"Aber wir haben kein Geld" ist kein Grund für den One Piece-Schöpfer, bei der Live-Action-Serie Kompromisse einzugehen: "Dann besorgt euch Geld!"

Eiichiro Oda hat auch bei der Netflix-Adaption eine klare Vision vor Augen – und setzt sie auch durch.

Wenn Oda höchstpersönlich dabei ist, ist das ein gutes Zeichen. (Bild: Netflix) Wenn Oda höchstpersönlich dabei ist, ist das ein gutes Zeichen. (Bild: Netflix)

Die zweite Staffel der Live-Action-Adaption von One Piece ist mittlerweile auf Netflix verfügbar und feiert, wie schon die ersten Folgen, große Erfolge. Das verdankt die Serie aber mit Sicherheit nicht nur dem Team von Netflix, sondern auch dem Schöpfer der Vorlage: Eiichiro Oda.

In einem Interview mit IGN haben nämlich Becky Clements (Executive Producer & Präsidentin von Tomorrow Studios), Joe Tracz (Co-Showrunner) und Ian Stokes (Autor) verraten, wie stark sich der Mangaka in die Produktion einbringt.

Wenn es um One Piece geht, hat Oda immer recht – und Geld spielt keine Rolle

Wie die kreativen Köpfer hinter der Serie in dem Interview betonen, verstehen sie die Realverfilmung eigentlich als Adaption des Mangas und nicht des Animes. Ein Grund mehr für sie, noch stärker mit Eiichiro Oda zusammenzuarbeiten.

"Oda sei sehr stark involviert", erklärt Clements. Das betrifft nicht nur das Lesen von Exposés und Drehbüchern, er schaut sich auch Rohschnitte und Konzeptzeichnungen an. Sogar um die Besetzung kümmert er sich. Er will ganz offensichtlich auch bei der One Piece-Live-Action-Serie nichts dem Zufall überlassen, was durch Stokes Aussage mehr als deutlich wird:

"Nochmals: Alles, was wir tun, wird immer von Oda-san persönlich abgesegnet. Nichts ist eine Überraschung. Und manchmal sagt er: 'Nein, packt das wieder rein', und wir sagen: 'Aber wir haben kein Geld.' Und er sagt: 'Dann besorgt das Geld.' Und dann besorgen wir das Geld [lacht]. Und wir widersprechen ihm vielleicht, wenn es nötig ist, aber ich stehe immer dumm da, weil er immer recht hat."

Der finanzielle, zusätzliche Druck und die Mehrarbeit, die durch Odas Beteiligung entsteht, nimmt Netflix aber offenbar gerne hin, denn sie beschreiben sein Mitwirken als "unglaublich und so bereichernd". Außerdem sei es letztendlich immer noch seine Welt.

"Er hat diese Charaktere erschaffen, die Menschen weltweit seit Jahrzehnten begeistern. Es wäre also töricht, sein Wissen nicht zu schätzen und sein Feedback zu ignorieren. Auch wenn er ein Vetorecht hat, stellt sich doch die Frage: Warum sollten wir jemals etwas tun, das nicht seinen Vorstellungen entspricht?"

Dass Oda bei der Live-Action-Adaption viel mehr als nur eine beratende Rolle spielt, lässt sich gleich an mehreren Beispielen gut erkennen:

So kommt es dann, dass die Serie weit mehr Geld verschlingt, als anfangs vielleicht angesetzt. Dafür spricht der Erfolg der ersten beiden Staffeln aber auch für sich. Und ich denke mal, dass ich für alle One Piece-Fans spreche, wenn ich sage: Die Netflix-Adaption geht nicht ohne Oda-san.

Oder wie seht ihr das? Wie stark sollte Eiichiro Oda bei der Realverfilmung beteiligt sein? Schreibt es gerne in die Kommentare.


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