No Place for Bravery will Sekiro-Action mit einer emotionalen Story verbinden

In No Place for Bravery schlüpft ihr in die Haut eines erfahrenen Kriegers, der sich allerlei Gefahren entgegenstellen muss. Allerdings will der Titel auch abseits der Action überzeugen und setzt hier auf eine packende Geschichte.

von Sven Raabe,
06.12.2021 17:00 Uhr

Unsere Spielvorstellung zu No Place for Bravery. Unsere Spielvorstellung zu No Place for Bravery.

Genre: Action-RPG Entwickler: Glitch Factory Plattform: Nintendo Switch, PC Release: 2021 (TBD)

Die Ausgangssituation des von Glitch Factory entwickelten 2D-Action-RPGs No Place for Bravery klingt altbekannt: Im Mittelpunkt der Story steht der gealterte Krieger Thorn. Erholung ist ihm im Ruhestand jedoch nicht vergönnt, denn er wird immer wieder von Albträumen geplagt. Als er eines Tages einen Hinweis auf den Verbleib seiner verschollenen Tochter findet, zieht er erneut in die Welt hinaus.

Die Entwickler*innen könnten dieser Formel allerdings durchaus einen frischen Anstrich verpassen. Das liegt vor allem an der Kombination aus forderndem Gameplay und einer emotional ergreifenden Geschichte. Eine Kombination, die auf jeden Fall Lust auf mehr macht und uns lange an den Bildschirm fesseln könnte.

Das macht No Place for Bravery so besonders

Auf unserer Reise mit Thorn soll es vor allem um die Story gehen. Die Rolle von Vaterfiguren und die Auswirkungen ihrer und unserer Entscheidungen sollen dabei wichtige Elemente sein, was an narrative Erfahrungen wie God of War oder The Last of Us erinnert.  Die Entwickler*innen verarbeiten dabei auch persönliche Erfahrungen, wie sie gegenüber Escapist Magazine verrieten.

In den Kämpfen müsst ihr schnell reagieren, damit euer Abenteuer nicht vorzeitig endet. In den Kämpfen müsst ihr schnell reagieren, damit euer Abenteuer nicht vorzeitig endet.

Abseits der Story überzeugt das Spiel bereits jetzt mit seiner wunderschönen Pixeloptik und düsteren Atmosphäre. Zusätzlich unterstützt wird die Stimmung noch vom melancholischen orchestralen Soundtrack, der durch seine nordischen Einflüsse auch an das letzte God of War oder die TV-Serie Vikings erinnert.

Das Gameplay orientiert sich derweil an der klassischen Metroidvania-Formel: Ihr erkundet die Spielwelt und müsst ab und an kleine Plattformer-Passagen meistern. Einige Abschnitte könnt ihr erst dann betreten, wenn ihr bestimmte Fähigkeiten freigeschaltet habt. Der größte spielerische Fokus liegt indes auf den blutigen Kämpfen, in denen es auf schnelle Reflexe ankommt.

Vorbilder waren hierbei vor allem Sekiro und Devil May Cry. Ihr seht euch oft mehreren Gegnern auf einmal gegenüber und müsst immer wieder zwischen Offensive und Defensive wechseln. Mit gut getimten Angriffen könnt ihr Feinde zwar schnell erledigen, allerdings kann jeder eurer Fehler schnell tödlich sein.

Für wen ist No Place for Bravery interessant?

Aufgrund des Fokus auf die Handlung, die übrigens auch moralische Dilemmata beinhalten soll, dürfte sich der Titel nicht nur an Action-Fans, sondern auch an Spieler*innen richten, die eine Schwäche für Games mit emotional packenden Geschichten haben. Deren Verlauf dürft ihr sogar beeinflussen, denn eure Entscheidungen sollen Konsequenzen haben.

No Place for Bravery - Ankündigungs-Trailer des Action-RPGs 1:05 No Place for Bravery - Ankündigungs-Trailer des Action-RPGs

Allerdings betonen die Entwickler*innen ebenfalls, dass No Place for Bravery kein einfaches Spiel werden soll. Die Kämpfe werden euch also einiges an Geschick abfordern.

Einschätzung der Redaktion

Sven Raabe: No Place for Bravery macht auf mich einen sehr vielversprechenden Eindruck, was vor allem am geplanten Fokus auf einer emotionalen Story liegt. Das könnte womöglich die größte Überraschung für all jene Spieler*innen sein, die ohne allzu viel Vorwissen an den Titel herangehen und eventuell “nur” auf schnelle Action aus sind.

Allerdings lässt sich gegenwärtig ohne Hands-On nur schwerlich abschätzen, wie gelungen das Kampfsystem am Ende ausfallen wird. Mit Devil May Cry und Sekiro haben sich Glitch Factory diesbezüglich definitiv hervorragende Vorbilder ausgewählt, denn diese gehören zum Besten, was ich in diesem Genre in den letzten Jahren gespielt habe. Bleibt zu hoffen, dass sich die blutigen Scharmützel im Pixel-Abenteuer ähnlich präzise spielen werden. Wenn dann auch noch die Story so emotional packend ausfällt, wie ich es mir erhoffe, könnte uns hier ein waschechter Geheimtipp erwarten.

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