EA & Bethesda sollten bei Shitstorms den Mund halten, sagt Sean Murray

Der No Man's Sky-Macher Sean Murray kennt ich mit holprigen Spiele-Launches aus. Aber sogar noch mehr damit, den Karren anschließend wieder aus dem Dreck zu ziehen. Er gibt den Anthem- und Fallout 76-Entwicklern einen Tipp.

von David Molke,
10.07.2019 11:21 Uhr

No Man's Sky kann ein Lied davon singen, wie es ist, sich einem massiven Shitstorm der enttäuschten Community ausgesetzt zu sehen.No Man's Sky kann ein Lied davon singen, wie es ist, sich einem massiven Shitstorm der enttäuschten Community ausgesetzt zu sehen.

No Man's Sky hatte bei seiner Veröffentlichung viele Probleme. Der Weltraum-Titel blieb hinter den Erwartungen der Fans und Versprechungen der Entwickler zurück. Aber mittlerweile sieht die Sache ganz anders aus, das Blatt konnte gewendet werden: Nach vielen Updates und Erweiterungen erstrahlt No Man's Sky heute in neuem Glanz und erfreut sich großer Beliebtheit. Der Schöpfer Sean Murray befindet sich also durchaus in der Position, anderen Entwicklern in ähnlichen Situationen Ratschläge erteilen zu können. Ihm zufolge sei Schweigen Gold.

No Man's Sky-Macher rät Anthem- & Fallout 76-Devs: Einfach mal die Klappe halten

Sean Murray weiß, wovon er spricht: Die No Man's Sky-Macher wurden sogar wegen irreführender Werbung verklagt. Den Entwicklern wurde vorgeworfen, bewusst gelogen und falsche Versprechungen gemacht zu haben. Aber trotz alledem gilt No Man's Sky mittlerweile als strahlendes Beispiel dafür, wie man es richtig macht.

Die Fans machten ihrer Enttäuschung zum Launch lautstark Luft. Entgegen aller Unkenrufe hat Hello Games aber einfach stetig geliefert und das Spiel mit neuen Updates verbessert. So lange, bis es die Multiplayer-Optionen gab, Basisbau, Frachter und vieles, vieles mehr.

No Man's Sky NEXT - Test-Video: Neuer Lack für's alte Raumschiff 9:18 No Man's Sky NEXT - Test-Video: Neuer Lack für's alte Raumschiff

Das könnten Anthem- und Fallout 76-Entwickler von No Man's Sky lernen

Obwohl sich viele Videospiel-Fans immer wieder auch über mangelnde Transparenz und zu wenig Kommunikation seitens der Entwickler im Allgemeinen beschweren, rät Sean Murray genau dazu. Wieso, hat er bei einer Keynote-Rede auf der diesjährigen Develop-Konferenz (via GameInformer) erklärt.

"Wir haben ungefähr zwei Jahre gar nicht mit der Presse geredet ... und wir haben um die drei Monate auch gar nichts zur Community gesagt. Das war wirklich schwierig."

"Ich habe mich so oft hingesetzt und den perfekten Blog-Post geschrieben, der alles über die Entwicklung des Spiels erklärt hätte und die Road Map zu dem, was kommt."

"Aber ich konnte sehen, dass es keine Glaubwürdigkeit hatte, im Hinblick darauf, wo wir waren."

No Man's SkyNo Man's Sky

Spieler lassen sich generell nicht besänftigen, glaubt Sean Murray

Sean Murray glaubt, dass es generell nicht funktioniere, Spieler zu besänftigen. Das habe er auch in letzter Zeit bei holprigen Launches von EA, Microsoft oder Bethesda gesehen. Damit bezieht er sich offenbar auf Titel wie Anthem oder Fallout 76.

"Es gibt eine Anzahl an Spielen, die seitdem herausgekommen ist, die einen polarisierenden Launch hatten und diese explosive Mischung aus vielen Leuten, die es spielen, aber auch Problemen. Und ich sehe, wie EA, Microsoft oder Bethesda versuchen, Spieler zu besänftigen, indem einfach nur mit ihnen geredet wird. Aber richtig oder falsch, es funktioniert einfach wirklich nicht."

"Das sieht man immer wieder: Wenn ein großer Publisher mit der Community spricht und versucht, das Problem zu lösen und dann verwickelt wird, nimmt das immer mehr von seiner Aufmerksamkeit ein."

Wie seht ihr das? Lieber Taten als Worte, solange das Ergebnis stimmt oder wollt ihr auch wissen, was da vor sich geht?

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