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Oninaki ist eine emotionale JRPG-Achterbahnfahrt

Als Wächter der Totenwelt schnetzeln wir uns in diesem Action-RPG durch Horden von bizarren Kreaturen. Dabei stellen wir fest: Das Spiel sieht zwar niedlich aus, behandelt aber ziemlich heftige Themen.

von Michael Cherdchupan,
26.07.2019 18:28 Uhr

Oninaki für PS4 und Nintendo Switch in der Vorschau.Oninaki für PS4 und Nintendo Switch in der Vorschau.

Wer Action-Rollenspiele oder Hack'n'Slays mag, der sollte Oninaki im Auge behalten. Der indirekte Nachfolger von Lost Sphear und I am Setsuna hat das Potenzial, der Geheimtipp des Sommers zu werden. Anstatt aber auf Rundenkämpfe setzt das JRPG auf Echtzeit und rückt somit näher an Spiele wie Diablo 3.

Die Entwickler von Tokyo RPG Factory wollen allerdings nicht nur packende Kämpfe bieten, sondern zudem eine traurige Geschichte erzählen. Dabei thematisieren sie ernste Themen wie Suizid, die im harten Kontrast zum niedlichen Grafikstil stehen. Wir haben die Demo gespielt und verraten euch, ob die Mischung aufgeht.

Zwischen den Welten

Ihr spielt den jungen Mann Kagachi. Er ist ein Wächter und hat die Aufgabe die Ordnung zwischen der Welt der Toten und der Lebenden zu bewahren. Mit Sichel, Schwert, Axt oder Lanze schickt er gespenstische Kreaturen zurück ins Jenseits. Und das in Massen, denn Kämpfe machen den größten Teil von Oninaki aus.

Wenn die Prozentanzeige unten links aufgeladen ist, kann man für kurze Zeit eine Art Rage-Modus aktivieren. Kagachi und sein Daemon werden dann sehr viel stärker.Wenn die Prozentanzeige unten links aufgeladen ist, kann man für kurze Zeit eine Art Rage-Modus aktivieren. Kagachi und sein Daemon werden dann sehr viel stärker.

Hack'n Slay bedeutet vor allem eines: Monster! Überall nur Monster! Überdimensionale Schmetterlinge, merkwürdige Vogelwesen und geisterhafte Gestalten. Sie wandeln zwischen dem Jenseits und dem Diesseits, zwei Welten die nicht unterschiedlicher sein könnten: In der einen blüht das Leben, während in der anderen alles voller wabernder Schemen ist. Dieser seltsame Ort ist in fluoreszierendes Licht getaucht und wirkt ziemlich unheimlich.

Hilfreiche Daemonen

Waffen erwirbt Kagachi nicht einfach bei einem Händler. Er erhält sie von sogenannten Daemonen, von denen er besessen sein kann. Das klingt seltsam, aber sieht für JRPG-Veteranen vertraut aus: Eine schwebende Person taucht neben Kagachi auf und unterstützt ihn im Kampf mit Sonderfähigkeiten. Je nach Persönlichkeit des Daemonen verändern sich die Möglichkeiten.

Aisha ist eine von vielen Daemonen. Diese Wesen waren einst Menschen, haben aber die Erinnerung an ihr früheres Leben verloren.Aisha ist eine von vielen Daemonen. Diese Wesen waren einst Menschen, haben aber die Erinnerung an ihr früheres Leben verloren.

Der ritterliche Zaav hält seine Gegner am liebsten auf Distanz. Er braucht eine Weile, bis er mit dem Speer ausholt, hat dafür aber eine große Reichweite. Wil braucht mit seiner Axt sogar länger, aber dafür verursacht er viel Schaden. Mit dem Wechsel des Daemonen verändert sich auch die Verteidigung. Wil ist einer der wenigen, der Kagachi die Macht zu einem Schutzschild verleiht. Die Schwertkämpferin Aisha setzt dafür auf Ausweichrollen.

Träge Steuerung

Die Kreaturen variieren in ihren Ansprüchen stark und erfordern immer eine andere Taktik. Da Kagachi während des Geschehens fließend zwischen vier Daemonen wechseln kann, ist eine rasche Anpassung kein Problem. Und das macht nach einer Zeit richtig Spaß - sofern man bereit ist Geduld mitzubringen.

Das Trefferfeedback und die Visualisierung der Kampfaktionen ist toll gelungen. Deshalb macht Oninaki trotz der trägen Steuerung nach etwas Eingewöhnung trotzdem Spaß.Das Trefferfeedback und die Visualisierung der Kampfaktionen ist toll gelungen. Deshalb macht Oninaki trotz der trägen Steuerung nach etwas Eingewöhnung trotzdem Spaß.

Wir haben in der Demo zwei Abschnitte gespielt: Das Anfangskapitel und einen, in dem bereits viele Fähigkeiten und Daemonen freigeschaltet waren. Zu Beginn fühlte sich die Steuerung zäh und wenig griffig an.

Zwischen den Animationsphasen gibt es störende Pausen und Kagachi reagiert behäbig. Nach einer Zeit gewöhnen wir uns aber daran, zumal die erweiterten Fähigkeiten ein angenehm wuchtiges Trefferfeedback haben. Fluffig wie Diablo III wurde es während der Demo aber nie.

Von Trauer und Selbstmord

Der Hauptgrund, Oninaki zu spielen, dürfte aber die Geschichte sein. Als Wächter zwischen den Welten hat Kagachi nicht nur mit Monstern, sondern auch mit schwierigen Entscheidungen zu kämpfen. In dem Universum des Spiels ist dem Volk allgemein bekannt, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Menschen, die mit ihrem Leben nicht zufrieden sind, begehen Freitod oder treten Suizid-Sekten bei.

Der Grafikstil ist eher niedlich geraten, aber das täuscht ziemlich. Das Spiel ist so düster, dass die USK es ab 16 Jahren freigegeben hat.Der Grafikstil ist eher niedlich geraten, aber das täuscht ziemlich. Das Spiel ist so düster, dass die USK es ab 16 Jahren freigegeben hat.

Darunter sind auch Kinder, die bloß aus Gruppenzwang beitreten, ohne die Konsequenzen zu verstehen. Kagachi versucht diese und andere Unschuldige davor zu bewahren, ihr Leben einfach wegzuwerfen. Und doch hilft er manchen Personen beim Sterben.

In einer Szene trifft er Eltern, die ihren Jungen verloren haben. Sie trauern ihrem Kind nach, was dazu führt, das es durch den Limbus wandert - festgehalten durch die Trauer der Eltern im Diesseits. Als die Eltern davon erfahren, bitten sie Kagachi darum, sie zu töten. Sie wollen ihren Sohn im Limbus auflesen und mit ihm gemeinsam ins nächste Leben treten

Ein heftiges Thema, das Diskussionspotential hat. Wie klug Oninaki damit umgehen kann, werden wir am 22. August erfahren. Dann erscheint die Vollversion für Nintendo Switch, Playstation 4 und PC. Die vorherigen Werke von Entwickler Tokyo RPG Factory zeichneten sich durch Feinfühligkeit und Melancholie aus. Nicht unwahrscheinlich also, dass die Handlung von Oninaki uns am Ende zu Tränen rühren wird.

Oninaki - Screenshots ansehen

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