Joy-Con-Drama geht weiter: Der Switch flattert die nächste Klage ins Haus

Nintendo Switch-Nutzer*innen klagen erneut gegen Nintendo, weil die Joy-Cons Eingaben registrieren, wo keine sind. Es ist eine Klage von vielen.

von David Molke,
21.01.2021 12:21 Uhr

Die Joy-Cons der Nintendo Switch leiden häufig unter Problemen mit den Analogsticks, dem sogenannten Drift. Die Joy-Cons der Nintendo Switch leiden häufig unter Problemen mit den Analogsticks, dem sogenannten Drift.

Nintendo sieht sich einer weiteren Klage wegen des Joy-Con-Drifts gegenüber. Erneut klagen Switch-Besitzer*innen gegen das Unternehmen, weil die Joy-Cons defekt seien, Nintendo über das Problem Bescheid wisse, aber nichts dagegen unternehme und die Konsument*innen auch nicht vorwarne. Das ist beileibe nicht das erste Mal, Nintendo wurde bereits mehrfach deswegen verklagt.

Neue Klage gegen Nintendo wegen Joy-Con-Drift eingereicht

Was ist Joy-Con-Drift? Beim sogenannten Joy-Con-Drift handelt es sich um ein technisches Problem, das bei den Analogsticks der Nintendo Switch-Joy-Con auftreten kann. Es manifestiert sich darin, dass sich zum Beispiel euer Charakter oder die Kamera in einem Spiel bewegt, obwohl ihr den Stick gar nicht berührt. Diese Schwierigkeiten tauchen immer wieder auf und Nintendo hat sich sogar dafür entschuldigt.

Noch eine Klage: Mittlerweile häufen sich nicht nur die Beschwerden und Reparatur-Einsendungen, sondern auch die gegen Nintendo eingereichten Klagen. Zu denen gesellt sich jetzt eine weitere aus Kanada. Die Anwaltskanzlei Lambert Avocat Inc vertritt eine Person, die im November 2017 eine Switch gekauft und 11 Monate später das Joy-Con-Drift-Problem hatte.

Nachdem der linke Joy-Con zur Reparatur bei Nintendo ein- und von dem Unternehmen zurückgeschickt wurde, trat das Problem schon nach zwei Monaten erneut auf. Nun argumentiert die Kanzlei, es handle sich dabei um einen "versteckten Defekt". Konsument*innen würden nicht so viel Geld für die Konsole oder die Joy-Cons ausgeben, wenn sie vorher davon wüssten.

Der Defekt stehe der Haupt-Funktion des Geräts im Weg, für die es gekauft wurde. Zusätzlich sei eines der größten Probleme dabei, dass Nintendo den Defekt nicht deutlich bekannt gebe und dass die Konsument*innen den Defekt nicht erkennen können, wenn sie die betreffenden Produkte in Augenschein nehmen.

Die Switch hat ein Joy-Con-Problem. Die Switch hat ein Joy-Con-Problem.

Besserung in Sicht? Möglicherweise kümmert sich Nintendo in Zukunft um die Problematik des Joy-Con-Drifts. Auch wenn zunächst behauptet wurde, es handele sich dabei um "kein echtes Problem", hieß es zuletzt im Dezember 2020 zumindest andeutungsweise, dass Nintendo etwas dagegen unternehmen wolle. Möglicherweise aber erst mit einer Switch pro oder ähnlichem.

Wie die Chancen darauf stehen, dass Nintendo noch dieses Jahr eine neue, möglicherweise deutlich leistungsfähigere Switch-Verison auf den Markt bringt, wird aktuell heiß diskutiert. Eine Switch Pro könnte Marktanalysten zufolge durchaus noch 2021 auf den Markt kommen, aber fest steht das natürlich nicht.

Schlagt ihr euch auch immer noch mit Joy-Con-Drift herum? Was erhofft ihr euch noch für Verbesserungen von einer möglichen Switch Pro?

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