Seite 2: Need for Speed: Hot Pursuit im Test - Test für Xbox 360 und PlayStation 3

Wozu bremsen?

Bloß kein Sekundenschlaf: Nachtrennen sind eine besondere Herausforderung, da die Sicht in der Regel eingeschränkt ist. [PS3] Bloß kein Sekundenschlaf: Nachtrennen sind eine besondere Herausforderung, da die Sicht in der Regel eingeschränkt ist. [PS3]

Was ihr in Need for Speed: Shift über Realismus gelernt habt, könnt ihr in Need for Speed: Hot Pursuit getrost über den Haufen werfen: Wer hier die Bremse anfasst, hat quasi schon verloren. Die Steuerung orientiert sich sehr stark an den alten Need for Speed-Teilen. Zwar kann man immer noch von einem Hybriden aus Simulation und Arcade-Renner sprechen, die Tendenz geht allerdings sehr stark in Richtung Arcade. Damit ist Hot Pursuit einem Outrun von der Steuerung her deutlich ähnlicher, als beispielsweise einem Gran Turismo. Statt der Bremse nutzt ihr einfach nur noch den Drift-Button (bzw. die Handbremse), um durch die Kurven zu kommen. Einmal angetippt, dreht sich euer Wagen sanft in die gewünschte Richtung, mit einer zweiten Berührung meistert ihr auch schärfere Kurven ohne Probleme. Beherrscht ihr die Technik, tanzt ihr durch die geschlängelten Straßenverläufe wie ein eleganter Schlittschuhläufer über das Eis.

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Erst rempeln, dann schieben, dann ausschalten... Erst rempeln, dann schieben, dann ausschalten...

Trotz der arcadelastigen Steuerung ist die Fahrphysik glaubhaft und schon nach kurzer Eingewöhnung beherrscht ihr eure PS-Monster perfekt. Auch das Geschwindigkeitsgefühl ist gut gelungen. Gerade jene Momente, in denen ihr haarscharf an einem Unfall vorbeischrammt, treiben euch das Adrenalin hoch. Die Spannung in den Rennen entsteht vor allem auch durch die kluge und aggressive Künstliche Intelligenz. Sie nutzt Abkürzungen, verwickelt euch in Unfälle, indem sie euch von der Strecke abdrängt, macht aber auch selbst Fehler und rast beispielsweise in den Gegenverkehr.

Reifenstecher

...die Takedowns in Need for Speed: Hot Pursuit sind spektakulär in Szene gesetzt. [360] ...die Takedowns in Need for Speed: Hot Pursuit sind spektakulär in Szene gesetzt. [360]

Alle Autos in Need for Speed: Hot Pursuit sind standardmäßig mit einem Nitro ausgestattet. Einmal aktiviert, verpasst euch die Lachgaseinspritzung zusätzlichen Schub. Gut zu gebrauchen ist das Plus an Geschwindigkeit vor allem an Kurvenausgängen, an steilen Hügeln und nach Unfällen, um schnell wieder die Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Während Raser in der Vorlage noch den Fallen der Cops (Krähenfüße, Polizeisperren, Rammattacken) ausgeliefert waren, können sie sich in Hot Pursuit gegen die Verfolger währen, teilweise sogar mit den eigenen Waffen. Sowohl die Bullen, als auch die Rennfahrer greifen auf die traditionellen Nagelbänder zurück: Befindet sich ein Gegner -- egal ob Polizei oder Rennteilnehmer -- hinter euch, könnt ihr die Krähenfüße von Bord lassen. Mit etwas Glück ist es für den Gegenspieler zu spät, und er rasselt ungebremst in die Nagelwand -- schön dokumentiert in einer coolen Unfallsequenz. Auch die elektromagnetischen Impulse können beide Seiten verschießen. Damit schwächt ihr kurzzeitig die Elektronik eines anvisierten Gegners (eingeschränkte Bewegungsfähigkeit). Nur den Cops vorbehalten bleiben die Straßensperren -- einmal angefordert, gehen ein paar hundert Meter weiter vorn die Kollegen in Stellung. Den Verkehrsrowdies bleibt vor einer solchen Sperre nur, die kleine Lücke in der Mitte exakt auszugucken, um unbeschadet weiterzukommen. Als letzte Möglichkeit bleibt der Polizei noch der Einsatz von Helikoptern, die aus der Luft Krähenfüße vor die bösen Raser werfen. Auf Seiten der Bleifüße könnt ihr außer den EMP-Stößen und Krähenfüßen auch noch Störsignale versenden. Die setzen etwa auf euch angesetzte EMPs außer Kraft und stören ganz nebenbei auch noch das Radar der Polizei. Auf langen Geraden (und den letzten Metern vorm Ziel) zahlt sich auch der zusätzliche Turbo aus, der euch für einige Sekunden auf die Geschwindigkeit eines Formel-1-Wagens katapultiert. Wie oft ihr diese Gimmicks im Rennen nutzen könnt, hängt von den Event-Vorgaben ab.

Per Knopfdruck ruft ihr euch Unterstützung aus der Luft. [360] Per Knopfdruck ruft ihr euch Unterstützung aus der Luft. [360]

Ziel der Cops ist es immer, die bösen Buben aus dem Verkehr zu ziehen. Rammattacken sind da manchmal genauso effektiv wie genannte Spezialfunktionen der Autos. Auch die Raser können Gegner und Polizeiautos rammen, etwa um sich lästige Kontrahenten vom Hals zu schaffen. Wenn die Reparaturanzeige leer ist, gilt ein Teilnehmer als ausgeschieden bzw. fliegt in einer spektakulären Sequenz von der Strecke. Die Takedowns in Hot Pursuit wirken aber nicht ganz so spektakulär, wie die, die wir aus Burnout kennen. Allerdings ist das (rein optische) Schadensmodell, das die Macher den Karren verpasst haben ein echter Leckerbissen. Die Währung im Spiel ist das Kopfgeld. Für jede Aktion, etwa wenn ihr einen Gegner überholt, ein Polizeiauto von der Bahn werft oder einfach nur extrem schnell unterwegs seid, fließen Punkte auf euer Konto. Damit schaltet ihr dann neue Fahrzeuge und weitere Renn-Events frei. Ab einem bestimmten Punktestand erhöht sich euer Fahndungslevel und ihr bekommt Verbesserungen für die Sonderausstattung eurer Wagen. Je höher die Gerätestufe, desto besser und effektiver ist auch deren Einsatz.

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