangriffe können Monster umwerfen.

2 von 5

nächste Seite


zu den Kommentaren (150)

Kommentare(95)
Kommentar-Regeln von GamePro
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.