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Seite 2: Need for Speed: Shift im Test - Test für PlayStation 3 und Xbox 360

Gestiegener Realismus

Wer sich mit den Need for Speed-Titeln der letzten Jahre beschäftigt hat, schätzt sicherlich das eher arcadige Fahrverhalten der Fahrzeuge. Bei Need for Speed: Shift ist damit Schluss. Grundsätzlich reagieren die Autos nun wesentlich realistischer auf Bremsmanöver oder plötzliche Lenkbewegungen, so dass ein Ritt ins Kiesbett jederzeit eine reale Gefahr darstellt. Deaktiviert ihr zudem noch die Fahrhilfen wie ESP, Traktionskontrollen oder die farbige Ideallinie, bewegt sich der Titel nahe an einer echten Rennsimulation. Allerdings dürfen Spieler der alten Teile aufatmen: Niemand wird zum Realismus gezwungen, denn mit Fahrhilfen steuert sich Need for Speed: Shift genauso eingängig und leicht wie die Vorgänger -- der grundsätzliche Realismusanspruch ist aber dennoch gestiegen. Dazu gehört auch die konsequente Reglementierung bei allzu offensiven Fahrmanövern. Kürzt ihr beispielsweise Strecken massiv ab, zählt die aktuelle Rundenzeit nicht und ihr müsst einen neuen Anlauf versuchen.

Große (Tuning-)Garage

Die Spielwiese für angehende Rennpiloten ist üppig ausgestattet: An insgesamt 18 Plätzen der Erde braust ihr über 37 Rennkurse. Abwechslung ist dabei Trumpf: So fahrt ihr zum Beispiel auf einem Wüstenkurs in Amerika oder lasst die Räder auf mehreren Stadtkursen von London quietschen. Rennspielfreunde mit Faible für klassische Strecken werden ebenfalls zufrieden gestellt. Zahlreiche bekannte Kurse stehen zur Auswahl, ihr bremst zum Beispiel vor der berüchtigten Haarnadelkurve in Laguna Seca ab oder schlängelt euch auf dem Nürburgring durch die grüne Hölle.

» Test-Video zu Need for Speed: Shift anschauen

Die Garage von Need for Speed: Shift hat ebenfalls einiges zu bieten: Insgesamt stehen über 70 Flitzer zur Wahl und warten gierig auf einen fordernden Gasfuß. Die Palette reicht dabei von Kleinwagen wie dem Ford Focus ST bis zu hoch motorisierten PS-Protzen wie dem Porsche GT2. Und auch Luxuswagen-Liebhaber werden bedient, denn mit dem Lamborghini Reventón oder dem Bugatti Veyron stehen Wagen im Fuhrpark, die erst jenseits der 300 km/h-Marke Spaß machen. »Und was ist mit Tuning?« werden sich jetzt viele Serienveteranen fragen -- zurecht, war dieses Element doch in den letzten Jahren meistens sehr wichtig. Auch hier können wir beruhigen: In Shift kann noch fleißig getunt werden, wenn auch der Fokus nicht mehr so stark darauf liegt wie zum Beispiel noch in Need for Speed: Underground. Und die Palette an optischen und leistungstechnischen Modifikationen ist groß: Findige Bastler bauen neue (allerdings nur fertige) Motorkits ein, schrauben Spoiler an die Karosserie oder pinseln aufwändige Motive auf den Lack. Besonders interessant sind die Ausbaumöglichkeiten der Innenräume, denn neue Lenkräder oder Instrumente können in der Cockpit-Ansicht direkt bewundert werden.

Herrscher über Lenkrad und Pedale

Rennspiele wie Project Gotham Racing 4 haben gezeigt, wie sehr eine Cockpit-Perspektive zum intensiveren Fahrgefühl beitragen kann. Das Team von Slightly Mad hat sich das wohl ebenfalls gedacht und diese Idee nahezu perfektioniert, denn die Cockpit-Perspektive zählt zu den ganz großen Stärken von Need for Speed Shift. Die Innenräume aller Fahrzeuge wurden penibel rekonstruiert, alle Schalter und Anzeigen befinden sich an den richtigen Stellen. Materialien wie Leder oder Carbon sind dank hervorragender Texturen sehr gut zu erkennen und wirken insgesamt sehr plastisch. Mit dem optischen Auftritt ist es allerdings nicht getan, vielmehr ist es die tolle Simulation der Fliehkräfte, die die Sicht hinter dem Lenkrad zur empfehlenswertesten machen. Beschleunigt der Wagen, drückt es den virtuellem Kopf des Fahrers leicht nach hinten, bei starkem Abbremsen klebt er dagegen fast in der Windschutzscheibe. Die Krönung ist allerdings der kurze Benommenheitseffekt, wenn ihr mit Vollgas einen Unfall baut. Das Bild wird komplett durchgeschüttelt, verwaschen und färbt sich grau. Und das virtuelle Schleudertrauma muss verdaut werden -- erst nach kurzer »Erholungsphase« ist es möglich, wieder klar zu sehen und weiterzufahren. Zudem sind die Finger beim Schalten und sogar die Füße bei Brems-, Gas-, und Kupplungsvorgängen animiert -- hier zeigen die Entwickler viel Liebe zum Detail. Wer dagegen lieber den gesamten Wagen im Blick hat, dürfte enttäuscht werden. Shift bietet nur eine Außenperspektive, die allerdings nicht ganz optimal positioniert ist. Weiterhin lassen sich noch eine Stoßstangen- oder Motorhaubenperspektive durchschalten.

Technisch auf dem Treppchen

Dank großer Polygonzahlen und tollen Lichtreflexionen sehen die Automodelle gerade in den schicken Wiederholungen nahezu fotorealistisch aus. Weiterhin fallen bei längerem Spielen nette optische Schmankerl wie ein Unschärfeeffekt auf: Auf langen Geraden verschwimmen bei hohen Geschwindigkeiten die Armaturen in der Cockpitsicht und simulieren einen »Tunnelblick«. Auch das Schadensmodell, das sich sogar auf die Fahrphysik auswirkt, ist gelungen: Nach kleineren Remplern löst sich der Lack und kleine Risse bilden sich in den Scheiben, wogegen nach heftigen Fahrzeugkontakten schon mal der Verlust eines Spoilers oder die Verformung der Karosserie beklagt werden muss. Bei der PlayStation 3-Version fielen uns allerdings vereinzelte verpixelte und detailarme Streckendetails sowie ein komisch übertriebener Leuchteffekt des Himmels auf. Diese Dinge trüben den insgesamt sehr guten Grafikeindruck aber kaum. Der Sound leistet sich dagegen überhaupt keine Patzer. Angefangen von den überragenden und sehr druckvollen Motorengeräuschen über den Boxenfunk bis hin zu den markerschütternden Geräuschen bei einem Crash fährt Need for Speed: Shift hier ganz klar in der Formel 1 der Rennspiele mit. Zudem saust der Titel durchgehend flüssig über den Bildschirm. Zwar läuft das neue Need for Speed: Shift »nur« mit 30 Bildern, negativ macht sich das aber zu keinem Zeitpunkt bemerkbar.

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